Mammut-Programm mit Mega-Erfolg!


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Philipp Buhl nach Gold 
im Laser-Weltcup
auch noch Silber im FD -
mit Vorschoter
Adalbert Netzer
 
Super!  und  
erstaunliche Leistung!!
 
(Gesamtbericht)

Der bei der Kieler Woche frisch gebackene Weltcup-Sieger im Laser legt in der zweiten Kieler Eventhälfte bei den nichtolympischen Klassen noch eine zweite Regatta-Aktion im Flying Dutchman drauf. Philipp Buhl offenbart damit wieder einmal seine kaum übertrefflichen Eigenschaften eines wahrhaftigen Vollblutseglers. Denn ein derartiges pausenloses Mammut-Programm aus insgesamt 20 langen Wettfahrten über 9 Tage, und das bei durchwegs sehr anspruchsvollen bis teils extremen Wind- und Wellenbedingungen, erfordert von einem Athleten summa summarum absolute Hochstleistungsfähigkeit. Um nur täglich auf das Wettkampfrevier „Charly“ der Kieler Außenförde zu kommen, waren insgesamt rund 200 km bei viel Wind und Welle per Jolle zu segeln. Die Wettkampfstunden summierten sich auf über 25 – ohne Ein- und Trimmsegeln. 

Während der Sonthofener Sportsoldat beim Laser Weltcup unter hohem mental Erwartungsdruck nur den Toperfolg im Fadenkreuz fixiert hatte, ging es ihm im FD um verschiedene Punkte: Aktivitäten außerhalb des Tellerrandes und damit Erweiterung in Richtung kompletter Segler, aber auch Spaß und selbstverständlich – wie sollte es bei seiner Polung auch anders sein - Erreichen eines ehrgeizigen Zieles.

 
 

(Kiel / Ostsee , 21./24.06.2012 (Text und Bilder: Friedl Buhl))

Nicht die beste Vorbereitung, aber eine sehr ökonomische

Buhl holte sich den Vorschoter seines Vaters, Adalbert Netzer. Dieses SCAI-Team hat bereits bei der WM 2011 sehr eindrucksvoll seine Stärken vorgeführt und den Topseglern der ehemals olympischen Klasse das Gefühl des Fürchtens vermittelt. In Kiel segelten die beiden nun zum zweiten Mal zusammen eine Regattaserie. Sicher haben sie sich zwischenzeitlich gut aufeinander abgestimmt, aber von feiner Team-Einspielung konnte wohl kaum die Rede sein. Außerdem hatten sie ein Boot, an dem sie erst am Vorabend (nach dem sehr anstrengenden und turbulenten Laser-Finale-Tag) testweise zum ersten Mal die Segel setzten und das bootsspezifische Handling zu erfassen versuchten. Im FD mit seiner außergewönlichen Ansammlung an Leinen, Rollen und Klemmen bekanntlich nicht ganz simpel, auch wenn man die Rennmaschine prinzipiell gut kennt.

Ganz anders bei den Zielgegner, dem amtierenden und mehrfachen Welt- und Europameister, in der FD-Klasse, bekannt als „Die Ungarn“ oder „HUN 70“. Richtiger Name: Szabolcs Majthenyi / Andras Domokos. Sie sind ein über etwa zwei Jahrzehnte gewachsenes, perfekt abgestimmtes und hoch ambitioniertes FD-Team und kennen das exakt auf ihre Bedürfnisse zugeschnittenes Bootsinnenleben im Schlaf.

Mit überragendem Speed

Über elf Wettfahrten an vier Tagen belegte das Team vom Alpsee unter 30 Booten aus sieben Nationen bei teils extremen Wind- und Wellenbedingungen den zweiten Platz vor Kilian König / Johannes Brack (SCE). Die Ällgäuer mussten sich nur dem Favoriten-Team aus Ungarn, das die meisten Wettfahrten gewann, geschlagen geben. Buhl / Netzer hatten HUN 70 aber des öfteren zeitweise auch hinter sich oder lagen nur knapp dahinter. Beispielsweise bei der neunten Wettfahrt: Bei satten 6 Beaufort Grundwind und in den Windschüben deutlich darüber, ließen die Alpseer ihren enormen Speed spielen. Netzer erzählte: „Wir waren auf dem ersten Raumkurs noch etwa 200 m hinter den Ungarn und bretterten über den zweiten Raumschenkel bis etwa 10 m an ihr Heck ran.“ Dann bekamen die Angegriffenen allerdings wieder Luft. Denn ein Spibaum-Problem beim Bergen des Spinnakers führte zu einer Kenterung (natürlich Duchkenterung) mit allen gesetzten Segeln. Die Wiederherstellung des Betriebszustandes kostete bei diesen Bedingungen viel Kraft und natürlich Zeit. Das Feld rückte auf und rauschte teils vorbei. Doch im Ziel waren die Gekenterten trotzdem Dritte, hinter Kai Schäfers / Andreas Happich (YCWA / SSGE). „Die Manöver der Ungarn sind ziemlich perfekt. Da müssten wir noch mehr üben. Im Speed allerdings brauchen wir auch sie nicht fürchten.“, erklärte Buhl.

Den Weltmeister doch noch geschlagen und

Heimkehr mit zwei Medaillen

Tatsächlich ging für das SCAI-Team dann doch noch ein ehrgeiziges Nebenziel in Erfüllung. Sie hatten in der letzten Wettfahrt die Weltmeister vom Start bis ins Ziel im Griff und verwiesen sie auf Platz zwei.

In der Endwertung siegten die bereits mehrfachen KiWo-Sieger Szabolcs Majthenyi / Andras Domokos vor dem FD-Gelegenheits-Team Buhl / Netzer und der weiteren deutschen Mannschaft Kilian König / Johannes Brack (SCE). Übrigens konnten auch sie einmal den Weltmeister besiegen.

Unter den etwa 120 Podestplatzgewinnern aller 42 olympischen und sonstigen internationalen Klasse der Kieler Woche, der weltgrößten Regatta, dürfte der Sonthofener der einzige Segler sein, der mit zwei Medaillen heimkehrt.

Ein FD ist ...

Aktivitäten im FD stellen für Laser-Athlet Buhl einen planmäßigen Teil des Profitrainings dar, wobei auch der Spaß am FD-Segeln eine wichtige Rolle zu spielen scheint. Er, mit immer schon einer Liebe zum FD, beschreibt das so: „Universelles Training ist wichtig. Man muss zwischendurch auch in andere Boote. Da lockt und überzeugt mich der FD ganz besonders. Das Schiff ist schön, schnell und sehr anspruchsvoll – einfach genial.“

 


Links:

 
Tagesberichte  zu diesem Event (auf www.phlipp-buhl.de)
 





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