Erfolgssegler auch im Winter in Erfolgsspur

Winterausgleich
Zeit mit Freunden
Mehr als "nur" ein eingleisiger Sportler.
Für Spitzensegler Philipp Buhl muss und kann es nicht immer nur Segeln sein.
Seine Liebe gehört auch dem Skisport. Präziser formuliert : Dem Skirennsport und natürlich …., das ist klar.

Für den Segler vom Alpsee (SCAI) und Skifahrer vom Rettenberger Skiclub (SCR) sind freies Skifahren, Skirenntrainings und anspruchsvolle Skirennen ein idealer Ausgleich zum zwischenzeitlich professionellen Segelsport. Gleichzeitig aber sind diese Aktivtäten planmäßig eingerichtete und als hochwertig eingeschätzte physische und mentale Trainingskomponenten zur Vorbereitung auf die jeweils bevorstehende Segelsaison. „Solche Trainings machen halt richtig Spaß“, so der Athlet.


(06.02.2009 (Text u. Bilder: fb))
Zusammenstellung der Meisterschaften

Ehrungen für Philipp Buhl in München und Kiel


Vizeeuropameister der Junioren, Philipp Buhl, wurde in München und Kiel vor jeweils großem Publikum für seine herausragenden internationale Erfolge in der olympischen
Laserklasse geehrt. Philipp Buhl mit AuszeichnungGleichzeitig wurde er in ein Spitzen-Team mit Ausrichtung auf Olympia 2012 berufen.


(München, 28.03.2009 und Kiel, 09.03.2009 (Text und Bild: fb))
Der Bayerische Seglerverband würdigte die int. Meisterschaftserfolge des Nachwuchsseglers Philipp Buhl vom Immenstädter Segelclub bei der alljährlichen Meisterehrung im Rahmen der Münchner Tourismus- und Freizeitmesse. Buhl sicherte sich 2008 Silber bei der JoEM in Frankreich sowie die Bronzemedaille bei der IDM in Hamburg.

Des Weiteren wurde das Sonthofener Seglertalent vom DSV vor dem Publikum des Deutschen Jugendseglertreffens in Kiel als erfolgreichster deutscher Nachwuchssegler in der Laserklasse gewürdigt. Diese Auszeichnung erhielt er für den zweifachen Junioren-Europameistertitel 2007, die Junioren-WM-Bronzemedaille 2007 und den Vize-Europameister der vergangenen Saison.

Im Zusammenhang mit der Münchener Meisterehrung wurde Buhl vom BSV in das „Bayern Sailing Team 2012“ berufen. Laut Landestrainer Dr. Thomas Reulein soll das neu gegründeten Spitzen-Team dazu beitragen, die besten bayerischen Einzelathleten und Mannschaften sportlich und finanzielle optimal zu unterstützen, so dass für sie reale Erfolgschancen bei den nächsten Olympischen Sommerspiele in London 2012 bestehen. Was den hohen Kostenaufwand der bevorstehenden Olympiakampagnen betrifft, lagern die Hoffnungen vor allem auch auf noch gesuchten Sponsoren, die im Segelsport die guten Möglichkeiten ihrer Firmen-Präsentation sehen.





Philipp Buhl mit Auszeichnung

„Princess Sophia“ signalisiert Saisonsstart

Philipp Buhl vor dem Saisons-StartPhilipp Buhl vor dem Saisons-Start. Zum Auftakt erwartet ihn die Weltcup-Regatta „Princess Sophia Trophy“ vor Palma de Mallorca.
Intensive Vorbereitungen über die Zwischensaisonszeit hat Nachwuchssegler Philipp Buhl vom Alpsee nun hinter sich. Vor ihm stehen jetzt neue und interessante hohe Herausforderungen. Der noch Junior-Segler betritt heuer entschlossen die Senior-Ebene und damit das Lager der Profisegler. Im Leistungssport drängt die Zeit.
Somit ist die Messlatte an oberster Stelle eingehängt. Die Weltcup-Tournee beginnt in Spanien vor Palma de Mallorca mit der „Princess Sophia Trophy“. Bei diesem Großevent starten alle olympischen Segelklassen. Die größte Teilnehmerzahl gibt es in der Laserklasse: 134 Boote aus 37 Nationen. In keiner anderen Klasse ist die internationale Konkurrenz so ausgeprägt.


(Palma, 05./10.04.2009 (Text und Bild: fb))
Der erste Wettfahrttag ist für Buhl ein voller Erfolg. Mit einem sensationellen dritten Platz in der Auftakt-Wettfahrt und einem anschließenden 15. Rang segelt er sich in die Top Ten. Mit Gesamtrang neun war er auch Bester unter den deutschen Leistungsseglern, die fast komplett vertreten waren.

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Am zweiten Wettfahrttag läuft für den Oberallgäuer einiges nicht ganz glatt. Das erste Tagesergebnis, Rang 39, sollte später ein Streichergebnis werden. Die folgende 21. Position im insgesamt vierten Race liegt im grünen Bereich. Primäre Ursachen waren die Starts, die zwar nicht misslangen, aber schließlich nicht perfekt genug verliefen. Dies führte dazu, dass der richtige Plan zur Großraumtaktik nur mehr bedingt umsetzbar war.

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Dritter Wettfahrttag:
Aus dem prognostizierten Wind um 2 bis 3 Bft wurde leider nichts; er kam zu spät. Viel zu tun hatten hingegen die Supportboote, um die Überhundertschaft an Lasern zweimal auf das Wettkampfareal und wieder zurück in den Hafen zu schleppen. Es kam nicht einmal zu Startübungen. Die Qualifizierungsraces sind somit in abgekürzter Form abgeschlossen. Philipp Buhl ist klar im Goldfleet.
Für Mittwoch, den vierten Tag, ist teils Regen und kräftiger Gradientdruck mit starken Richtungsveränderungen angesagt.


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Mittwoch, vierter Wettfahrttag:
Instabile Wetterverhältnisse bescherten zunächst Windmangel und anschließend eine gefährliche Windsituation, so dass die Laserflotten kurz nach dem Auslaufen eiligst weider den Hafen aufsuchen mussten.
Später konnte bei 3 bis 4 Bft eine Wettfahrt gestartet werden. Philipp Buhl war am Start an der Leemarke in eine massive Kollision verwickelt worden. Auf der Startkreuz konnte er einen Teil des großen Verlustes über Taktik und Speed ausgleichen. Schließlich wurde Buhl nach der Startkreuz beim Runden der Luvtone nochmals Opfer unfairer Notmanöver, die ihn ca. 30 Plätze kosteten.
Nachdem zwei noch Kenterungen hinzukamen, bevorzugte Philipp Buhl die vorzeitige Beendigung der Wettfahrt.


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Donnerstag, fünfter und letzter Wettfahrttag für die Fleets:
Drei Wettfahrten bei durchnschnittlich 3 Bft konnte die Wettfahrtleitung über die Bühne bringen.
Philipp Buhl beendet das Regattageschehen mit einem sehr erfreulichen und guten 13. Rang. In den Wettfahrten zuvor waren seine Ergebnisse (Rang 41 und ca. 40 (hierzu ist wegen eines Irrtums seitens der Wettfahrtleitung noch zu verhandeln)) nicht zufriedenstellend.
Das erste Ergebis beruht auf taktischen Fehlern. Das zweite Ergebnis um Rang 40 hatte seine Ursache in einer bleibenden Winddrehung um 25 ° während der Startkreuz. Bis dahin lag Buhl in einer sehr aussichtsreichen Position.

