IDM Laser 2008, Elbe, Hamburg / Blankenese

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Finalsieg und auch noch Bronze oben drauf. Ein schönerer Erfolg zum Abschluss nach einem zuvor etwas gedämpfen Verlauf wäre nicht denkbar gewesen.
(Bild: F. Buhl)

Laser-Talent Philipp Buhl holt IDM-Bronze im letzten Akt

Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt gewann Bronze bei der Int. Deutschen Meisterschaft der olympischen Laser-Klasse – auf besondere Weise. 180
Das Nachwuchs-Talent demonstrierte der deutschen Profiszene vor einem Jahr am Chiemsee, wer hier nach- und aufrückt. Die Überraschung und Einmaligkeit war dann perfekt, da Philipp als erst 17-Jähriger den IDM-Titel gewann.
Die Titel-Verteidigung auf der Elbe vor Blankenese (Hamburg) wollte leider nicht gelingen. Dafür aber war dem Segler vom Alpsee ein höchst erfreulicher Ausklang-Höhepunkt beschert.
Im Medal Match segelte Philipp in genialer Weise und eindrucksvoller seglerischer Feinarbeit den Spitzenreitern davon. Mit diesem entschädigenden Triumph entstand weitere Freude - aber auch Leid. Freude für Philipp! Er schnappte mit seinem Finalsieg aus seiner fünften Gesamtposition seinem Berliner Freund, Malte Kamrath, die schon sicher geglaubte Bronze-Medaille im letzten Akt weg. So gnadenlos aber auch gegensätzlich kann Sport sein.

(Hamburg / Blankenese, 08. / 12.10.2008 (Text und Fotos: fb))
Das Revier auf der Unterelbe vor dem Hamburger Hafen wartete mit durchwegs mittleren bis kräftigen Winden auf. Dabei hatte fast jeder Tag eine andere Windrichtung mit seinen Besonderheiten auf Lager. Ungewöhnliche Schwierigkeiten bereitete den Athleten die Einbeziehung der sehr inhomogenen, wechselhaften und teils sehr starken Strömung von über 50 m pro Minute. Das war die Besonderheit schlechthin. Immerhin gab es im Mühlenberger Loch (Bezeichnung des Segelreviers) vor dem Hamburger Hafen einen Tidenhub von über 3 m auf Grund der Nordsee-Gezeiten. Das Wasser strömte ein und aus. Gesegelt werden konnte jeweils nur in der oberen Hälfte des Flutauflaufes bis ca. 2 Stunden nach Flutkenterung. Wer danach noch auf dem Revier verblieb (galt auch für Motorboote) hätte sich möglicherweise auf den Sedimentbänken bis zur nächsten Flut gedulden müssen.

Hier konnten die langjährigen Kadersegler aus dem Norden, die teils von Kindheit an häufig in Tiden-Gewässern gesegelt und trainiert hatten, unzweifelhaft gewisse Vorteile einbringen.

Philipp kam auch als ursprünglicher Binnensee-Segler mit der strömungsbedingten Taktik erstaunlich gut zurecht, vielleicht mangels der feineren Detailkenntnisse nicht gut genug. Schließlich lag er unter den insgesamt 45 Konkurrenten in den Zwischenwertungen ständig in den Spitzenpositionen zwischen zwei bis fünf.
Philipps gewichtigeres Problem war jedoch, dass er just bei den teils kräftigen Winden um 4 Bft seine Stärken nicht voll auszuspielen vermochte. E war über den gesamten Veranstaltungs-Zeitraum gesundheitlich so beeinträchtigt, dass er sogar auf den sonst so penibel beachteten Vorbereitungs- und Ausgleichssport aus Schonungsgründen lieber verzichten wollte.

Klar verdient trägt nun der Hamburger Tobi Schadewalt den Deutschen Meistertitel, bis er 2009 auf dem Großen Alpsee erneut unter der deutschen Laser-Elite ausgefochten wird. Vizemeister wurde Simon Grotelüschen (Lübeck). Somit standen dieselben Athleten auf den Medaillenrängen wie 2007 am Chiemsee, lediglich Buhl mit Schadewalt vertauscht. Erfreulich ist, dass sich heuer mit dem Nachwuchssegler Fabian Gielen (Rang 8, Lindau) noch ein weiterer bayerischer Segler unter den Top Ten behaupten konnte.
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