Semaine Olympique Francaise, Hyeres, 2009

Startphase des Medal-Race
Startphase des Medal-Race der Laser beim ISAF Sailing Worldcup in Hyeres. Von rechts: Stipanovic (Croatien), Philipp Buhl (Deutschland) und Sandall (Neuseeland).
Für alle drei endete wegen OCS das Rennen bereits an der Luvtonne. (Bild: Durand / Veranstalter)
 
Hervorragender Weltcup-Einstieg für Philipp Buhl.
Medal-Race-Qualifikation geschafft und Platz 9 gesamt.

Der Sonthofener Laser-Segler Philipp Buhl demonstriert bereits mit Beginn der neuen Saison hervorragende Leistungen. Er sicherte sich beim hochrangigen ISAF Sailing Worldcupcup-Regatta „Semaine Olympique Francaise“ (SOF) an der Cote d’ Azur mit dem neunten Rang das Ticket ins Topfinale (Medal-Race, Abschluss-Race der besten Zehn). Am Start waren insgesamt 140 Konkurrenten aus 42 Nationen.
Dabei zählt Buhl in der olympischen Laser-Klasse noch zu den Junioren und gilt in der Weltcup-Szene aus vorwiegend Profiseglern als Newcomer. Nichtsdestotrotz besiegte der Athlet des „Bayern Sailing Team 2012“ jeden der 140 Athleten in mindestens einer von insgesamt zehn Wettfahrten und darunter beispielsweise auch Welt- und Europameister Tom Slingsby (Australien) und Olympiasieger Paul Goodison (England).
(Palma de Mallorca, 05./10.04.2009 und Hyeres, 19./24.04.2009 (Text: fb))
202Bereits bei der vorangegangenen Weltcup-Regatta vor Palma de Mallorca machte der Segler vom Immenstädter Segelclub (SCAI) mit einigen guten Einzelergebnissen (Ränge 3, 13 und 15) auf sich aufmerksam. Insgesamt reichte es ihm dort bei der „Princess Sophia Trophy“ auf den 37. Patz unter 134 Booten. Buhl meinte hierzu, für die erste Saisonsregatta und somit die Aufbauphase der Wettkampfform sei er mit diesem Ergebnis recht zufrieden.

Nun konnte das Nachwuchstalent bei der SOF im französischen Hyeres seine Form beachtlich steigern. Im ersten Qualifying-Race setzte Buhl einen Paukenschlag. Er verfehlte nur knapp den Sieg. In den Wettfahrten der Folgetage, meist bei Seabreeze von leichter bis mittlerer Stärke um 2 - 3 Beaufort, erzielte der Oberallgäuer in konstant guten Leistungen fast ausschließlich Top Ten-Resultate. Damit schaffte er nach dem sechsten Qualifying-Race souverän das Goldfleet (hier bestes Drittel mit 47 Athleten). Zudem führte er die deutsche Laser-Flotte an, von der nur noch der Hamburger Profisegler Tobi Schadewalt das erste Drittel erreichte.

In der anschließenden Finalserie über 4 Wettfahrten mischte der Segler vom Alpsee weiterhin vorne unter den Weltbesten mit und stabilisierte seine Position unter den Medal-Race-Kandidaten. Am letzten Tag des Finales gelang noch einem hervorragenden vierten am Vortag nochmals ein achter Rang, aber auch ein 32. Platz (wurde Streichergebnis) war zu verkraften. Buhls Tagesresümee: „Alles super!“ Er hatte nach zehn Wettfahrten schließlich das Traumziel Medal-Race erklommen und durfte sich somit am Folgetag in einem Showkampf mit den Besten matchen.

Freitag, Tag des Regatta-Höhepunktes – Medal-Race: Das Meer wartete mit kräftigem auflandigem Wind der Stärke 5 Beaufort und hoher Welle auf. Dies bedeutete für die Seglerauslese neben der hohen mentalen Anforderung auch eine fast schon extreme athletische Herausforderung. Das Medal-Race wird auf kleineren Kurs in Hafennähe ausgetragen, damit auch das Publikum von den Molen aus das Geschehen live miterleben kann.
Für Philipp Buhl sollte es keinen krönenden Abschluss in diesem heiß ersehnten Highlight geben. Mit dem berühmten Quäntchen Glück hätte er vielleicht noch das „i“-Tüpfelchen auf das über vier Tage so gelungene Event draufsetzen können. Es kam anders. Buhl musste – fast gezwungenermaßen – in einer Dreiergruppe vermutlich nur Sekundenbruchteile zu früh anziehen und fabrizierte zusammen mit den zwei anderen prompt einen Frühstart. Buhl: „War erst mal traurig. Kehrte dann aber doch sehr zufrieden in den Hafen zurück.“ Tatsächlich schmälerte das unglückliche Ereignis die sehr positive Gesamtbilanz über fünf anstrengende Wettkampftage nicht. An seiner neunten Gesamtposition änderte sich nichts.

Gewonnen hat die Regatta Paul Goodison (England) vor Maxim Semerkhanov (Russland), Matias Del Solar (Chile) und Tobi Schadewaldt (Germany).
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