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Ende des aktuellen Berichtes hier.
Viele Grüße aus Palma de Mallorca.
Ihr Athlet: Philipp Buhl
Ihr Berichterstatter: fb

Philipp Buhl im Bayern 2012 Sailing Team

Philipp Buhl in "Die Initiative Bayern  2012"

Die Initiative Bayern 2012 Sailing Team des Bayerischen Seglerverbandes ist online: www.bayern2012sailingteam.de

Logo Bayern  2012

Vision: Die erfolgreiche Teilnahme bayerischer Nachwuchsathleten an den Olympischen Spielen 2012! Der Bayerische Seglerverband hat dazu die Initiative Bayern 2012 Sailing Team gestartet - SCAI-Segler Philipp Buhl ist dabei.


Das Projekt vereint Athleten der BSV Projektförderung, die durch ihre bisherigen Erfolge und die Ausrichtung ihres Segelprojekts die Chance auf eine Qualifikation für die Olympischen Spiele 2012 in London/Weymouth erkennen lassen.

Wesentliche Zielstellungen des Projekts sind:
  • Support beim Einstieg in den Spitzensport und Start-Up Olympiakampagne
  • Professionalisierung in allen Leistungsbereichen
  • Support beim Umfeldmanagement (Schule, Studium)
  • fachsportliche Beratung / Betreuung (Saisonplanung, Trainereinsätze)
  • finanzieller Support durch BSV Projektförderung

Nähere Informationen unter www.bayern2012sailingteam.de

Nächste große Hürde: ISAF World Cup, Hyeres

Für Lasersegler Philipp Buhl stehen in Hyeres hohe Hürden
Für Lasersegler Philipp Buhl stehen in Hyeres hohe Hürden. Dies nicht zuletzt wegen seiner eigenen hohen Erwartungshaltung. Aber der Newcomer in der Profiszene segelt bei diesem hochrangigen Weltcup-Race eben auch gegen 140 Konkurrenten aus 42 Nationen und vor allem gegen die besten Laser-Athleten der Welt. (Bild:fb)

202
Die nächste große Hürde nach Palma steht für Philipp Buhl an der Cote d' Azur. Das ist für den Segler vom Alpsee zwischenzeitlich ein lieb gewonnenes Revier, wo er sich offensichtlich besonders wohlfühlt und unvergessliche Erfolge verbuchen konnte.
Ab heuer hängt die Messlatte für Philipp dort jedoch noch deutlich höher. Denn er feiert hier Premiere beim hochkarätigen ISAF World Cup Event "Semaine Qlympique", wo kaum welche der Weltbesten fehlen.
Am Start sind 140 Athleten aus 42 Nationen.

 (Hyeres, 18./24.04.2009 (Text und Bild: fb))

1. Wettfahrttag: Qualifying Races 1 und 2:
Wie bei der "Pricess Sophia" vor Palma gelingt es Philipp Buhl am ersten Wettfahrttag, in einem noch konkurrenzstärkeren Feld beachtlich aufzutrumpfen. Er erkämpft sich einen 2. und 10. Platz und belegt nun im Zwischenklassement den hervorragenden 8. Rang.

scai-logo-80pEin erster Wettfahrtsieg, und das gleich zu Beginn bei einem so hochkarätigen Event, blieb dem SCAI-Segler zunächst noch knapp verwehrt.
Buhl verwies aber im Tagesresultat eine Reihe von Weltklasseseglern auf die Plätze und führt vorerst die Gruppe seiner deutschen Kollegen an.

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2. Wettfahrttag: Qualifying Races 3 und 4
Philipp Buhl, DSV-Segler und Mitglied im Bayern Sailing Team 2012, kann sich über die Fortsetzung seines Einstiegs-Erfolges von gestern freuen.

Mit den Rängen 10 und 7 stabilisiert er seine ausgezeichnete Top Ten-Position, jetzt auf Rang 5. Nach wie vor führt Junior Philipp Buhl in Hyeres die deutsche Laserflotte an, wobei der jahrelange deutsche Profisegler Tobi Schadewaldt ebenso auf der Erfolgsspur gleitet.

Buhl berichtete von Speed-Potential an der Kreuz, das er irgendwie bei 2-3 Bft und relativ großer Welle nicht optimal entfalten konnte. Ein verlorenes Gefecht in einem Startpulk versetzten ihn bei der 1. Wettfahrt zunächst jäh in den Background des Feldes. Doch am Ende war Buhl erstaunlicherweise 10.
Das meiste hat er natürlich sehr gut gemeistert. So auch seinen Start im 2. Race. Von Black Flag unbeeindruckt, gelang dem Risikofreudigen ein Raketenstart aus der Mitte. Wenn hier nicht die etwas bremsenden Kreuzkurse gewesen wären, ... Buhl querte schließlich die Ziellinie als Siebter - unmittelbar hinter dem Führenden, dem Weltmeister, dem Weltranglistenersten und amtierenden Olympiasieger Paul Goodison (England). Bei der 1. Wettfahrt gestern konnte der Sonthofener mit seinem Beinahe-Sieg den Engländer sogar schlagen.
Eine absolut überzeugende Leistung.
So könnte es weiterlaufen!

Mit den Mittwoch-Wettfahrten endet das Qualifying.


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3. Wettfahrttag: Qualifying Races 5 und 6
Philipp Buhl behauptet sich bei leichter Seebreeze um 2 bis 3 Bft auch nach dem 6. und letzten Qualifying-Race in der Spitzengruppe der besten Zehn.
Dazu verhalf ihm ein 5. Rang einer glänzende letzte Tageswettfahrt.
Zuvor brockte ihm ein nicht einwandfreier Start einen Rückstand bis zur etwa 30. Position an der 1. Luvmarke ein. Durch eine gute Taktik holte Buhl wieder auf und querte schließlich als Zwanzigster das Ziel. Dieser Platz wurde sein Streicher. Damit waren alle 5 gewerteten Qualifizierungs-Wettkämfte Top Ten-Resultate.

Mit Rang 10 in der Zwischenbilanz hat sich Buhl nun souverän für das Goldfleet qualifiziert. Hierin kämpft in den nächsten 2 Tagen das beste Drittel (ca. 47 Segler)im Finale um die Plätze.

Die große Frage: Wer wird am Donnerstag für das Medalrace qualifiziert sein. Für Spannung ist gesorgt. Qlymiasieger Goodison führt und unter den besten 10 sind derzeit 6 verschiedene Nationen vertreten. Deutschland zweifach - mit Philipp Buhl und seinem Kaderkollegen Tobi Schadewalt (Hamburg).

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4. Wettfahrttag: Finale Races 7 und 8
"Alles super!", so überschreibt Philipp seine Tageszusammenfassung. Nach dem ersten Finaltag kann man nur sagen: Von einem Junior kann man in einem so leistungsdichten Umfeld die erbrachten Leistungen schlechthin gar nicht erwarten.
Buhl erzielte zunächst Rang 22 (im Goldfleet gut) sowie die herausragende Position 4 und überholt damit in beiden Final-Wettbewerben z. B. den amtierenden Olympiakönig und hier noch führenden Goodison. Kaum ein Segler der internationalen Spitzengruppe hat heute wesentlich bessere Tagesleistungen vorzuweise als der Alpsee-Segler. Das ist fast unglaublich. Ein Beispiel, wie schnell man hier nach hinten gespült werden kann: Medalrace-Teilnehmer in Palma und Juniorenweltmeister Kontides ist zurzeit 59. und nicht im Goldfleet.

