Philipp Buhl hat’s auch im Flying Dutchman drauf!

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Philipp Buhl / AdalbertNetzer (SCAI) auf dem Weg zu ihrem größten Erfolg im Flying Dutchman: Platz 6 und beste deutsche Mannschaft bei der WM auf dem Gardasee.         (Bild: Coletta Buhl)

 

 

Buhl / Netzer bei WM Platz 6, bestes deutsches Team und noch mehr

Auf die Laser-EM in Finnland hatte Weltcup-Segler Philipp Buhl verzichtet. Er hatte wohl überlegte Gründe: „Nach dem Weltcupfinale und der anstrengenden Vorrunde der Olympiaquali brauchte ich dringend Abwechslung und entspannendes Wettkampfsegeln auf hohem Niveau.“ Dazu bot sich ihm als FD-Kenner von Kindheit an die WM in der Flying Dutchman-Klasse auf dem Gardasee natürlich bestens an. Es hat sich für ihn und seinen Vorschoter Adalbert Netzer aus Immenstadt gelohnt.

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Mit dem über 26 Jahre alten FD seines Vaters schrieben Buhl und Netzer eine Erfolgsstory, wie sie sich keine schönere hätten wünschen können. Über neun Wettfahrten und unter 130 Mannschaften aus 22 Nationen belegten sie den sechsten Platz. Damit führen die beiden Allgäuer auch das starke deutsche Teilnehmerfeld an. Und mehr noch: Für ihren Club erkämpften die beiden vom Immenstädter Segelclub SCAI das hochkarätigste Ergebnis, das je ein Team aus seinen eigenen Reihen bei einer WM erringen konnte.
Der Immenstädter Peter Lang gewann vor über 20 Jahren den FD-WM-Titel mit Steuermann Albert Bazil vom Bodensee. Buhl / Netzer topten mit ihrem jetzigen WM-Erfolg auch das SCAI-Erfolgsteam Helmut Löther / Michael Klawitter, die 2004 vor Warnemünde Neunte wurden. 
 
Vorschoter Bene Wiedemann kam als Vorschoter mit Steuermann Stefan Beichl (Ammersee) auf den sehr beachtlichen zwölften Rang.

 

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(Malcesine / Gardasee / Italien, 03./09.07.2011,   (Text und Bilder: Friedl Buhl))

Da ein so großes FD-Feld unter reellen Bedingungen nicht zu starten ist, wurden die Mannschaften in vier Gruppen und zwei Fleets unterteilt. In jedem Fleet (ca. 65 Boote) segelten während der sechs Qualifying-Races zwei durchgetauschte Gruppen gleichzeitig. Auf dem nördlichen Gardasee erwartete die Segler vorwiegend der berühmte Südwind (Ora) um 3 bis 4 Beaufort. Diese stellt bei Malcesine, wo sich der See mehr öffnet, wesentlich diffizilere und komplexere Anforderungen an Reviertaktik als es weiter im Norden Richtung Torbole der Fall ist.

Mit einem Sieg gleich in der ersten Wettfahrt überraschte das zu diesem Event erstmals zusammen segelnden Team Buhl / Netzer mit einem „unüberhörbaren Paukenschlag“. Wer hier an einen Zufallstreffer glaubte (es waren sicher einige), irrte gründlich. Denn im Verlauf der Qualifizierungsserie aus insgesamt sechs Wettfahrten verschafften sich die Segler vom Alpsee rasch zunehmenden Respekt vor der Konkurrenz. Sie ersegelten meist Top Ten-Platzierungen und positionierten sich in den Zwischenklassements einmal an fünfter und zum Ende des Qualifyings an achter Position.

Wiedemann / Beichl qualifizierten sich als Elfte für das Goldfleet – ebenso eine sehr beachtliche Leistung.

