Philipp Buhl holt den IDM-Titel aus Hamburg zurück

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Auf seinem Heimatsee, dem Großen Alpsee, gelang ihm vor einem Jahr nicht ganz, was er gerne für seine Fans und sich erreichen wollte. Es gelangte ihm damals „nur“ für die Silbermedaille. Den Titel „Deutscher Meister im Laser 2009“ verpasste er knapp und musste ihn schmerzlich  nach Hamburg ziehen lassen. Die Rede ist von Laser-Segler Philipp Buhl (SCAI).

 

 

 
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Nun hatte er es fest im Visier und äußerte dies unverblümt: „Ich will die deutsche Krone  wieder ins Allgäu zurückholen.“ Schließlich hatte er den Titel bereits als 17-jähriger Junior 2007 am Chiemsee spektakulär gewonnen und dabei die arrivierten Kadersegler aus dem Norden geschockt. Sie kannten damals den Steilstarter aus Bayern nur von seinen unübersehbaren Jugend- und Junioren-Erfolgen. Und dann war er plötzlich als ihr Konkurrent aus dem Background ganz nah da.  

 

(Hamburg, 30.09./03.10.2010  (Text und Bilder: Friedl Buhl)

Was Buhl nun in Hamburg auf der Außenalster bei der diesjährigen IDM schaffte, war außerordentlich. In 13 Wettfahrten über vier Tage ersegelte sich der nebenbei studierende Sportsoldat bei durchwegs mittleren bis kräftigen, aber äußerst drehenden und böigen Winden fünf Einzelsiege. Zweimal konnte er sich als Tagesbester präsentieren. Sein schlechtestes Ergebnis war nur ein zehnter Platz. Er hätte somit ohne Streicher des schlechtesten Ergebnisses am Ende noch klarer dominiert. Eine so überzeugende Leistungskonstanz im vorderen Bereich bei diesen taktisch so schwierigen Windverhältnissen konnte  keiner aus dem Feld der 36 deutschen Topkonkurrenten vorweisen.

Das i-Tüpfelchen setzte Buhl allerdings, indem er über alle Wettfahrten in den fortlaufenden Zwischenklassements  immer dasselbe Bild produzierte: 1. Philipp Buhl. Er führte unangefochten.

Im doppelt zählenden  Finale (13. Wettfahrt, Medal-Race der besten Zehn), kam er jedoch in eine sehr beklemmende Situation, die ihn bei einem Haar um alles gebracht hätte. Der auf Goldkurs steuernde Segler vom Alpsee  geriet mit seiner risikovollen Taktik aufgrund eines sehr ungünstigen Winddrehers in bedrohlichen Rückstand (4. Platz an der Luvmarke) und büßte die Führung zwischendurch an seinen Hauptkontrahenten Simon Grotelüschen (Lübeck) ein. Jetzt waren mentale Stärke, kühler Kopf und ruhige Nerven gefragt. Buhl war so von seiner Reviertaktik überzeugt, dass er an ihr weiter festhielt.

Nach der zweiten Kreuz war der Kämpfer, dem der Titel in der Punkte-Zwischenrechnung bereits entzogen war, um einen Segler nach vorne gesprungen und nahe an Hauptgegner Grotelüschen dran. Dazwischen segelte noch der Hamburger Stefan Hoffmann.

Buhl musste  mindestens unmittelbar hinter Grotelüschen liegen, um wieder Titelkurs zu steuern. Hoffmann musste (so Buhls letzter Plan) irgendwie dazwischen entfernt werden. Viel Zeit bliebt nicht mehr. Ein spannender Showdown war nun für die Zielkreuz programmiert.

In einem von Buhl getriggerten beeindruckenden Wendeduell näherte er sich unaufhaltsam seinem Angriffsziel Grotelüschen, der seinen Angreifer natürlich in permanente Abdeckung zu nehmen versuchte. Dieses Match verriegelte die Lücke zwischen den beiden Hauptdarstellern zusehens.

Hoffmann machte das Seine richtig; er war kein Faktor um den Titel. Er sah und nutzte nur seine Medal-Race-Siegchance – sozusagen als lachender Dritter, während die Goldanwärter einen erbarmungslos Fight austrugen.

Grotelüschen passierte das Ziel schließlich als Zweiter und Buhl (3.) keinen halben Meter  dahinter. Er hatte es damit geschafft, nicht nur den Titel erneut zu gewinnender, sondern über den gesamten IDM-Verlauf seine Hand über ihm zu halten, ihn in der letzten Wettfahrt aus seinem Griff zu verlieren und ihn in allerletzter Minute doch wieder zurück zu erobern.

Der Oberallgäuer kann die Laser-Trophäe wieder an den Alpsee zurückbringen, und er geht erneut in die Analen der Träger Deutscher Meistertitel der olympischen Laser-Klasse ein. Die Silbermedaille ging an Grotelüschen, Bronze an Malte Kamrath (Berlin), und mit dem unglücklichen Vierten musste Frithjof Schwerdt (Berlin) Vorlieb nehmen. Buhl bei der Siegerehrung: „Ich bin sehr glücklich über den Titelgewinn. Mein Respekt gilt auch den seglerischen Leistungen meiner Konkurrenten“.

Eine hervorragende Leistung  lieferte der 17-jährige bayerische Nachwuchssegler Sebastian Bühler (DTYC) mit seinem sechsten Platz bei seiner ersten Laser Senior IDM ab. Neben zahlreichen Top Ten-Ergebnissen gewann er sogar ein Race und wurde zweimal Zweiter. Damit konnte ihm kein Konkurrent seines Alters das Wasser reichen.

Mit der IDM-Goldmedaille krönte der 20-Jahrige vom Segelclub Alpsee Immenstadt seine nun abgeschlossene Saison 2010. „Sie hätte für mich nicht besser verlaufen können. Bin mit allem sehr zufrieden!“, resümierte  Buhl. Er bestätigte mit diesem Erfolg in Hamburg nochmals, dass er zurecht im Verlaufe der Saison an die Nummer 1 der Deutschen Rangliste vorgerückt ist. Im internationalen Ranking liegt das  Mitglied der Deutschen Nationalmannschaft bereits an Position 14 und rangiert somit in der Gruppe der weltbesten Laser-Athleten.


 

 

          

 

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