Der Ausnahme-Nachwuchssegler Buhl drängte sich in der Spitzengruppe der besten Zehn wieder ein Stück nach vorne auf den 7. Rang. Kaderkollege Schadewalt verliert leider den Boden des Spitzenfeldes und Philipp führt jetzt wieder die Deutsche Flotte an.

Es herrschte Seebreeze der Stärke 2-3 Bft. Dieser Wind weist in Almanarre verschiedene Facetten und feine wechselnde Unterschiede auf, die es großraumtaktisch grundsätzlich und während dem Geschehen schnell zu erfassen und auszuwerten gilt. Sonst hat man hier keine Chance. Aber auch die sonstigen zahlreichen Komponenten des Segelns dürfen kaum zu wünschen übrig lassen, will man in der Gesellschaft der Weltbesten präsent sein.

Morgen, am Donnerstag, finden zum Ausklang des Openings die letzten zwei Final-Races statt. Es wird erneut Seebreeze erwartet.

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sponsoren-waager555

5. Wettfahrttag: Finale Races 9 und 10
Wind mit einer stärkeren DrehungLaser-Athlet Philipp Buhl verbucht einen sensationellen Erfolg am letzten Finaltag. Er qualifiziert sich nach 10 Wettfahrten mit einer glänzenden Leistung auf Rang 9 und somit für das Medal-Race. Mit diesem Ticket wird das Oberallgäuer Nachwuchstalent morgen erstmals in einem Weltcup Topfinale gegen die internationale Spitzengruppe der olympischen Laserklasse matchen.

Bei Seebreeze um 3 Bft gelang Buhl im 3. Finalrace Rang 8 und schob sich im Gesamtranking nochmals um einige Plätze nach vorne auf die 5. Position. Der Punktabstand der Nachfolgenden war außerordentlich knapp, so dass für Spannung und Anspannung gesorgt war.

In der abschließenden Wettfahrt hat ´der Wind offensitlich mit einer stärkeren Drehung auch eine Reihe der sehr gut Platzierten überrascht. Auch Buhl belastete sein Punktekonto ausgerechnet in diesem letzten Wettkampf noch mit einem 32. Rang. Aber dieses schlechteste Ergbnis wurde jetzt sein Streicher, und er öffnete sich schließlich aufgrund seiner durchwegs guten bis sehr guten Ergebnisse das Tor zum morgigen Fight der besten Zehn.

Erwartet wird böiger Wind von 4-5 Bft aus Ost und damit auch eine relativ höhere Meerwelle in der Bucht von Almanarre.

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6. Wettfahrttag: Medal-Race
Zum Ausklang einer Erfolgsserie konnte Philipp Buhl seine bis dato erbrachten Glanzleistungen nicht mehr topen. Sein erstes Medal-Race bei einer Weltcup-Regatta endete leider jäh. Buhl wollte gegenüber der mächtigen Konkuurenz bei allem Respekt keinesfalls klein beigeben. In einer Dreiergruppe zog er Sekunden vor dem Start mit und offensichtlich zu früh über die Startlinie. Philipp: "Ich musste und wollte Risiko eingehen. Dass es ein Frühstart wird, hätte ich zunächst nicht gedacht, wusste aber beim zweiten Warnschuss fast sicher, dass ich dabei sein müsste." Nach mehreren Sekunden voller Fahrt wieder zurücksegeln und dann hinterher wollte er nicht, stattdessen lieber sehen, was hier möglich gewesen wäre. Bei 4-5 Bft und hoher Welle war er schnell und an der Luvmarke Dritter. Segeln sei jedoch mit den Gedanken an wahrscheinlichen Frühstart nicht optimal möglich, so Philipps Feststellung. Die Unsicherheit über Frühstart erledigte sich nach dem Runden der Luvtonne. Buhl wurde zusammen mit Sipanovic (CRO, bis dato 2.) und Junior (NZL) vorzeitig aus dem Rennen gewiesen. Das war's für Buhl am Tag des Höhepunktes.

Das verlorenen Schlussmatch ist die eine Sache. Ohne Risiko eben kein Erfolg. Und es geht eben nicht immer gut. Das ist auch Teil des Leistungssport aber gleichzeitig auch Element des langen Lern- und Erfahrungsprozesses auf dem Weg nach oben.

Der Neuling in der Profiszene wird's verschmerzen können. Über eine Serie von 10 Wettfahrten verbleibt nämlich eine Glanzleistung: Rang 9 bei einer Weltcup-Regatta mit sehr hochkarätiger Besetzung. Anders beleuchtet: Philipp hat hier jeden der 140 Konkurrenten mindestens einmal besiegt. Oder: Er hat die Segler aus 36 Länder auf die Plätze verwiesen.

Sieger der SOF 2008 wurde Paul Goodison (England) vor Maxim Semerkhanov (Russland) und Matias Del Solar (Chile).
Über eine Topleistung kann sich auch der norddeutsche Tobi Schadewaldt mit seinem Sieg im Medal-Race und 4. Platz insgesamt freuen. Mit ihm und und dem bayerischen Segler Philipp Buhl gleich 2 Deutsche in der Spitzengruppe vorweisen zu können, ist in diesem Leistungslevel sicher kein alltägliches Ereignis.

Philipp lässt vom Wettkampfort Hyeres/Almanarre an der Cote d' Azur alle seine Partner und Fördere, Fans und Gönner herzlich grüßen.

scai-logo-80pDas war's von dieser Stelle.
Ein zusammenfassender Bericht folgt.
Ihr Berichtverfasser: Friedl Buhl

Semaine Olympique Francaise, Hyeres, 2009

Startphase des Medal-Race
Startphase des Medal-Race der Laser beim ISAF Sailing Worldcup in Hyeres. Von rechts: Stipanovic (Croatien), Philipp Buhl (Deutschland) und Sandall (Neuseeland).
Für alle drei endete wegen OCS das Rennen bereits an der Luvtonne. (Bild: Durand / Veranstalter)
 
Hervorragender Weltcup-Einstieg für Philipp Buhl.
Medal-Race-Qualifikation geschafft und Platz 9 gesamt.

