Philipp Buhl vor Palma in den Startlöchern

Letzter Trainings-Feinschliff und abschließende Vorbereitungen von Philipp Buhl für seinem ersten internationalen Weltcup-Auftritt und den Einstieg in die Segelsaison 2010.

5. Tag: Teils unglücklicher Verlauf, aber mit Endergebnis (Rang 12) überaus zufrieden.
4. Tag: Herausragende Wettfahrtleistung! Weiter auf Erfolgskurs.
3. Tag: Bis 15 Uhr wegen extremen Bedingungen Startverschiebung
2. Tag: Buhl stabilisert gute Ausgangsbasis.
1. Tag: Mit den Plätzen 16 und 12 zufriedenstellender Einstieg.

 

 

(Palma, 28.03/02.04.2009 (Text und Bilder: fb))
Zwischensaison und die letzten Tage vor dem Saisonsauftakt:

In zwei Tagen ist es soweit. Mit der „Princess Sophia Trophy“ nimmt die erste Weltcup-Regatta in Spanien ihren Verlauf. Philipp Buhl ist dabei und mit ihm 145 Topsegler aus 36 Nationen. Damit verzeichnet die olympische Laser-Klasse der Männer erneut einen Spitzenwert an internationaler Konkurrenz und der traditionelle Auftakt in Spanien fast alle berühmten Namen unter den Laser-Athleten.
Dennoch will Segler Buhl vom Immenstädter Segelclub SCAI locker und gelassen an den Start und sich keinerlei unnötigen Druck aufbauen. Er vertraut auf sein umfangreiches und für Segler recht untypisches Zwischensaisaonstraining und will schließlich mit dem ersten Weltcup-Event die Messlatte an die Entwicklung seine Formkurve anlegen.

skifahren-phibuhDer Oberallgäuer hat sich über den Winter akribisch und professionell auf die Saison 2010 vorbereitet. Sein Training verlief erneut in einer für ihn sehr bewährten Art und Weise. Nicht Segeln in den wärmeren Regionen dieser Erde stand schwerpunktmäßig auf seinem Programm, sondern ein vorübergehender Rückzug von seiner sportlichen Hauptdisziplin in Verbindung mit vielgestaltigen Trainingsinhalten, wozu das heimatliche Oberallgäu exzellente Möglichkeiten zu bieten hat.

Dazu zählt für Philipp natürlich auch der alpine Skisport, genauer gesagt, Skirennsport und die entsprechenden Trainings. „Für mich ist das ein optimales Bewegungstraining und ebenso beste mentale Schulung“, stellt er überzeugt fest. Beides sei bei den Segelwettkämpfen von großer Bedeutung und stellt damit wertvolle Komponenten bei der konditionellen Vorbereitung dar.

Nach einem Wassertraining in Südfrankreich bereitete sich Buhl nun über mehrere Wochen am ersten Wettkampfort auf der Baleareninsel Mallorca in vor. Erfolgsdruck gebe es für ihn hier in Palma noch nicht. Dennoch schwingt bei ihm natürlich immer eine gehörige Portion Ehrgeiz mit. Und ganz sicher will er über den ersten Leistungspunkt seiner Formkurve im Vergleich zu seinen internationalen Konkurrenten zufrieden sein können.

 

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1. Tag (Sonntag), Qualifying-Races 1 und 2
Die Bucht vor Palma erwartete die Segler zum Auftakt mit Sonnenschein und leichtem thermischem Seewind der durchschnittlicher Stärke von 2 Beaufort, eine freundliche Einladung insbesondere für die Leichtwindexperten Die Segler wurden in zwei Gruppen eingeteilt, wodurch bei der großen Teilnehmerzahl große Felder entstanden.

Philipp Buhl kommt mit den Bedingungen des Leichtwindes und der Windtaktik unter dem Strich gut zurecht. Auch seine Starts funktionieren voll zufriedenstellend. „Ich bin mit meinem 16. und 12. Rang für den Anfang sehr zufrieden“, resümierte Buhl. Damit liegt er im Zwischenklassement auf dem 21 Rang.

