Nächste große Hürde: ISAF World Cup, Hyeres

Für Lasersegler Philipp Buhl stehen in Hyeres hohe Hürden
Für Lasersegler Philipp Buhl stehen in Hyeres hohe Hürden. Dies nicht zuletzt wegen seiner eigenen hohen Erwartungshaltung. Aber der Newcomer in der Profiszene segelt bei diesem hochrangigen Weltcup-Race eben auch gegen 140 Konkurrenten aus 42 Nationen und vor allem gegen die besten Laser-Athleten der Welt. (Bild:fb)

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Die nächste große Hürde nach Palma steht für Philipp Buhl an der Cote d' Azur. Das ist für den Segler vom Alpsee zwischenzeitlich ein lieb gewonnenes Revier, wo er sich offensichtlich besonders wohlfühlt und unvergessliche Erfolge verbuchen konnte.
Ab heuer hängt die Messlatte für Philipp dort jedoch noch deutlich höher. Denn er feiert hier Premiere beim hochkarätigen ISAF World Cup Event "Semaine Qlympique", wo kaum welche der Weltbesten fehlen.
Am Start sind 140 Athleten aus 42 Nationen.

 (Hyeres, 18./24.04.2009 (Text und Bild: fb))

1. Wettfahrttag: Qualifying Races 1 und 2:
Wie bei der "Pricess Sophia" vor Palma gelingt es Philipp Buhl am ersten Wettfahrttag, in einem noch konkurrenzstärkeren Feld beachtlich aufzutrumpfen. Er erkämpft sich einen 2. und 10. Platz und belegt nun im Zwischenklassement den hervorragenden 8. Rang.

scai-logo-80pEin erster Wettfahrtsieg, und das gleich zu Beginn bei einem so hochkarätigen Event, blieb dem SCAI-Segler zunächst noch knapp verwehrt.
Buhl verwies aber im Tagesresultat eine Reihe von Weltklasseseglern auf die Plätze und führt vorerst die Gruppe seiner deutschen Kollegen an.

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2. Wettfahrttag: Qualifying Races 3 und 4
Philipp Buhl, DSV-Segler und Mitglied im Bayern Sailing Team 2012, kann sich über die Fortsetzung seines Einstiegs-Erfolges von gestern freuen.

Mit den Rängen 10 und 7 stabilisiert er seine ausgezeichnete Top Ten-Position, jetzt auf Rang 5. Nach wie vor führt Junior Philipp Buhl in Hyeres die deutsche Laserflotte an, wobei der jahrelange deutsche Profisegler Tobi Schadewaldt ebenso auf der Erfolgsspur gleitet.

Buhl berichtete von Speed-Potential an der Kreuz, das er irgendwie bei 2-3 Bft und relativ großer Welle nicht optimal entfalten konnte. Ein verlorenes Gefecht in einem Startpulk versetzten ihn bei der 1. Wettfahrt zunächst jäh in den Background des Feldes. Doch am Ende war Buhl erstaunlicherweise 10.
Das meiste hat er natürlich sehr gut gemeistert. So auch seinen Start im 2. Race. Von Black Flag unbeeindruckt, gelang dem Risikofreudigen ein Raketenstart aus der Mitte. Wenn hier nicht die etwas bremsenden Kreuzkurse gewesen wären, ... Buhl querte schließlich die Ziellinie als Siebter - unmittelbar hinter dem Führenden, dem Weltmeister, dem Weltranglistenersten und amtierenden Olympiasieger Paul Goodison (England). Bei der 1. Wettfahrt gestern konnte der Sonthofener mit seinem Beinahe-Sieg den Engländer sogar schlagen.
Eine absolut überzeugende Leistung.
So könnte es weiterlaufen!

Mit den Mittwoch-Wettfahrten endet das Qualifying.


