Weltcup-Silber für Philipp Buhl nach grandiosem Kampf

Philipp Buhl rast mit faszinierendem Abstand und unaufhaltsam als Sieger ins Ziel. (Bild: F. Buhl)

In Kiel unübertrefflich spannendes Duell zwischen Buhl und Grotelüschen.

In der Laser-Klasse erlebt Deutschland bei der Kieler Woche einen spannenden Kampf um die Weltcup-Medaillenplätze, wie nie zuvor .

 

 


 


 
 

 

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Dazu trug entscheidend der erst 21-Jährige Weltcup-Youngster Philipp Buhl bei. Er erkämpfte sich auf der Kieler Außenförde bei sehr harten Bedingungen über neun Wettfahrten an fünf Tagen souverän die Silbermedaille. Gold musste er am Ende seinem Lübecker Kaderkollegen Simon Grotelüschen überlassen. Er hatte er im Finale das Ziel um nur wenige Meter vor dem Allgäuer erreicht. Bronze ging an Josh Junior aus Neuseeland.

 

 

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(Kiel, 18./22.06.2011 (Text, Bilder: Friedl Buhl)

Beim Kieler Weltcup galt es für die deutschen Topathleten, die zweite Stufe der Olympia-Qalifikation effektvoll zu zünden. Dies gelang Buhl im Laser von Anfang an. Mit zwei Wettfahrtsiegen und ansonsten nur Top Ten-Plätzen sicherte er sich in der Qualifikationsserie hinter dem Neuseeländer Junior Rang zwei.

Der Sonthofener zeigte auch in der Finalserie (Wettfahrten im Goldfleet. Hier besten Hälfte der insgesamt über 100 Athleten) gute Nerven sowie ein seglerisch und physisch überzeugendes Leistungsvermögen. Bei drei außergewöhnlich lang ausgelegten Wettfahrten und starkem Wind sicherte sich der Segler vom Alpsee einen souveränen Sieg sowie einen zweiten und zehnten Rang. Dieser Zehnte ist zwar im Goldfleet ein noch guter Platz, aber für Buhls hohe Zielsetzungen sollte sich dieser kleine Ausrutscher später doch als gewisses Hemmnis erweisen. Sein deutscher Kontrahent Grotelüschen segelte diese Finalwettfahrten ohne einen Patzer und lag damit um zwei Punkte vor Buhl in Führung.

 

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Am letzten Tag der Fleetraces gab es wegen Leichtwindverhälhnissen zwei abgebrochene Wettfahrten und somit keine weiteren Ergebnisse. Völlig unverständlich war und blieb, warum die Wettfahrtleitung die erste Wettfahrt beendete, obwohl der etwas abflauende Wind mit minimal 5 Knoten Geschwindigkeit zu einem Abbruch keinerlei Anlass gegeben hatte. Bald legte der Wind sogar wieder etwas zu. Die ISAF-Regeln geben lediglich ein Startverbot bei weniger als 4 Knoten vor. Zum Zeitpunkt des Abbruchs lag Buhl 19 Plätze vor seinem Hauptgegner Grotelüschen. Zwischen den beiden war nun ein Finale-Duell um Gold und Silber und schließlich einen gewissen Punktevorsprung für das Qlympia-Qualifikationskonto entbrannt.

 

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Diesen krönenden Wettkampf der besten Zehn, das Medalrace, gestalteten die beiden Deutschen als eines der spannendsten Duelle, die während der Kieler Woche je zu erleben war. Das im Internet zu sehende satellitengestützte Live-Tracking (aufrufbar unter  http://www.kieler-woche.de unter Ergebnisse und Laser Medal) zeigt es ganz genau:

Grotelüschen gewinnt und segelte somit das bessere Finale aber Buhl (Zweiter) das genialere. Er riskiert am Start etwas weniger, erleidet dadurch schmerzlichen Rückstand und war somit nur Achter an der ersten Bojenrundung. Auf dem folgenden Vorwindkurs kämpft sich Buhl mit erstaunlichem Speed an die dritte Position vor (Rückstand noch ca. 20 m). Mit kluger Gegnertaktik dringt er auf dem zweiten Kreuzkurs unaufhaltsam weiter nach vorne und kurzfristig sogar auf nur mehr Minimal-Rückstand von 0 bis 2 m zu Grotelüschen. Die acht weiteren Medal-Racer aus sieben Nationen haben von jetzt an mit dem Sieg in diesem atemberaubenden Match praktisch nichts mehr zu melden. Auf der letzten Vorwindstrecke schafft es der Allgäuer nicht mehr, seinen führenden Kollegen aus dem Sailing Team Germany zu übertrumpfen. Buhl muss sich um nur zwei Bootslängen geschlagen geben und gewinnt „nur“ die Silbermedaille. Grotelüschen holt die goldene.

 

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Was die Qlympiaqualifikation anbetrifft, haben Buhl und Grotelüschen ein ordentliches Punktepolster. Der dritte deutsche Laser-Olympia-Kandidat, Malte Kamrath aus Berlin, ist mehr oder weniger aus dem Rennen. Da die Segler der großen Erschwernis unterliegen, dass nur einer pro Nation und Disziplin zu den Spielen darf, sind Buhl und Grotelüschen zu harten Gegner um das Ticket geworden. Buhl: „Wir werden trotzdem an Land freundlich und respektvoll und während des Wettkampfes fair miteinander umgehen.“ Der Norddeutsche hat die Nase in der Quali-Bilanz etwas vorne, aber Buhl sieht es so: „Die jetzt entscheidende WM ist ein neuer Wettkampf mit teils ganz anderen und noch mehr Einflussfaktoren. Und für Simon und mich wird der Wettlauf praktisch nochmals von vorne beginnen.“ Für Hochspannung um den letztendlichen Kandidaten für London / Weymouth 2012 ist also bereits heute gesorgt, wenn es Ende des Jahres an der windreichen australischen Westküste vor Perth / Fremantle um die endgültige Ausscheidung geht.

 

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