Heute soll es erneut moderate Bedingungen mit Seabreeze-Einfluss geben.


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Alles weiterhin im grünen Bereich. So lässt sich für Philipp die Situation nach der 4. Wettfahrt zusammenfassend bewerten. Zwar stellten sich absolute Top-Platzierungen bislang noch nicht ein, dafür aber segelt Philipp stabil im Bereich der Top-Twenty und vermittelt das Gefühl, dass meist noch mehr und durchaus auch Spitzenergebnisse möglich gewesen wären.5909-2
So beispielsweise in der vierten Wettfahrt, als Buhl nach problematischen Windverhältnissen auf der Startkreuz auf eine Position über 30 zurückgeworfen wird. Er kämpft sich schließlich mit gekonnter Segeltechnik und gewagter kluger Taktik auf beiden Vorwindkursen um jeweils etwa fast unglaubliche zehn Positionen nach vorne und quert die Ziellinie als Zehnter.

Der Segler vom SCAI belegt nun den 19. Rang insgesamt, und es stehen ihm auch für einen sehr guten Ausgang des ersten Weltcups der Saison alle Tore offen.

Für den folgenden Wettkampftag soll erst einmal Schluss sein mit leichten bis mittleren Windstärken. Es kündigen sich kräftiger bis starker und böiger Großwetterlagenwind und hoher Wellengang an. Ganz sicher wird die Ergebnisliste damit massiv durchmischt werden. Philipp freut sich auf diese Herausforderung.


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3. Tag (Dienstag), keine Races

Es ist 14:30 Uhr. Bis 15 Uhr herrscht nach erneuter Entscheidung der Wettfahrtleitung Startverschiebung. Grund sind zu starker Wind aber auch problematisch hohe Wellen z. B. im Slipbereich (Sandstrand) der Laser. Das alles bei strahlend blauem wolkenlosem Himmel: Eigentlich ein Traum, aber für die Segler, Betreuer und Veranstalter auch Sorgen. Für späteren Nachmittag ist etwas nachlassender Druck angesagt, nach dem es im Moment noch nicht aussieht. Die Wahrscheinlichkeit von Wettfahrten heute schwindet somit leider zusehens.

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Es gab eine weitere Startverschiebung und schließlich um 16:00 Uhr das Abbruchsignal.

Dann entschieden wir zu einer Wind- und Wellentrainingseinheit. Philipp und wenige andere Lasersegler4 wollten diese nicht alltäglichen Segelbedingungen einfach auskosten und nutzen.
Bei einem letzten ausgesuchten Wellenritt in Richtung Sandstrand zum Slipareal verabschiedete sich nach einer Kenterung das Laser-Masttop – eines allerdings, das seine Dienste längst geleistet hatte. Vielleicht war dies eine notwendige und glückliche Materialbereinigung für den weiteren Wettkampf.

Für den nächsten Wettfahrttag prognostizieren die Wetterstationen leichten Wind, vermutlich ohne ausreichnd Sonne für eine Seabreeze. Es ist fast zu befürchten, dass nun wegen zu wenig Wind keine Wettfahrten gestartet werden können.


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4. Tag (Mittwoch), Final-Races 5 und 6

Allen Vorhersagen zum Trotz erwartet die Segler heute mäßiger bis frischer Wind, der erst zum Ende der zweiten Tageswettfahrt abflaut.img_6096-2

Philipp Buhl segelt nach den ausgefallenen Wettfahrten des Vortages bereits heute im Goldfleet. Ein 26. Rang im ersten Race entspricht sicher nicht ganz seinen Wunschvorstellungen, obwohl naturgemäß die Konkurrenz im Goldfleet etwa doppelt so geballt ist.
Dafür gibt es anschließend einen beeindruckenden Ausgleich. Buhl verpasst einen Sieg nur knapp um zwei Bootslängen. Dieses hervorragende Ergebnis erkämpfte er sich in einer mustergültigen Aufholjagt. Nach schwierigen großraumtaktischen Entscheidungen auf der Startkreuz rundet Buhl als 19. Auf allen weiteren sechs Kursabschnitten arbeite sich der SCAI-Segler kontinuierlich ein Stück nach vorne. Schließlich nimmt Buhl sogar auf dem relativ kurzen Halbwindkurs zum Ziel noch den WM-Bronzemedaillengewinner Nick Thompson (England) erfolgreich ins Angriffsvisier. Man durfte aufgrund Buhls stetiger Annäherung annehmen, dass für den knapp siegenden Spanier Joaquin Blanco das Ziel glücklicherweise nicht mehr weit war.

