Wenn’s der Terminkalender zulässt

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Die große Laser-Kuhschelle einmal mehr für Philipp Buhl.

 

 
Die Laser Kuhschellenregatta seines Heimatclubs war einst einer seiner wichtigsten Wettkämpfe. Für den vielleicht sensationellsten Kuhschellen-Sieg sorgte er 2001, vor genau 10 Jahren, als gerade mal 11-jähriger und mit Abstand jüngster Teilnehmer zugleich. Es war Philipp Buhls erster Sieg (damals noch im Radial) bei dieser namhaften und leistungsstark besetzten Laser-Regatta des Segelclubs Alpsee Immenstadt. Bemerkenswert ist: Bub Philipp hatte eine Top-Platzierung ins Visier gefasst und sich sogar getraut, dies – wenn auch nur halblaut und zurückhaltend – zu äußern. Nur wenige hätten es für möglich gehalten, dass später auf dem Siegerfoto der Kleinste in der Siegergruppen-Mitte die größte Kuhschelle empor heben wird.     (Rückblick!)     (mehr? >>)

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Seitdem sind Jahre vergangen und die großen Kuhschellen haben sich zu Hause angesammelt – übrigens auch im Zusammenhang mit FD-Regatten der gleichen traditionellen SCAI-Regattaserie.

Jüngst gewann Buhl wieder einmal mehr diese Regatta im Laser Standard - mit der Traumpunktzahl – mit drei Siegen.

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(Immenstadt, 13./14.08.2011 (Text, Bilder: Friedl Buhl)

Über zwei Jahre ließ der überfüllte Terminkalender des Weltklasseseglers vom SCAI eine Teilnahme bei der Home-Laser-Regatta nicht mehr zu. Doch heuer klappte es wieder, und er nahm die kleine Herausforderung am Rande seiner sonstigen übergeordneten Aktivitäten gerne an. Natürlich war er der Top-Favorit schlechthin - wie sollte es auch anders sein. Ein erfolgreicher Segler auf der obersten Ebene sollte im Normalfall eine lokale Regatta zuverlässig und klar gewinnen. Das erwarten seine Fans und letztlich alle! Und es mag sein, dass der eine oder andere auch gedacht haben mag, es sei für einen wie Buhl schließlich keine große Kunst, hier zu gewinnen. Diese Sichtweise stimmt durchaus. Die Kunst besteht aber vielmehr darin, in diesen Zustand zu kommen.

Er führte vor, was er drauf hat.     (Bild: Friedl Buhl)In der ersten Wettfahrt gewann Buhl bei 2 bis 4 Beaufort überlegen, indem er seinen Vorsprung über zwei Trapezrunden sukzessiv auf fast drei Minuten ausbaute. Da gab es in der Tat für Niemanden auf dem Alpsee auch nur einen Hauch von Chance.

In der zweiten Wettfahrt lief alles ganz anders. Buhl und sein Vater waren damit beschäftigt, einen Defekt am dringend benötigten Anlegesteg zu reparieren, während Wettfahrtleiter Ali Seltmann außergewöhnlich zügig und für uns unbemerkt auf dem See bereits den nächsten Start vorbereitete. Plötzlich das Minutensignal – und dann eine selten beobachtbare Szene: Buhl steckte eiligst den Mast, schob rennend sein Boot zum Wasser, zauberte im Handumdreh’n Schwert und Ruder in Position und fädelte die zu allem Überfluss noch verknotete Großschot hektisch auf dem Wasser ein. Währenddessen war der Startschuss gefallen und der Verspätete musste erst noch über 300 m in Gegenrichtung zur Startlinie segeln. Damit waren für ihn ein gewaltiges Handicap und schließlich eine besondere Herausforderungssituation gegeben. Buhl nahm’s gelassen, natürlich nicht entmutig, sondern mit Kampfgeist, wie man ihn kennt. Nach einsamem Start jagte er aus fast hoffnungsloser Distanz das ganze Feld, bald nur noch das halbe und arbeitete sich weiter vor bis ans Ende des ersten Drittels. „Mehr ging einfach nicht mehr.“ Diesen 12. Platz – zweifellos so wertvoll wie ein 1. – sollte später sein Streichergebnis werden.

 

 

 

 

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In der dritten und vierten Wettfahrt konnte Buhl die Ziellinie wieder mit Bestzeit passieren. Dafür musste er sich aber aufgrund des leichten Windes um zwei Beaufort - vor allem mit Blick auf seinen nächsten Verfolger Lukas Merz (Bromachsee) - durchaus anstrengen und durfte sich auch nicht kleinere Fehler oder Schwächen erlauben. Merz segelte zweifelsfrei sehr gut, aber gegen den Favoriten  kam ihm vor allem der leichte Wind entgegen. Buhls Kampfgewicht ist deutlich höher und für hochrangige Evenst auf den viel windreicheren Revieren ausgelegt, wo man ansonsten nur sehr bedingt Chancen hätte.

Top-Favorit und souveräner Gewinner: Philipp Buhl.       (Bild: F. Buhl)Am Ende gewann Buhl vor Merz und Sebastian Wiedemann (Stuttgart). Mit seinem jüngsten Sieg hat sich Buhl auf der Wandertrophäe sein drittes Anrecht gesichert. Nach seinem 1. Platz 2007 wurde wegen nur einer Wettfahrt kein Anrecht auf den Wanderpreis verliehen. Ansonsten hätte Buhl, der im Laser Standard immer gewann, wenn er am Start war, nach dieser 19. Int. Laser Kuhschellen-Regatta den Wanderpreis als erster Laser-Segler  für immer mit nach Hause nehmen dürfen.

 

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