Der Sonthofener Laser-Segler Philipp Buhl demonstriert bereits mit Beginn der neuen Saison hervorragende Leistungen. Er sicherte sich beim hochrangigen ISAF Sailing Worldcupcup-Regatta „Semaine Olympique Francaise“ (SOF) an der Cote d’ Azur mit dem neunten Rang das Ticket ins Topfinale (Medal-Race, Abschluss-Race der besten Zehn). Am Start waren insgesamt 140 Konkurrenten aus 42 Nationen.
Dabei zählt Buhl in der olympischen Laser-Klasse noch zu den Junioren und gilt in der Weltcup-Szene aus vorwiegend Profiseglern als Newcomer. Nichtsdestotrotz besiegte der Athlet des „Bayern Sailing Team 2012“ jeden der 140 Athleten in mindestens einer von insgesamt zehn Wettfahrten und darunter beispielsweise auch Welt- und Europameister Tom Slingsby (Australien) und Olympiasieger Paul Goodison (England).
(Palma de Mallorca, 05./10.04.2009 und Hyeres, 19./24.04.2009 (Text: fb))
202Bereits bei der vorangegangenen Weltcup-Regatta vor Palma de Mallorca machte der Segler vom Immenstädter Segelclub (SCAI) mit einigen guten Einzelergebnissen (Ränge 3, 13 und 15) auf sich aufmerksam. Insgesamt reichte es ihm dort bei der „Princess Sophia Trophy“ auf den 37. Patz unter 134 Booten. Buhl meinte hierzu, für die erste Saisonsregatta und somit die Aufbauphase der Wettkampfform sei er mit diesem Ergebnis recht zufrieden.

Nun konnte das Nachwuchstalent bei der SOF im französischen Hyeres seine Form beachtlich steigern. Im ersten Qualifying-Race setzte Buhl einen Paukenschlag. Er verfehlte nur knapp den Sieg. In den Wettfahrten der Folgetage, meist bei Seabreeze von leichter bis mittlerer Stärke um 2 - 3 Beaufort, erzielte der Oberallgäuer in konstant guten Leistungen fast ausschließlich Top Ten-Resultate. Damit schaffte er nach dem sechsten Qualifying-Race souverän das Goldfleet (hier bestes Drittel mit 47 Athleten). Zudem führte er die deutsche Laser-Flotte an, von der nur noch der Hamburger Profisegler Tobi Schadewalt das erste Drittel erreichte.

In der anschließenden Finalserie über 4 Wettfahrten mischte der Segler vom Alpsee weiterhin vorne unter den Weltbesten mit und stabilisierte seine Position unter den Medal-Race-Kandidaten. Am letzten Tag des Finales gelang noch einem hervorragenden vierten am Vortag nochmals ein achter Rang, aber auch ein 32. Platz (wurde Streichergebnis) war zu verkraften. Buhls Tagesresümee: „Alles super!“ Er hatte nach zehn Wettfahrten schließlich das Traumziel Medal-Race erklommen und durfte sich somit am Folgetag in einem Showkampf mit den Besten matchen.

Freitag, Tag des Regatta-Höhepunktes – Medal-Race: Das Meer wartete mit kräftigem auflandigem Wind der Stärke 5 Beaufort und hoher Welle auf. Dies bedeutete für die Seglerauslese neben der hohen mentalen Anforderung auch eine fast schon extreme athletische Herausforderung. Das Medal-Race wird auf kleineren Kurs in Hafennähe ausgetragen, damit auch das Publikum von den Molen aus das Geschehen live miterleben kann.
Für Philipp Buhl sollte es keinen krönenden Abschluss in diesem heiß ersehnten Highlight geben. Mit dem berühmten Quäntchen Glück hätte er vielleicht noch das „i“-Tüpfelchen auf das über vier Tage so gelungene Event draufsetzen können. Es kam anders. Buhl musste – fast gezwungenermaßen – in einer Dreiergruppe vermutlich nur Sekundenbruchteile zu früh anziehen und fabrizierte zusammen mit den zwei anderen prompt einen Frühstart. Buhl: „War erst mal traurig. Kehrte dann aber doch sehr zufrieden in den Hafen zurück.“ Tatsächlich schmälerte das unglückliche Ereignis die sehr positive Gesamtbilanz über fünf anstrengende Wettkampftage nicht. An seiner neunten Gesamtposition änderte sich nichts.

Gewonnen hat die Regatta Paul Goodison (England) vor Maxim Semerkhanov (Russland), Matias Del Solar (Chile) und Tobi Schadewaldt (Germany).

Europacup, Hoorn, Ijsselmeer, Niederlande, 2009

Philipp Buhl 12. in der Gesamtwertung
Philipp Buhl 12. in der Gesamtwertung, aber in all seinen vier gewerteten Wettfahrten (von gesamt sechs) den Europacup-Sieger Marc de Haas (NED) besiegt. (Bild: Friedl Buhl)

Prächtige Erfolgsserie von Philipp Buhl durch zwei Disqualifikationen überschattet.

Eine beeindruckende sportliche Leistung zeigte Lasersegler Philipp Buhl beim Europacup vor Hoorn auf dem Ijsselmeer. Zwei Disqualifikationen dämpften jedoch die Freude, vor allem eine völlig überflüssige und höchst fragwürdige Jury-Entscheidung.
Buhl erkämpfte sich unter 54 Teilnehmern aus 14 Nationen in vier von insgesamt sechs Wettfahrten die hervorragenden Ränge 2, 2, 5 und einen überzeugenden Sieg.
In zwei weiteren Wettfahrten lief es für Buhl allerdings unglücklich, und er verpasste somit einen Podestplatz in der Gesamtwertung und den Sieg in der U21-Juniorenwertung. Am Ende reichte es noch für den 12. Platz.


(Hoorn, 15./17.05.2009 (Text und Bild: fb))
Vizeeuropameister (Junioren) Buhl begann die Wettfahrtserie auf dem Ijsselmeer bei mittlerer Windstärke mit einem zweiten Rang. Damit verwies er u. a. die Spitzensegler des Gastgeberlandes, van Schaardenburg und de Haas bereits im ersten Wettbewerb auf die Plätze.

Pech für Buhl in der zweiten Wettfahrt. Bei mehreren Versuchen der Wettfahrtleitung, die Boote bei schwierigen Windverhältnissen korrekt über die Startlinie zu bringen, erntete auch der Allgäuer wegen Frühstart eine Disqualifikation für die Folgewettfahrt, die am selben Tag nicht mehr zustande kam.

Am Folgetag durfte der Segler vom Bayern Sailing Team wegen der Startstrafe vom Vortag zunächst nicht an den Start. Im vierten Race meldete er sich wieder als Zweitbester in der Spitzengruppe zurück.

Im anschließenden Race kam es zu einer ärgerniserregenden Situation mit der Jury. In kämpferischer Weise setze Philipp auf dem Raumschotkurs bei kräftigem Wind der Stärke 4-5 Beaufort zum Überholen an und wurde von der Jury wegen vermeintlich verbotener Vortriebshandlungen (Pumpaktionen) prompt aus dem Rennen gepfiffen.
Eine gleiche skandalöse Fehlentscheidung wiederfuhr ihm 2008 beim Final-Race zur JoEM in der identischen Situation. Wenn ein Segler auf Raumkurs vorjettet, sind andere Komponenten dafür ursäcklich, aber ganz sicher nicht irgendwelches ungezieltes Pumpen. (Siehe hierzu auch Kommentar unten)

Philipp wollte sich am letzten Regattatag aufgrund des enttäuschenden Vortagesgeschehen jedoch nicht den Kampfgeist nehmen lassen - im Gegenteil. Bei starkem Wind und bis zu 1,5 m hoher Welle setzte er vor allem auch seine athletische Stärke voll ein und segelt zunächst als Fünfter und am Schluss als souveräner Sieger über die Ziellinie. Obwohl er ein Drittel der Wettbewerbe nicht in die Wertung bringen konnte, reichte es ihm dennoch zum 12. Platz in der Gesamtwertung und vierten Rang der U21-Juniorenwertung. Zudem lag er in der Gruppe seiner deutschen Kollegen vorne. Gewonnen haben den Europacup von Hoorn die Niederländen: Marc de Haas vor Roelof Bouwmeester und Eduardo van Vianen.

