Gold für Philipp Buhl

Der neue Laser Europameister der Junioren heißt wieder Philipp Buhl
Der neue Laser Europameister der Junioren heißt wieder Philipp Buhl.
(Bild: Friedl Buhl)
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Danke an die Sponsoren und Förderer von Philipp Buhl!
Philipp Buhl macht das Unglaubliche wahr und führt mit seinem Team ein dramatisches Szenario zum erneut ganz großen Erfolg.

Mit souveränem Punktevorsprung und einem heiß erkämpften krönenden Wettfahrtsieg zum Abschluss macht Philipp Buhl den Titelgewinn bei der Junioren-Europameisterschaft der olympischen Laserklasse perfekt.

Sensationell zudem: Kein Laser-Nachwuchssegler hat jemals zuvor eine so konzentrierte und glänzende EM-Erfolgsserie vorgelegt: Zweifach Gold in Hyeres 2007, Silber in Douarnenez 2008 und jetzt erneut die Goldmedaille in Landskrona.

>>>>> Herzliche Gratulaltion dem Ausnahmesegler Philipp Buhl!! <<<<<

 (Landskrona / Schweden 02. / 09.08.2009 (Text und Fotos: fb))
Erklärtes Ziel des Vize-Europameisters von 2008 war es, den EM-Titel der Junioren bei seiner letzten Gelegenheit nochmals zu erobern. Mit dieser Vorgabe setzte er sich selbst vorab die höchste Hürde und musste mit ihr gegen 122 Athleten aus 28 Nationen mental und segeltechnisch klarkommen.
Das Segelrevier im schwedische Öresund (Meerenge zwischen Ostsee und Kattegat) stellt insbesondere wegen der schwierig nachvollziehbaren unregelmäßigen und teils starken Meeresströmungen höchste Ansprüche an die Großraumtaktik von Segler und Coach.

Das Team Buhl kam mit den Anforderungen von Beginn an gut zurecht.
Am ersten Tag beendete der Athlet vom Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) die Wettfahrten in seinem Fleet (Einteilung in zwei Gruppen von ca. 60 Booten) an vierter und sechster Position. Die Rangliste wurde von Kroatien und Polen angeführt.

Am Folgetag steigerte sich der Segler vom Alpsee mit zweimal Platz zwei und verbuchte die geringste Total-Punktezahl auf seinem Konto. Da nach der vierten Wettfahrt aber bereits ein Streicher für das schlechteste Ergebnis wirksam wurde, lag Buhl zunächst lediglich auf Rang vier. Die Führung übernahm die Niederlande durch Gijs Pelt.

Der dritte Wettkampftag bescherte erneut nur leichte Winde, die auch weiterhin angesagt waren – eine besonders schwierige Situation für den Buhl. Aufgrund seiner körperlichen Konstitution kann er seine Vorzüge erst ab mittleren Windstärken deutlich entfalten. Dennoch ist Buhl auch bei den Optimalbedingungen für die Leichtwindspezialisten eine hart zu knackende Nuss.
Im fünften Race passiert Buhl mit einem 17. Platz ein erster aber nur mittelmäßiger Ausrutscher, den seine Konkurrenten bereits früher und teils in ausgeprägterer Form auf ihren Konten hatten.
Eine eminent wichtige Eigenschaft von Buhl: Er kann schnell abhaken und sich wieder neu ausloten. Gleich anschließend (Race 6)trumpft er mit feinster Segeltechnik und einwandfreier Wind-Strömungs-Taktik auf und sichert sich seinen ersten und ersehnten Wettfahrtsieg bei diesem Event. Seinen Hauptwidersacher Michal Gryglewski (Polen) überholt er eindrucksvoll auf dem Down. Buhl rückte schließlich auf die zweite Position vor und damit dicht an die Ferse des Polen.

Zum Ausklang der Qualifizierungsserie (insgesamt 8 Races)am nächsten Tag gelangen dem Segler vom Alpsee erneut bei Leichtwind zwei Top Ten-Ergebnisse (ein achter und hervorragender dritter Platz). Damit verdrängte er Polen und die Niederlande von der Frontposition und übernimmt selbst die Führung in der Gesamtwertung - just zum Begin der Finalserie. Ab jetzt erfolgte die Gruppenteilung in Gold- und Silberfleet. Ab jetzt zählte jedes Ergebnis doppelt so wirksam.

