Elfter bei Heim-WM und noch viel mehr!

 
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Philipp Buhl kämpft
in Boltenhagen
mit scharfem Schwert
und unterstreicht
sein Potential
 
(Gesamtbericht) 

Laser-Segler Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) belegte bei der Heim-WM in Boltenhagen (Mecklenburg-Vorpommern) unter 168 Startern aus 62 Nationen den sehr guten elften Rang. Sein für Olympia qualifizierter Kaderkollege Simon Grotelüschen (Lübeck), für den Buhl als Olympia-Sparringspartner agiert, wurde Achter.

Buhl glänzte mit drei ersten Plätzen. Im Goldfleet schaffte außer ihm keiner zwei Wettfahrtsiege. Und er war am Schlusstag mit seinem ersten und neunten Platz der Dominator des Tages. Das sind seine Aushängeschilder, auch wenn für den erst 21-Jährigen noch kein mittelwertiger Top Ten-Platz oder gar eine Medaille herauskommen sollte. Gut Ding braucht eben Weile, so besagt auch das bekannte Sprichwort.

WM-Titelverteidiger Slingsby Australien) war wieder und aufgrund einer überaus beachtlichen und konstanten Leistung der Beste. Der Australier ist damit fünffacher Laser-Weltmeister – eine wahre Meisterleistung!

 

(Boltenhagen / Ostsee, 04./ 11.05.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl))

Sicherlich hatten die beiden deutschen Laser-Asse eine Medaille angepeilt, wussten aber sehr wohl, dass ein Podestplatz extrem schwierig sein würde. Schließlich müsste hierfür in 14 Wettfahrten über sieben aufeinander folgenden Tagen alles ziemlich perfekt verlaufen. Das ist eine hohe Anforderung, der man erst gerecht werden muss. Zudem ist die int. Konkurrenz in der Laser-Klasse besonders hoch. Dies belegt auch die Tatsache, dass unter den ersten 15 Plätzen 11 verschiedener Nationen rangieren. Um so beachtlicher ist es, dass der Sonthofener und Lübecker Deutschland zur zweitbeste Nation unter den ersten 15 gesegelt haben.

Buhl resümierte: „Ich bin mit meiner Leistung insgesamt zufrieden. Mit dem Elften kann ich sehr gut leben.“ Seine innere Genugtuung rührt sicher nicht nur vom Endergebnis allein her. Man muss die Sache eben differenziert betrachten und bewerten. Der Sonthofener kann sich – um es bildhaft auszudrücken - zu den Ferraris zählen und das nicht nur bei Powerwind. Hie und da gibt es unter Umständen allerdings noch gewisse Zündprobleme. So verlief die Auftaktphase über die ersten drei Wettfahrten mit Platzierung zwischen 20 bis 30 nicht berauschend. Eine schwer belastende Wettfahrt-Disqualifikation wegen unzulässiger Vortriebshandlungen (Pumpen, Regel 42) kam später noch hinzu und bremste Buhls weiteres Vordringen.

Sehr positiv und hoffnungsvoll wirken natürlich die herausragenden Phasen des Sonthofeners. Er siegte dreimal, darunter zweimal in der Finale-Serie im Goldfleet und schlug dabei auch die späteren Medaillengewinner. In der vorletzten Wettfahrt dominierte Buhl sogar mit dem außergewöhnlichen Vorsprung von 40 Sekunden (über 100 m) vor seinem unmittelbaren Verfolger, dem alten und neuen Weltmeister Slingsby. Außerdem konnte der Segler vom Alpsee in vier weiteren Wettfahrten unter den besten Zehn mitmischen (Ränge 2, 5, 9 und 10). Buhl weiß, woran er noch zu arbeiten hat, wenn er feststellt: „Ich muss an meiner Leistungskonstanz noch mehr feilen.“

Buhls Disqualifikation wäre unter Umständen vermeidbar gewesen oder von anderen Jury-Leuten durchaus vielleicht nur als grenzwertig anstatt Regelverstoß ausgelegt worden.
Fest steht: Wer ganz nach vorne will, muss gegenüber den Verbotsregeln vielfach in den Grenzbereichen zur Legalität agieren. Letztlich besteht bezüglich der Jury-Aufsicht auch eine naturgemäß große Ungleichbehandlung, denn es fragt sich, welche Segler die Jury im Regattafeld über einen Quadratkilometer gerade beobachten oder sehen will. Deshalb wäre die Laser-Klasse überreif, dort hin zu tendieren, wo andere schon längst sind: Liberalisierung des Wettfahrt-Reglements.

Wie schnell es dann bei einer sehr eifrigen und überaus strengen Jury gefährlich werden kann oder vielleicht auch soll, erfuhr kein geringerer als einer der erfahrendsten Vollprofis, der amtierende englische Olympiasieger Paul Goodison. Er handelte sich bereits zur Halbzeit dreimal die gelbe Jury-Flagge ein und somit zwei Wettfahrt-Disqualifikationen. Der Brite war damit faktisch aus dem Rennen um die Topplätze.

Der bisherige und bereits mehrfache Weltmeister Tom Slingsby verteidigte den Titel unangefochten und hoch verdient. Die weiteren Medaillenränge sicherten sich Tonci Stipanovic (Kroatien) und Andrew Maloney (Neuseeland).

Von den deutschen Nachwuchsseglern schaffte es nur Nils Hermann ins Silberfleet. Der Berliner belegte hier Rang 48. Alle anderen fanden sich im Bronzefleet.

 


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Endergebnis

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