Kommentar
Die Fachwelt ist sich überwiegend einig, dass bei größeren Windkräften (ab ca. 3 Beaufort) die Anwendung der Regel 42 (unerlaubte bzw. erlaubte Vortriebsmittel) teils unsinnig und ungerechtfertigt ist. Manche Jollen-Segelklassen (z. B. 470er) setzen sie daher bei gegebenen Situationen per Flagge offiziell außer Kraft, um Fehlauslegungen zu vermeiden.
Die Laserklasse ist leider noch nicht soweit. Es bleibt zu hoffen, dass sie diesen überfälligen Fortschritt bald zustande bringt.

Dazu müssen auf breiter Ebene, insbesondere auch von den Trainern, die fachlich richtigen Sichtweisen und Beurteilungen segeltechnischer Zusammenhänge den Jury-Leuten gegenüber verdeutlicht werden. Ihnen fehlt im leistungssportlichen Jollensegeln oftmals die eigene Erfahrung und somit auch der Einblick in die feinen segeltechnischen Komponenten.

Jury-Leute, die Segler bei 4 und mehr Beaufort während des Segelns wegen vermeintlich unerlaubtem Vortrieb anpfeifen mögen an die Korrektheit ihrer Entscheidung glauben. Aber sie irren! Was Segler hierbei in das System mittels gekonnter Schotzüge und Körperbewegungen hineinarbeiten, dient ausschließlich einem Zweck: „… den Trimm von Segel und Bootskörper anpassen …“, anzupassen an die Windströmung und Welle. Genau dies darf die Besatzung laut Abschnitt 42.1
Würde ein Segler bei diesen Wind- und Wellenkräften in unspezifischer Weise einfach mit all seinen Kräften über Schotzüge und pumpartigen Ausreitaktionen Energie ins Boot hineinarbeiten, beliefe sich dieser Vortiebs-Anteil dennoch nur bei 0.X %, und es wäre unter dem Strich garantiert langsamer, weil das Perfektionieren des anpassenden Trimms dadurch kaum stattfände oder zumindest empfindlich beeinträchtigt würde.

Änderung der Vortriebsregel in der Laserklasse tut also dringend Not – wegen Vermeidung von Ungerechtigkeiten und nicht zuletzt, um einem Attraktivitätsverlust im Segelsport entgegenzuwirken. Es darf nicht sein, dass fragwürdige Regelauslegungen dem Segelsport den ästhetischen Ausdruck des leistungssportlichen, athletischen und kunstvollen Agierens nehmen. Manche sehen Segeln teils oder tendenziell ohnehin schon eher als Randsport. Gegenüber diesen Sichtweisen sollte möglichst nicht Vorschub geleistet werden.

ISAF World Cup "Delta Lloyd", Medemblik / Ijsselmeer, 2009 (Tagesberichte)

Philipp Buhl im voller Aktion
Philipp Buhl im voller Aktion (Bild: Friedl Buhl)
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Der Weltcup-Klassiker aller olympischen Segelklassen auf dem Ijsselmeer vor Medemblik steht an. Von 1985 (Gründungsjahr) bis 2004 war dieses ISAF Grade 1 Event als "SPA Regatta" bekannt. Heute heißt sie gemäß seinem neuen Hauptsponsor "Delta Lloyd Regatta".

Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt wird in der Laser-Klasse am Start sein und sich gegen 148 Athleten aus 41 Nationen messen. Für ihn kommt es darauf an, die Formkurve zu stabilisieren und weiter nach oben fortzuführen. Natürlich gilt es auch, die von den Besten gesetzten Maßstäbe an sich anzulegen.
An berühmten Namen fehlt es nicht, z. B. die drei Führenden der Weltrangliste: Tom Slingsby (AUS, Vorjahressieger, Europameister, Weltmeister), Paul Goodison (GBR, Sieger von Hyeres 2009, Olympiasieger) und Matias Del Solar (CHI).

Auch diese Laser-Größen werden dem deutschen Segler aus Bayern zunehmend Beachtung schenken müssen. Schließlich hat er sie und zahlreiche andere Spitzenathleten in verschiedenen einzelnen Wettfahrten und teils Regatten bereits besiegt.

(Medemblik, 27./31.05.2009 (Text und Bilder: fb))


1. Wettfarttag (Mittwoch): Qualifying Race 1:
Bei starkem Wind (6 Beaufort und in den Böen mehr) beginnt Philipp Buhl die Wettfahrtserie mit einem guten 13. Platz. Extremer werdende Wind- und Wellenbedingungen (Böen bis 8 Beaufort) machten es der Wettfahrtleitung unmöglich, die großen Fleets ordentlich ins Rennen zu schicken. Nach zahlreichen Startversuchen endete für das Laser-Fleet von Philipp der erste Tag mit nur einer Wettfahrt.

Von den ca. 150 gemeldeten Booten hatte sich "nur" 112 für den ISAF Sailing World Cup 2009 in den Niederlanden registrieren lassen. Somit erfolgte eine Teilung in zwei relativ große Fleets von je 56 Booten.


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2. Wettfahrttag (Donnerstag): Qualifying Races 2 bis 5
Die heutigen Wetterbedingungen bieten einen Ausgleich zum Vortag. Es wird sonniger und der Wind weht dezenter (3 Beaufort).

Philipp Buhl erzielt zunächst mit Rang elf fast ein Top Ten-Ergebnis.

In der Folgewettfahrt verbessert er sich und schafft als Achtschnellster die Zehnermarke. Aber so sollte es für Buhl nicht bleiben. Die Wettfahrtleitung verpasst ihm einen BFD (Disqualifikation nach schwarzer Flagge), den er erst nachträglich erfährt. Natürlich bedeutete dies für ihn einen herben Dämpfer, vor allem, nachdem ein gutes Ergebnis (Rang acht) bereits erreicht war. Schlimmer ist, wenn durch eine solche Strafe die nötige Unbeschwertheit im Umgang mit den Startrisiken angekratzt wird.

Für Routinier Buhl schien dieser Effekt nicht zu existieren - so sollte es sein. Denn bei der dritten Tageswettfahrt gelingt ihm das bis dato beste Ergebnis: Ein hervorragender sechsten Platz - und ohne Topstart ist dies nicht möglich.

Heute sollte es für Laser-Athleten in Philipps Fleet ein überaus anstrengender Tag werden, der ihnen allen an die letzten Kraftreserven sollte. Die Wettfahrtleitung holte nämlich eine der am Vortag nicht mehr realisierbaren Wettfahrten nach. Damit waren vier der riesig langen Kurse zu verkraften. Philipp bewältigte diesen letzten Kraftakt mit einem zwölften Rang.

Mit dem gestrichenen BFD-Punkte-Ballast liegt der Segler vom Alpsee im Zwischenklassement nun auf 17. Position.


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3. Wettfahrttag (Freitag): Qualifying Races 6 bis 8

Herrlicher Sonnenschein und frischer Nordwind der Stärke 2 bis 3 erwartet die Segler am Freitag. Drei weitere Qualifizierungsrennen stehen auf dem Programm. Was die Sportler bei einem solchen Event Tag für Tag zu leisten haben, verdient in der Tat die Bezeichnung "Hochleistungssport" .