Im Gesamtzwischenklassement liegt Philipp Buhl nun an 17. Stelle und hat zum Zehntplatzierten nur einen Rückstand von zehn Punkten. Damit stehen ihm die Türen zu einem erfolgreichen Abschluss offen.
Zurzeit führen Javier Hernandez (Spanien) vor Tonci Stipanovic (Kroatien) und dem Vorjahressieger Nick Thompson aus England.

Für den Donnerstag ist mittelstarker bis kräftiger Wind angesagt.img_6720-2

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5. Tag (Donnerstag), Final-Races 7 und 8

Mit dem bisherigen 17. Rang verlief für den Weltcup-Segler Philipp Buhl bisher alles sehr zufriedenstellend. Seine Anmerkung hierzu: „Natürlich hat man dann auch das Medal-Race (Finale der besten Zehn) im Visier, wenn man sieht, es könnte möglich sein.“

In der 7. Wettfahrt kommt Buhl nach überzeugender Leistung mit einem siebten Rang der Teilnahme im Finale ein gutes Stück näher.

Die Folgewettfahrt ist von einer fünfminütigen irregulären Phase geprägt. Während der zweiten Hälfte der Startkreuz dreht nämlich der bis dato richtungsstabile Wind anhaltend ca. 20° nach links – absolut unvorhersehbar und einmalig an diesem Tag. Alle Segler auf der rechten Seite haben das endgültige Nachsehen. Auch Buhl ist dabei; er rundet als 52 und konnte bis ins Ziel nur noch wenige Plätze gutmachen. Dieses für ihn mit Abstand schlechteste Ergebnis wird zwar sein Streicher, aber dieser steht ihm somit an anderer Stelle nicht mehr nützlich zur Verfügung.

Die Wettfahrtleitung startet schließlich noch eine 9. Wettfahrt, als Ersatz für die zwei ausgefallenen Bewerbe. Philipp Buhl rundet als 15. auf die letzte Vorwindstrecke und kann hier bereits zwei bis drei Konkurrenten einholen. Dann das völlig Unverständliche. Die Wettfahrtleitung bricht ab, obwohl der abflauende Wind noch einwandfrei segelbare Verhältnisse (weit und breit gleichmäßiger Wind um ca. 5 Knoten) bietet. Ob die Entscheidung mit einer sehr schlechten Position des führenden Spaniers zusammenhing, kann nur vermutet werden. Viele sehen es so.
Für Buhl hätte das zu vermutende Resultat zwischen Position 10 bis 15 für den Einzug ins Finale höchstwahrscheinlich gereicht. Aber es sollte nicht sein. img_6729-3
Am Ende erreicht der Segler aus Sonthofen den 12. Rang und führt außerdem die Positionen der deutschen Segler klar an. „Auch wenn’s für das Medal-Race nicht gereicht hat, bewerte ich das Endergebnis als sehr gut und bin für den Saisonsanfang voll zufrieden.

Die Führungspositionen belegen Javier Hernandez (Spanien) vor Tonci Stipanovic (Kroatien) und Nick Thompson (England). Sie müssen sich allerdings mit den besten Zehn nochmals im Finale messen.

Philipp lässt vom Weltcup-Wettkampfort Palma / Mallorca alle seine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie seine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt seinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) herzlich grüßen.
Viele haben mir sicherlich wieder in bewährter Manier die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Danke! Es hat ganz sicher mitgeholfen.

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Vielen Dank für Fanpost – auch wenn ich nicht immer auf alle eine Antwort schreiben kann!

Das war’s vom Weltcup auf Palma de Mallorca.
Ein zusammenfassender Bericht folgt.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl

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