Weit mehr als nur ein Segelspaß …

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… bedeuten für Philipp Buhl seine Aktivitäten im legendären FD.

Erstaunliche Leistungen von Philipp Buhl mit Stefan Waibel bei der FD-IDM.


 

Seine zwei Laser, mit denen er die Trainings und Regatten der Weltcupsaison 2011 durchackerte, stehen seit dem Weltcupfinale Ende Juni unbenutzt in der Bootshalle des Olympiastützpunkts in Kiel. Aktive Erholung von den extremen physischen und mentalen Beanspruchungen stand auf dem Programm. Diese Regeneration gestaltet jeder Leistungssportler individuell. Sie ist einerseits Schlussteil einer Saison, aber andererseits bereits ein wichtiger Teil für die kommenden Einsätze, denn bekanntlicher Weise gilt stets: „Danach ist auch davor.“ Deshalb ist die richtige Gestaltung von großer Bedeutung.

Für Philipp Buhl bedeutet aktive Regeneration nicht nur relaxen oder gar Nichtstun. Wie sein Plan in dieser Phase genau aussieht, bleibt weitgehend seine Sache und vielleicht auch etwas sein Geheimnis.

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Nicht alleine seine Sache waren die zwischenzeitlich zwei Regatten im Flying Dutchman. Wie berichtet, gelang Buhl mit Vorschoter Adalbert Netzer ein glänzender Erfolg bei der sehr stark besetzten FD-WM am Gardasee.

Nun startete Buhl auch bei der IDM der FD-Klasse auf dem Schluchsee im Hochschwarzwald. Er holte sich mit Stefan Waibel einen anderen Vorschoter aus seinem Club, obwohl er mit Netzer am Gardasee sicher vollauf zufrieden war. Beide Vorschoter weisen sehr unterschiedliche Eigenschaften auf, aber es besteht dennoch eine sehr interessante Parallele:   Buhl ist mit keinem zuvor im Team gesegelt, obwohl das Zusammenspiel gerade im FD hoch sensibel ist und daher längere Einspielungszeiten für den Erfolg äußerst relevant sind. Gezielte Absicht!? Die meisten Teams segeln bereits Jahre und teils Jahrzehnte zusammen und die Schnittstelle Steuermann – Vorschoter arbeitet bei ihnen wie automatisiert. Diese Komponente konnte oder wollte Buhl nicht einbringen und sich trotzdem messen.

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(Schluchsee / Schwarzwald, 21./23.07.2011,   (Text und Bild: Friedl Buhl))

Zwischen Gardasee und Schluchsee, dem höchstgelegenen Segelrevier Deutschlands, liegen Welten, was die Eigenschaften der Winde sowie die daraus resultierenden Anforderungen an die Taktik, Segeltechnik usw. betrifft. Für den Schluchsee war klar, dass es aufgrund der bekannt schwierigen Windverhältnisse und diffizilen Reviertaktik besonders auch auf eine ausgefeilte Segel- und Manövertechnik ankommen wird. Buhl stellt später fest: „Ich glaube, es gibt kaum sonst wo ein Segelrevier mit solch unregelmäßigen und drehende Winden.“

Obwohl Buhl / Waibel mit der ersten Wettfahrt gleichzeitig ihr Teamhandling einzuüben begannen, segeltn sie drei Platzierungen um die Top Ten. Damit verweisen sie in den einzelnen Wettfahrten mehrere hoch erfahrene Teams auf die Plätze. Auffällig war, dass Buhl / Waibel sehr eindrucksvolle Starts und Startkreuzen aufführten. Die erste Luvmarke rundeten sie meist in der Führungsriege. Es war ihnen aber nicht möglich, die Positionen zu halten. Verschiedene kleine Fehler und Unstimmigkeiten haben in einem hoch qualifizierten Feld eben schnell schmerzliche Auswirkungen und summieren sich auf Kosten von Plätzen. Buhl hatte dazu eine klare Meinung: „Ich stehe hier nicht unter Druck. Mir waren auch andere Dinge als nur gute Plätze wichtig: Gutes tun für einen jungen FD-Interessierten, für meinen Club und auch werben für eine geniale Jolle.“

 

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Am zweiten Wettfahrttag gelang Buhl / Waibel mit einem dritten Platz ein erster Durchbruch zu den Spitzenplätzen. Die Konkurrenz konnte spätestens jetzt erahnen, dass dieses jüngste Team mit Deutschlands Laser-Spezialist am Steuer zunehmend auch für den engsten Favoritenkreis gefährlich werden könnte.

Am letzten Wettfahrttag standen noch zwei Bewerbe auf dem Regattaprogramm. Das Alpsee-Team rundete praktisch zeitgleich an zweiter Position die Luvmarke. Und der Wind demonstrierte wieder einmal und heute ganz besonders, was er durcheinander zu würfeln vermochte. Buhl / Waibel wurden kurzerhand Hand auf die 15. Stelle zurückgesetzt. Aber ihr Vorwärtsdrang erwies sich als unbändigen, und sie kämpften. Im Ziel sprang die sechste Position heraus.

Buhl / Waibel schienen zwischenzeitlich ihre Teamarbeit immer besser im Griff zu haben. Bei zwei weiteren Wettfahrtversuchen bis etwa zur Kursmitte waren die beiden jedes Mal die Schnellsten auf der Startkreuz und ließen sich im weiteren Verlauf aus der Spitzengruppe nicht mehr zurückreichen. Leider kam es wegen Winddrehern, welche die Wettfahrtleitung zum Schluss als nicht mehr verantwortbar bewertete, jeweils zum Abbruch und schließlich endete die IDM mit einer Wettfahrt unter Programm-Soll.

Schlussendlich belegte das Team vom SCAI, das ihren IDM-Auftritt auch als ihre Team-Premiere benennen kann, den elften Rang. Ihre Clubkameraden als über Jahrzehnte eingeweihte FD-Teams beendeten als Neunte (Helmut Löther / Michael Klawitter, früher bereits fünffache Deutsche Meister) und Zwölfte (Huber Waibel / Bene Wiedemann). Die neuen Deutschen Meister heißen Kay-Uwe Lüdtke / Kay Schäfers (Berlin / Westfalia). Sie gewannen souverän und hochverdient. Gratulation.

Einen schönen Video-Bericht sehen sie bei der Yacht-tv

 

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Ergebnisse  (Das Hinsurfen ist leider etwas unübersichtlich.)

             

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