Für Philipp sollte es zunächst nicht so recht rund laufen. Nach der Startkreuz rundet er bei der ersten und zweiten Wettfahrt an Positionen über 30. Dank starker gesegelter Vorwindkurse rettet er sich jeweils ein gutes Stück nach vorne, auf den 17 bzw. 18 Rang Die sind Platzierungen, die nicht schlecht sind, aber mit denen Buhl aufgrund seiner hoch gesteckten Erwartungen nicht zufrieden war.

In der dritten Wettfahrt - der Wind hatte auf 4 Beaufort zugelegt - versucht der Oberallgäuer alle heutigen Fehlerchen und Schwächen zu vermeiden und seiner Motivation nochmals den bestmöglichen Impuls zu geben. Tatsächlich quert er als Siebter die Ziellinie und erreicht mit Abstand sein bestes Tagesergebnis.

Das Qualifying ist nun zu Ende. Die Fleets werden für morgen nach Gold- und Silberseglern neu zusammengestellt. Philipp Buhl hat bis hier her trotz diveres Holperer den 20. Rang und somit die goldene Flotte problemlos erreicht – somit ein für für ihn selbstverständliches Grundziel.
Für zahlreiche Nachwuchssegler stellt dies ein Traumziel dar. Aber der ehrgeizige SCAI-Segler vom Alpsee schiebt seine Zielpunkte ständig weiter nach oben und zurzeit heißt gut bis spitze: Erstes Drittel im Goldfleet und nach Möglichkeit das Medal-Race – wie beim Weltcup-Event in Südfrankreich.

Um diesen Erfolg zu wiederholen müsste der Berghofer morgen im anstehenden Finale über alle drei Wettbewerbe außerordentlich gut segeln. Ob das schaffbar ist?


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4. Wettfahrttag (Samstag): Finale Races 9 bis 11
Philipp Buhl erhält in der ersten Wettfahrt einen BFD und belegt anschließend die Plätze 35 und 28 und fällt damit auf den 34. Rang zurück. Ein mühsamer und enttäuschender Tag.

Der BFD entstand entweder bei einer Startplatzverteidigung innerhalb der letzten Minute oder aufgrund eines Lesefehler der Wettfahrtleitung. Bewiesene Fehler dieser Art gab es bereits am Vortag. Philipps Start – das belegt eine Fotoserie – war klar zurückhaltend.

Letztlich sind aber zuviele seglerische Fehler im Übrigen vorgekommen. Sie müssen im Goldfleet eines solch leistungssartken Laser-Feldes nicht groß sein, um in den vorderen Platze nicht mehr im Entferntesten mitmischen zu können. Ergebniseinbrüche dieser Art sind durchaus normal, wenn die Konkurrenz so start ist.
Was an Positivem verbleibt, ist stets die Hoffnung und Chance, aus den Fehlern weiter zu lernen und vor allem, wie man sie vermeiden kann.

Bei wolkenlosem Himmel weht der Wind nun seit Tagen ununterbrochen mit 3-4 Beaufort - einfach traumhaft für den Segler.

Zum morgigen Abschluss finden die Medal-Races und jeweils ein Fleet-Race der verschiedenen Klassen statt. Für Buhl bleibt dises Mal das Fleet-Race zum Abschluss


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5. Wettfahrttag (Sonntag): Race 12, Finale
Zur Versöhnung mit dem unbefriedigenden Verlauf des gestrigen Tages gab es heute einen durchaus zufrieden stellenden Abschluss. Philipp ersegelt beim Final-Race bei leichten Wind (gut 2 Beaufort, bei dem die Entfesselung seiner Stärken ganz besonders schwierig ist, einen 15 Rang.

In der Gesamtwertung konnte er sich damit noch um zwei Plätze auf den 32. Rang verbessern und unter seinen sieben deutschen Kollegen das zweitbeste Ergebnis verbuchen.
Buhls Leistungskurve läuft somit nicht aus dem Sollspektrum hinaus und Medemblik war auch nur eine wichtige Durchgangsstation.

Philipp lässt vom Wettkampfort Medemblik am Ijsselmeer alle seine Partner und Fördere, Fans und Gönner herzlich grüßen.

scai-logo-80pDas war's von dieser Stelle. Bis bald in Kiel.
Ihr Berichtverfasser: Friedl Buhl

ISAF Sailing World Cup "Kieler Woche", Kiel / Ostsee, 2009 (Aktuelle Tagesberichte)

letzte große Test-  und Aufbaustation für Philipp Buhl vor den Highligts der Saison
Weltcup-Event "Kieler Woche", letzte große Test- und Aufbaustation für Philipp Buhl vor den Highligts der Saison. (Foto: Friedl Buhl)

Bombiger Beginn für Philipp Buhl.

Kiel wartet wieder mit der weltgrößten Regatta auf. Alle olympischen Klassen gehen in der ersten Zeithälfte der Kieler Woche über die Runden, danach folgen die anderen internationalen Klassen.

Was die Laser betrifft, bietet die Kieler Woche die deutsche Weltcup-Regatta und ist somit natürlich das mit Abstand ranghöchste Laser-Event hier zu Lande - für die deutschen Spitzensegler natürlich etwas ganz Besonderes. Schließlich findet das Geschehen vor der Haustüre des deutschen Olympia-Trainingsstützpunktes statt.
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Für den Laser-Spezialisten Philipp Buhl vom Alpsee ist das Kieler Groß-Event in zweifacher Hinsicht etwas Besonderes. Er wird insgeheim auch seinen norddeutschen Seglerkollegen gerne zeigen wollen, dass auch ein Bayer, einer aus der entgegengesetzten Ecke der Republik, einer, der als Kind zunächst die bayerischen Binnensee-Tücken gelernt hat und nicht zu jeder Zeit ein solch windreiches Seerevier mit all den exzellenten Möglichkeiten vor seiner Haus vorfand, vorne mitmischen kann.
In erster Linie stellt Kiel für Buhl eine weitere Möglichkeit des Fightens und Messens mit den weltbesten Athleten der Laser-Klasse dar. Kiel ist für den noch Juniorsegler aber auch ein letzter großer Wettkampftest vor den absoluten Highlights der Saison: JoEM und WM.
Hier kann er nochmals überprüfen, ob sich die Leistungsform auf dem richtigen Pfad entwickelt.

Die Wettervorhersagen vermuten für den ersten Tag mittleren bis kräftiger Wind mit Böen bis gut 6 Beaufort.
Zum ersten Start am Samstag, 20.06.09, 11:00 Uhr werden über 180 Laser erwartet.

(Kiel, 20./24.06.2009 (Text und Bilder: fb))

1. Wettfahrttag (Samstag): Qualifying Races 1 und 2
Über einen super ersten Tag kann sich Philipp Buhl freuen. Er trumpft mit den Plätzen 4 und 2 ordentlich auf und rangiert unter 153 Segler aus 32 Nationen in der Zwischenbilanz an sechster Position.