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3. Wettfahrttag: Qualifying Races 5 und 6
Philipp Buhl behauptet sich bei leichter Seebreeze um 2 bis 3 Bft auch nach dem 6. und letzten Qualifying-Race in der Spitzengruppe der besten Zehn.
Dazu verhalf ihm ein 5. Rang einer glänzende letzte Tageswettfahrt.
Zuvor brockte ihm ein nicht einwandfreier Start einen Rückstand bis zur etwa 30. Position an der 1. Luvmarke ein. Durch eine gute Taktik holte Buhl wieder auf und querte schließlich als Zwanzigster das Ziel. Dieser Platz wurde sein Streicher. Damit waren alle 5 gewerteten Qualifizierungs-Wettkämfte Top Ten-Resultate.

Mit Rang 10 in der Zwischenbilanz hat sich Buhl nun souverän für das Goldfleet qualifiziert. Hierin kämpft in den nächsten 2 Tagen das beste Drittel (ca. 47 Segler)im Finale um die Plätze.

Die große Frage: Wer wird am Donnerstag für das Medalrace qualifiziert sein. Für Spannung ist gesorgt. Qlymiasieger Goodison führt und unter den besten 10 sind derzeit 6 verschiedene Nationen vertreten. Deutschland zweifach - mit Philipp Buhl und seinem Kaderkollegen Tobi Schadewalt (Hamburg).

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4. Wettfahrttag: Finale Races 7 und 8
"Alles super!", so überschreibt Philipp seine Tageszusammenfassung. Nach dem ersten Finaltag kann man nur sagen: Von einem Junior kann man in einem so leistungsdichten Umfeld die erbrachten Leistungen schlechthin gar nicht erwarten.
Buhl erzielte zunächst Rang 22 (im Goldfleet gut) sowie die herausragende Position 4 und überholt damit in beiden Final-Wettbewerben z. B. den amtierenden Olympiakönig und hier noch führenden Goodison. Kaum ein Segler der internationalen Spitzengruppe hat heute wesentlich bessere Tagesleistungen vorzuweise als der Alpsee-Segler. Das ist fast unglaublich. Ein Beispiel, wie schnell man hier nach hinten gespült werden kann: Medalrace-Teilnehmer in Palma und Juniorenweltmeister Kontides ist zurzeit 59. und nicht im Goldfleet.

Der Ausnahme-Nachwuchssegler Buhl drängte sich in der Spitzengruppe der besten Zehn wieder ein Stück nach vorne auf den 7. Rang. Kaderkollege Schadewalt verliert leider den Boden des Spitzenfeldes und Philipp führt jetzt wieder die Deutsche Flotte an.

Es herrschte Seebreeze der Stärke 2-3 Bft. Dieser Wind weist in Almanarre verschiedene Facetten und feine wechselnde Unterschiede auf, die es großraumtaktisch grundsätzlich und während dem Geschehen schnell zu erfassen und auszuwerten gilt. Sonst hat man hier keine Chance. Aber auch die sonstigen zahlreichen Komponenten des Segelns dürfen kaum zu wünschen übrig lassen, will man in der Gesellschaft der Weltbesten präsent sein.

Morgen, am Donnerstag, finden zum Ausklang des Openings die letzten zwei Final-Races statt. Es wird erneut Seebreeze erwartet.

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5. Wettfahrttag: Finale Races 9 und 10
Wind mit einer stärkeren DrehungLaser-Athlet Philipp Buhl verbucht einen sensationellen Erfolg am letzten Finaltag. Er qualifiziert sich nach 10 Wettfahrten mit einer glänzenden Leistung auf Rang 9 und somit für das Medal-Race. Mit diesem Ticket wird das Oberallgäuer Nachwuchstalent morgen erstmals in einem Weltcup Topfinale gegen die internationale Spitzengruppe der olympischen Laserklasse matchen.