Von jetzt an war es doppelt schwer, denn im Goldfleet fightet die beste Hälfte unter sich. Buhl / Netzer segelten gleich im ersten Final-Race ihr genialstes Rennen und erklommen erneut einen faszinierenden Zwischentriumpf. Nach schwierigem aber gut gelungenem Start (Startlinie war unmöglich ausgelegt) kämpften sie sich bei hohem Speed zügig mit der Weltelite an den Kopf des Feldes. Nach dramatischen und spannenden Positionswechseln, vor allem mit den in der FD-Klasse dominierenden Dänen Jorgen Bojsen-Moller / Jacob Bojsen-Moller waren Buhl / Netzer im Ziel bei fast einer Minute Vorsprung die souveränen Sieger. Damit gab es kein Team dieser WM, welches sie nicht geschlagen haben.

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Auch das zweite Final-Race ließ mit der siebten Position kaum Wünsche für die Allgäuer offen.

Statt möglicherweise eine Top-Abschlusswettfahrt hinzulegen, mussten sie wohl oder übel einen Broken Pech verdauen. Buhl / Netzer mussten im Hafen bleiben, konnten eine unumgängliche Reparatur (fortschreitender Riss im Ruderbeschlag) in der nur kurzen Wettfahrtpause nicht mehr abschließend reparieren. Sie durften dafür zusehen, wie Clubkamerad Wiedemann mit Beichl ein hervorragender vierter Platz gelang, und Bojsen Mollers unangefochten gewannen.

Obwohl sie wegen des DNC schmerzlich auf ein Verbesserungspotential verzichten mussten, schafften Buhl / Netzer ein sensationelles Gesamtresultat: Platz sechs und damit auch beste deutsche Mannschaft.
Das i-Tüpfelchen setzten zwei weitere Sonderpreise für das SCAI-Team: Gewinner unter den Mannschaften mit einem über 25 Jahre alten Boot. Und der 21-Jährige Buhl war bester Steuermann unter 26 Jahren.

Seglertalent Buhl unterstrich bei dieser WM am Rand seiner Hauptaktivitäten einmal mehr sein hochwertiges und universelles Segler-Geschick. Er stellte fest: „Es war für uns nicht nur großer Spaß und Wettkampfsegeln auf hohem Niveau, sondern speziell für mich auch ein hervorragendes Training für’s Laser-Segeln (Buhls erstrangige Sportdisziplin)“. Der Laser-FD-Spezialist fügt hinzu: „Gerade auch für die mentale Seite war es eine sehr wertvolle Übung. Denn bei all dem großen und bleibenden Respekt vor den Berühmten der Flying Dutchman-Klasse habe ich erfahren, wie wir auch sie erfolgreich attackieren konnten.“

Die neuen FD-Weltmeister 2011 in der ehemals olympischen Klasse heißen einmal mehr Szabbolcs Majthenyi / Andras Domokos. Die ungarischen Titelverteidiger schlugen die vielleicht erfolgreichsten FD-Segler aller Zeiten, Jorgen Bojsen-Moller / Jacob Bojsen-Moller (Dänemark), um winzige zwei Punkte. Jorgen hat im FD bei Olympia Gold (1988) und Bronze (1992) gewonnen und konnte später mit seinem heutigen Vorschoter Jacob so zahlreiche WM- und EM-Titel verbuchen wie kein anderes FD-Team.

Die Bronzemedaille dieser WM holte der Worldchampion (1998) Enno Kramer mit Vorschoter Ard Geelkerken (Niederlande).

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Stolz auf ihre Topleistung bei der FD-WM:
6. Platz von 130 Teams aus 22 Nationen; beste Deutsche; die Schnellsten mit Boot über 25 Jahre alt und bester Steuermann unter 26 Jahren.
 Das Erfolgsteam Philipp Buhl (links, Steuermann) mit Vorschoter Adalbert Netzer bei der Siegerehrung in Malcesine.
(Bild: Friedl Buhl)

 

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