Zur Freude von Buhl frischte am fünften Tag der Wind auf mittlere Stärken von 3 bis 4 Beaufort auf.
Die erste Tageswettfahrt endete nach einer überzeugenden taktischen Leistung mit einem fünften Rang. Buhl: „ Das bedeutet weitere Stabilisierung und ist voll okay!“.
Ausgerechnet jetzt, wo die Verhältnisse ihm entgegen kommen sollten, unterläuft ihm in der Folgewettfahrt ein schwerwiegender Startfehler, dessen Folgen sein taktisches Konzept samt Optionen schwer durchkreuzen. Ein 50. Platz ist das schmerzhafte Ergebnis. Trotzdem bleibt Buhl in Führung, da ab der zehnten Wettfahrt ein zweiter Streicher ansetzbar war. Er konstatiert: „… kein Beinbruch, aber das Schutzpolster ist weg.! Beunruhigend war nämlich, dass der Estländer Karlmartin Rammo als offensichtlicher Windspezialist sich mit zwei ersten Plätzen dich an Buhl herangearbeitet hatte.

Für den abschließenden Finaltag galt für Buhl nur noch „… kein Risiko scheuen, Vollgas geben und darf mir keinerlei größeren Fehler leisten!“. Buhl lag zwar in Führung, aber z. B. ein Frühstart oder ein falsches Wind-Strömungskonzept hätten jetzt das sichere Aus für den Titelgewinn bedeutet.
Der Segler vom Alpsee meistert die schwere mentale Bürde ebenso souverän wie die segeltechnische. Mit gelungenem Start und der einer richtigen Seitenentscheidung rundet er bei mittelstarkem Wind als Sechster die erste Bahnmarke und segelt sich bis ins Ziel an die Bestzeit. Mit diesem Goldfleet-Sieg wächst sein Vorsprung auf satte 31 Punkte.
Die spannende Partie war allerdings noch nicht zu Ende, das Rennen um die Medaillenplätze noch offen, denn die letzte Finalwettfahrt stand noch bevor. Infolge intensiver Thermikentwicklungen über Land flaute der Wind ein gutes Stück ab und war sehr richtungsschwankend. Die Wettfahrtleitung wartete ab.
Jetzt entstand für die Trainer eine dicke Aufgabe, wie jeweils am frühen Vormittag vor dem ersten Start. Niemand wusste wohl so recht und sicher, ob und in welcher Weise sich die instabilen Windverhältnisse evtl. stabilisieren und wie dann ggf. der starke windunabhängige Meeresstrom konzeptionell zu berücksichtigen ist.

Die verstreichende Zeit arbeitete für Buhl. Schließlich sollte es zur Anwendung und Bewährung der aufgebauten Taktikvarianten nach über zweistündigem Abwarten, Beobachten und Messen nicht mehr kommen. Im Hinterland braute sich auch noch ein Gewitter zusammen und schließlich rückte die Endzeit (15:00) immer näher.

Nachdem die polnische Wettfahrtleitung die Wartezeit aufs Äußerste ausgereizt hatte, besiegelten die Abbruch-Signale auf dem Regattaschiff den endgültigen Sieg.
Philipp Buhl ist europaweit neuer Junioren-Champion in der olympischen Laser-Klasse!! Er gewinnt erneut die Goldmedaille und verbucht damit zum dritten Mal in Serie einen hochrangigen internationalen Meisterschaftserfolg.

Silber sicherte sich Gijs Pelt aus den Niederlanden, Bronze ging an den Polen Wojiech Zemke. Das zweitbeste deutsche Ergebnis erzielte der Berliner Johannes Glitzky (17.).
Sieger der parallel veranstalteten Senioren-EM wurde Titelverteidiger und Olympiasieger Paul Goodison aus England vor Javier Hernandez (Spanien) und Pavlos Kontides (Cypern).


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