Philipp Buhl greift in Kanada nach WM-Bronze

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Junioren-Europameister Philipp Buhl mit Kurs auf WM-Bronze bei der ISAF Junioren-Weltmeisterschaft der olympischen Laser-Klasse auf dem Ontariosee vor Kingston / Kanada.

Junioren-Europameister Philipp Buhl bestätigte in Kingston / Kanada erneut sein außerordentliches Segler-Talent. Der 17-jährige Berghofer vom Segelclub SCAI demonstrierte der Welt-Konkurrenz im olympischen Laser seine Schlagkraft. Im Fleet der Spitzenauslese aus 38 Nationen verbuchte Buhl zwei Einzelsiege und unter allen weiteren acht gewerteten Wettfahrten ausschließlich Top Ten-Plätze, und damit die nötige Konstanz für einen der Spitzenplätze.
Nach dem ersten Wettkampftag auf dem Ontariosee führte Buhl das Feld der weltbesten Laser-Junioren an. Danach rutschte er, auch wegen unglücklicher Ereignisse, auf den dritten Rang der Zwischenrangliste zurück. Diese Position verteidigte der Segler vom Alpsee fortwährend über weitere sechs spannende Wettfahrten erfolgreich. Somit gewinnt er die Bronze-Medaille der ISAF-Junioren-Weltmeisterschaft, das weltweit ranghöchste Regatta-Event für jugendliche Segler.

(Kingston / Kanada, 15./20.07.2007 (Text: fb, Bildquelle: fb, u.a.)) 175_1

Der 17-jährige Gymnasiast aus Berghofen / Sonthofen, Philipp Buhl, hatte mit seinem zweifachen EM-Titel-Gewinn im französischen Hyeres vor sechs Wochen gleichzeitig die deutsche Qualifizierungshürde für die ISAF Junioren-Weltmeisterschaft in Kingston / Kanada geschafft. Nach Reglement des Segler-Weltverbandes (ISAF) darf bei diesem höchsten Regatta-Event für jugendlich besetzte Boote olympischer Klassen nur ein Teilnehmer pro Nation im Alter von maximal 18 Jahren an den Start. Die Aufmachung dieses attraktivsten Segel-Events erinnert an olympische Spiele. Für diesen hochkarätigen Wettkampf hatte der SCAI-Segler einen Platz unter den besten Zehn angepeilt.

Gleich zum Auftakt demonstrierte Buhl den Spitzenathleten der Laser-Nachwuchs-Szene aus 38 Ländern eindrucksvoll seine gute Form, nachdem er souveräne Bestzeit vorgelegt hatte.

In der Folgewettfahrt (Race 2) sollte es für den Oberallgäuer dagegen turbulenter verlaufen. Kurz nach gelungenem Start wurde er vom Brasilianer regelwidrig blockiert und musste hinter das davonbreschende Feld ausweichen, um einen stärkeren Crash zu verhindern. Der Brasilianer wurde dafür später disqualifiziert, aber für Buhl blieb eine enorme Benachteiligung infolge des gestörten Windes über die Startkreuz. In derselber Wettfahrt berührte Buhl später eine Bahnmarke und danach bei einem kritischen Rundungsmanöver ein gegnerisches Boot samt Bahnmarke. Dafür waren für ihn insgesamt drei zeitraubende Strafkringel fällig.
Es war eine außergewöhnliche Leistung, dass er sich trotz dieser Missgeschicke noch bis auf den fünften Rang vorgekämpft hatte. Am Ende des Tages führte der Deutsche und erhielt als unverkennbares optisches Zeichen des Goldmedaillen-Anwärters den großen gelben Punkt auf sein Segel.

Am zweiten Tag forderte kräftiger und später starker Wind die Kraft, Kondition und Konzentration der Segler aufs Äußerste. Europameister Buhl erzielt bei der ersten Tages-Wettfahrt (Race 3) den fünften Platz – vielleicht nicht ganz optimal, aber zufrieden damit.
Bei der folgenden Wettfahrt (Race 4) , die auf maximale Kurslänge ausgeflaggt wurde, gehörte Buhl zunächst zum Führungstrio. Die schwierig zu segelnde steile Starkwindwelle löste zwei Kenterungen aus. Einen Teil dieses Verlustes konnte Buhl durch Aufholen wieder begrenzen, aber es stand im Ziel „nur“ der neunte Platz fest. Damit rutschte er auf den dritten Gesamtrang zurück, wonach der gelbe Punkt durch den roten ausgetauscht wurde. Dieser Farbpunkt soll die dritte Position im Zwischenergebnis signalisieren.

Am dritten Tagkonnte Buhl seinen zweiten Sieg verbuchen. Dazu kam ein sechster Platz bei der Folgewettfahrt. Somit war seine Position im Bereich der Medaillenränge mehr stabilisiert.

Nun konnten sich die Sportler den wohl verdienten Ruhetag gönnen und sich für die Endrunde regenerieren.

Ab der sechsten Wettfahrt beabsichtigte Buhl gezieltere Angriffe auf die Führenden, Pavlos Kontides (Zypern) und Josh Junior (Neuseeland). Der Deutsche war bei der ersten Tageswettfahrt zwar 13 Plätze besser als Kontides, musste aber im Folge-Race eine Frühstart-Disqualifikation und damit eine hohe Punktbelastung einstecken.

Nachdem die Wettfahrtleitung am fünften Tag wegen sehr unregelmäßiger Witterungsbedingungen beide Wettfahrten ersatzlos streichen musste, stand fest: Kontides (Zypern) ist der Weltmeister, und dies vor dem Finale.

Im Finale sucht der Segler vom SCAI das richtige Maß zwischen Angriff auf Junior und Verteidigung gegenüber seinen härtesten Verfolger aus Finnland und Korea. Bei böigem starkem Wind der Stärke 5phibuh-9-2 bis 7 Bft segelte Buhl einen Fünften. Damit hatte er den roten Punkt im Segel bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand gegeben und schließlich die WM-Bronze-Medaille gewonnen.
Damit stand fest: WM-Bronze geht mit Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt an Deutschland. Gold gewinnt Pavlos Kontides (Zypern) und Silber Josh Junior (Neuseeland).

Seit der Laser anfangs der 90-er Jahre für die Männer den Olympiastatus erlangte, errangen bei der ISAF JoWM deutsche Laser-Segler ein silbernes und drei bronzene Edelmetalle. Mit Buhls Bronze kommt nun eine weitere Metaille auf das deutsche Konto. Noch nie zuvor ist einem Laser-Segler aus Süddeutschland ein vergleichbarer Erfolg gelungen.
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