Bei Seebreeze um 3 Bft gelang Buhl im 3. Finalrace Rang 8 und schob sich im Gesamtranking nochmals um einige Plätze nach vorne auf die 5. Position. Der Punktabstand der Nachfolgenden war außerordentlich knapp, so dass für Spannung und Anspannung gesorgt war.

In der abschließenden Wettfahrt hat ´der Wind offensitlich mit einer stärkeren Drehung auch eine Reihe der sehr gut Platzierten überrascht. Auch Buhl belastete sein Punktekonto ausgerechnet in diesem letzten Wettkampf noch mit einem 32. Rang. Aber dieses schlechteste Ergbnis wurde jetzt sein Streicher, und er öffnete sich schließlich aufgrund seiner durchwegs guten bis sehr guten Ergebnisse das Tor zum morgigen Fight der besten Zehn.

Erwartet wird böiger Wind von 4-5 Bft aus Ost und damit auch eine relativ höhere Meerwelle in der Bucht von Almanarre.

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6. Wettfahrttag: Medal-Race
Zum Ausklang einer Erfolgsserie konnte Philipp Buhl seine bis dato erbrachten Glanzleistungen nicht mehr topen. Sein erstes Medal-Race bei einer Weltcup-Regatta endete leider jäh. Buhl wollte gegenüber der mächtigen Konkuurenz bei allem Respekt keinesfalls klein beigeben. In einer Dreiergruppe zog er Sekunden vor dem Start mit und offensichtlich zu früh über die Startlinie. Philipp: "Ich musste und wollte Risiko eingehen. Dass es ein Frühstart wird, hätte ich zunächst nicht gedacht, wusste aber beim zweiten Warnschuss fast sicher, dass ich dabei sein müsste." Nach mehreren Sekunden voller Fahrt wieder zurücksegeln und dann hinterher wollte er nicht, stattdessen lieber sehen, was hier möglich gewesen wäre. Bei 4-5 Bft und hoher Welle war er schnell und an der Luvmarke Dritter. Segeln sei jedoch mit den Gedanken an wahrscheinlichen Frühstart nicht optimal möglich, so Philipps Feststellung. Die Unsicherheit über Frühstart erledigte sich nach dem Runden der Luvtonne. Buhl wurde zusammen mit Sipanovic (CRO, bis dato 2.) und Junior (NZL) vorzeitig aus dem Rennen gewiesen. Das war's für Buhl am Tag des Höhepunktes.

Das verlorenen Schlussmatch ist die eine Sache. Ohne Risiko eben kein Erfolg. Und es geht eben nicht immer gut. Das ist auch Teil des Leistungssport aber gleichzeitig auch Element des langen Lern- und Erfahrungsprozesses auf dem Weg nach oben.

Der Neuling in der Profiszene wird's verschmerzen können. Über eine Serie von 10 Wettfahrten verbleibt nämlich eine Glanzleistung: Rang 9 bei einer Weltcup-Regatta mit sehr hochkarätiger Besetzung. Anders beleuchtet: Philipp hat hier jeden der 140 Konkurrenten mindestens einmal besiegt. Oder: Er hat die Segler aus 36 Länder auf die Plätze verwiesen.

Sieger der SOF 2008 wurde Paul Goodison (England) vor Maxim Semerkhanov (Russland) und Matias Del Solar (Chile).
Über eine Topleistung kann sich auch der norddeutsche Tobi Schadewaldt mit seinem Sieg im Medal-Race und 4. Platz insgesamt freuen. Mit ihm und und dem bayerischen Segler Philipp Buhl gleich 2 Deutsche in der Spitzengruppe vorweisen zu können, ist in diesem Leistungslevel sicher kein alltägliches Ereignis.

Philipp lässt vom Wettkampfort Hyeres/Almanarre an der Cote d' Azur alle seine Partner und Fördere, Fans und Gönner herzlich grüßen.

scai-logo-80pDas war's von dieser Stelle.
Ein zusammenfassender Bericht folgt.
Ihr Berichtverfasser: Friedl Buhl
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