In der ersten Wettfahrt bei 2 – 3 Bft gelingt Buhl an der bevorzugten Startseite ein perfekter Start in der Polposition. Mit der richtigen Taktik ist er Schnellster auf der Startkreuz und hält auf dem Raumkurs sicher seine Führungsposition. Auf der Vorwindstrecke verliert Nachwuchssegler Buhl zwei Plätze an Olympiasieger Paul Goodison (England) und den österreichischen Laser-Star Andi Geritzer.
Buhl lässt den  Start aus Vorsicht defensiv verlaufen.Die zweite Kreuz bringt schwierige taktische Entscheidungen mit sich: Feldkontrolle oder 15°-Dreher sofort mitnehmen? Buhl verliert nochmals eine Position an einen Gegner, die den Winddreher besser oder mit mehr Risiko nutzen konnte. Im Ziel ist der Segler vom Alpsee als Vierter und verbuchte gleich zu Beginn eine hervorragende Leistung. Ein Wettfahrtsieg schien greifbar nahe.

In der Folgewettfahrt wehte der Wind durchschnittlich mit 3 Bft und verlangte gute taktische Entscheidungen aufgrund bleibender Winddreher. Zunächst bahnt sich während der heißen Startphase im Feldmittelbereich eine kritische Startsituation an. Buhl lässt den Start aus Vorsicht defensiv verlaufen. “Erstmal musste ich mich danach auf dem Gegenbug rechts raus freisegeln und entschied mich weiterhin für diese Seite, weil ich in der Ferne den besseren Wind sichtete.“ Die Rechnung geht auf: Trotz gravierendem Verluststart ca. Zehnter an der Luvtonne. Zum Vorwindkurs meinte Buhl „Den … habe ich dieses Mal einwandfrei hinbekommen. War im Gate etwa Vierter.“ Über die folgende zweite Kreuz verbessert er sich erneut. Er rundet als Zweiter und lässt sich diese Position über das letzte Kursdrittel nicht mehr streitig machen.

Philipp Buhl liegt gesamt auf Rang 6 und führt die Gruppe der deutschen Kollegen ebenso an wie die der Junioren international. Damit kann er den ersten Tag genüsslich ausklingen lassen und sich in Ruhe auf morgen regenerieren. Der Wind soll etwas weniger werden.

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2. Wettfahrttag (Sonntag): Qualifying Races (keine neuen Races)
Boote und SeglerBoote und Segler mussten / durften heute an Land bleiben. Der Wind war zu schwach und instabil. Für die ausgiebige Regenerierung war somit gesorgt. Aber das dicke Ende folgt, sowie zumindest ein Teil der Wettfahrten bei nächster Gelegenheit nachgeholt wird.
Für den morgigen Montag ist schönes Wetter mit wiederum leichtem Wind angesagt. Bleibt zu hoffen, dass er segelbar wird.

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3. Wettfahrttag (Montag): Qualifying (keine neuen Races)
Leider gibt es nichts Positiveres zu berichten als gestern: Zu wenig Wind, keine Wettfahrten. Mit herrlichem Sonneschein war zwar die wichtigste Vorraussetzung für eine schöne Seebreeze gegeben, aber der leichte Gradientwind kam für die Kieler Bucht aus der denkbar ungünstigsten Richtung und behinderte so die Entwicklung eines Thermikwindes.

So mussten heute in Kiel die Segler an einem zweiten Tag in Serie abwarten, hoffen und ihre Wettkampf-Form mit verschiedenen Methoden erhalten.
Wie man sieht, geschehen solche unangenehmen Phasen des Segelsports auch bei der größten Regatta der Welt bzw. an einem sonst so exzellenten Windrevier wie der Kieler Bucht. Für morgen, Dienstag, besteht mehr Hoffnung auf ordentlichen Wind.

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4. Wettfahrttag (Dienstag): Qualifying Races 4 bis 5
Wenigstens gab es in der Kieler Bucht nach zwei langen Wartetagen wieder segelbaren Wind, durchschnittlich um 2 bis 3 Beaufort.

Die Glanzleistung vom ersten Tag konnte Philipp Buhl heute am letzten Wettfahrttag leider nicht wiederholen. Die Starts, welche auf einem ganz schmalen Grat zwischen Top und Disqualifikation ablaufen, wollten nicht so richtig gelingen. In jedem dieser beiden Rennen holte Buhl den Startverlust wieder ein beachtliches Stück weit auf. Er belegte die Plätze 14 und 15. Keine schlechten Platzierungen, aber für Buhl mit seiner Fokusierung aufs Medal Race nicht gut genug, um am Ende zufrieden sein zu können.

Ein nicht untypischer Effekt stellte sich bei der dritten und insgesamt letzten Wettfahrt ein. Mit noch mehr Wagnis auf dem schalen Risikopfad passierte Buhl ein Frühstart, der Absturz auf der anderen Gratseite. Zahlreiche andere Segler wiederfuhr dasselbe Schicksal. Diese Disqualifikation konnte Buhl als schlechtestes Ergebnis streichen. Im Endergebnis lag er auf dem 20. Rang.
Unter über 150 Seglern aus über 30 Nationen ist dies für einen Nachwuchssegler ein recht respektables Ergebnis und weit mehr als gerade noch im grünen Bereich. Und wenn man schließlich noch betrachtet, dass er unter den Junioren das international zweitbeste Ergebnis erzielt hat, so spiegelt der 20. Rang sogar eine sehr beachtliche Leistung wieder.
Keiner segelt in seinem ersten Weltcupjahr auf Anhieb stabil in die Spitzengruppe.

In Hyeres ist dem noch jungen Nachwuchssegler vom Bayern Sailing Team der sensationelle Sprung ins Medal Race bereits gelungen. Die Teilnahme an diesem Topfinale der besten zehn bleibt zunächst weiterhin das Hauptziel für das Oberallgäuer Seglertalent.

Wie die Sieger der Kieler Woche heißen, wird sich erst morgen nach dem Medal Race zeigen. Bisher liegen wieder einmal Paul Goodison (England) mit einer überragenden Leistung vorne. Es folgen Bullot Mike (Neuseeland) und Nick Thompson (England).
Beste deutsche Segler sind Malte Kamrath (Berlin; 15.) vor Frithjof Schwerdt (Berlin; 18.) und Philipp Buhl (Sonthofen, 20.).

Philipp lässt vom Wettkampfort Kiel / Schilksee (Ostsee) alle seine Partner und Fördere, Fans und Gönner herzlich grüßen.


Das war's von Kiel.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl

ISAF Sailing World Cup, Kiel / Ostsee, 2009 (Abschlussbericht)

Philipp Buhl am Anfang ganz dicht an den Besten dran
Philipp Buhl am Anfang ganz dicht an den Besten und einem ersten Weltcup-Wettfahrtsieg dran.
(Foto: Friedl Buhl)
 
Mit einem leistungsstarkem Einstieg hatte Laser-Segler Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt die Weltcup-Regattaserie im Rahmen der Kieler Woche begonnen. Im ersten Race führte er nach einem erstklassigen Start die Konkurrenz über die erste Kurshälfte an. Aufgrund eines kleinen taktischen Fehlers konnten drei Verfolger den Newcomer im Weltcup einholen. Er querte die Ziellinie somit als Vierter.

In der Folgewettfahrt bewies der 19-jährige erneut, dass ihn die großen Routiniers bald angemessenen Respekt zollen müssen. Trotz eines nicht gut gelungen Starts und der „nur“ zehnten Position an der ersten Bahnmarke, gelang ihm eine beachtliche Aufholaktion. Beim Zieldurchgang hatte Angreifer Buhl nur noch den amtierenden Olympiasieger Goodison (England) vor sich.
Ein erster Sieg bei einer Weltcup-Wettfahrt war für den Berghofer greifbar nahe. Im Zwischenresultat belegte er den sechsten Rang von 153 Athleten aus 32 Nationen.

 

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(Kiel, 20./24.06.2009 (Text und Bilder: fb))
Qualifizierung fürs Medal Race (Topfinale der besten Zehn nach dem letzten Fleet Race). So lautet bereits im ersten Weltcupjahr Buhls ehrgeiziges Ziel. „An einen Gesamtsieg ist natürlich noch nicht zu denken. Dazu ist es noch zu früh und die Konkurrenz zu mächtig.“

Interview in Kiel Nach dem ersten Tag mussten die Segler zwei volle Tage geeigneten Wind abwarten und dabei ihre Einsatz- und Konzentrationsfähigkeit auf Abrufzustand halten – keine einfach zu bewältigende Herausforderung.

Am vierten Tag folgte endlich die seglerische Fortsetzung. Jedoch wollten bei Philipp Buhl vor allem die Starts – sie erfordern allerhöchste Konzentration – nicht so recht gelingen. Sie sind aber für Topplatzierungen fast unabdingbar. Infolge teils guten Aufholens erzielte er mit den Rängen 14 und 15 zwar keine schlechten Resultate aber für den Kurs auf die Top Ten nicht ausreichend.
Das Ticket für das ersehnte Medal Race hing schließlich nur noch an einem Spitzenplatz in der bevorstehenden letzten Wettfahrt. Diese misslang gründlich, nachdem Buhl mit erhöhtem Startrisiko auch noch eine Frühstart-Disqualifikation produzierte. „Kein guter Tag heute, aber durchaus im grünen Bereich.“ , resümierte Buhl etwas enttäuscht. Damit rutschte er auf die Endposition 20 ab. Erfreulich, dass sich Buhl unter den Junioren dennoch als Zweitbester behaupten konnte.

Den dritten Sieg in Serie erkämpfte sich in Kiel der Engländer Paul Goodison vor Bullot Mike ( Neuseeland) und Nick Thompson (England). Von den deutschen Athleten belegten Malte Kamrath (15., Berlin) vor Frithjof Schwerdt (18., Berlin) und Philipp Buhl (20., Sonthofen) die besten Plätze.

FGH Laser Match-Race & Laser Deutschland Medal Race Hamburg / Alster, 2009

Philipp Buhl auf der Hamburger Alster im Match mit der deutschen Laser-Elite
Philipp Buhl auf der Hamburger Alster im Match mit der deutschen Laser-Elite.
(Bild: Veranstalter)

Philipp Buhl dominiert Vorrunde und verpasst Finalsieg nur knapp.

Laser-Athlet Philipp Buhl führte nach dem ersten Match-Tag auf der Hamburger Außenalster. Er setzte sich in sechs von sieben Wettbewerben gegen seine Gegner durch.
Die Gegner, das ist die Deutsche Laser-Elite, die zehn besten der aktuellen deutschen Rangliste. Hier rangiert Buhl zurzeit auf Rang drei.

Am Folgetag kämpfte sich Buhl, Segler des „Bayern 2012 Sailing Teams“, unaufhaltsam in Richtung seines Zielpunktes: Finale. Hier traf er auf Tobi Schadewaldt (Hamburg, Ranglisten-Erster). Nach äußerst spannenden Manöver-Duellen vor zahlreichen Zuschauern und geladenen Gästen erreichte Schadewaldt die Ziellinie nur um Zentimeter vor Buhl. Er bestätigte damit erneut und eindrucksvoll seinen Platz unter den deutschen Laser-Stars.

(Hamburg, 27. / 27.06.2009 (Text: fb, Fotos: Veranstalter))
Das zweite Match der FinalistenEs herrschte leichter bis teils sehr schwacher, teils böiger und drehender Wind auf der Alster der Hansestadt. Philipp Buhl als ursprünglicher Binnensee-Segler hat früh das Handling für solche Windverhältnisse gelernt. Erfolgreiches Match Race-Segeln erfordert allerdings noch weit mehr Fähigkeiten: Perfekte Manöver, Kraft und Kondition - auch bei leichtem Wind, exakte Beobachtung und Einschätzung des Gegners, schnelle Entscheidungen in komplexen Situationen, punktgenaue Reaktionen, natürlich Bootsgefühl und das gesamte übliche Seglerkönnen.

Buhl demonstrierte bereits in der Vorrunde, dass er Einiges drauf hat. Denn er war von sieben Wettbewerben sechsmal der Schnellste. Er konnte somit als souveräner Tagessieger das kleine Finale auf sich zukommen lassen.

Am zweiten Tag lieferten sich die in der geschrumpften Teilnehmerrunde verbliebenen Athleten bei ähnlichen Wetterbedingungen erneut sehr spannende Wettkämpfe.
Schließlich trafen im großen Finale der routinierte und jahrelang Kadersegler Schadewaldt und Nachwuchstalent Buhl aufeinander.

Im ersten Duell musste Buhl von Anfang an eine Bürde mit ins Rennen schleppen. Er hatte sich in der Vorstartphase eine Kringelstrafe zugezogen, die er im Rennen verlustreich abbüßen musste. Trotzdem gelang es ihm, nur eine Bootslänge nach dem Hamburger die Ziellinie zu queren. Gewonnen hat jedoch erst, wer zuerst zwei Siege eingesegelt hat.

Das zweite Match der Finalisten war ausgesprochen kämpferisch. Die Führungspositionen wechselten mehrfach. Die zahlreichen Zuschauer konnten aus unmittelbarer Nähe ein Match Race der Extraklasse erleben. Zahlreiche Manöver forderten von den Kämpfern viel Kraft und Kondition. Der Spannungshöhepunkt: Kurz vor dem Ziel, in einer Art Gasse zwischen zwei Stegen kenterte im Gefecht Schadewaldt und Buhl, unmittelbar an seinem Heck, konnte in der Einlaufgasse nicht ungehindert passieren. Am Ende war der Hamburger doch noch um Zentimeter früher über der Ziellinie.
Damit war Tobi der glückliche Sieger. Noch ganz außer Atem äußerte er nach diesem Rennen: „Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg! Philipp und ich haben uns ein heißes Duell geliefert“. Nicht viel weniger zufrieden war Philipp mit seinem Zweiten: „Bin sehr zufrieden. Mit dem Zweiten kann ich sehr gut leben.“

Die vom Norddeutschen Regattaverein durchgeführte Veranstaltung, vor einem Jahr erstmals initiiert und organisiert vom ehemaligen Bundestrainer Klaus Lahme, hat sich unter den eingeladenen Eliteseglern in kürzester Zeit zu einem sehr beliebten Event gemausert, bei dem irgendwie alles stimmt: Die Organisation und Aufmachung, die Rahmenbedingungen und nicht zuletzt die attraktiven Preisgelder, die der Hamburger Fleisch Großmarkt zur Unterstützung junger Seglertalente sponsert.
Was man sich vielleicht für künftig noch wünschen könnte, ist zur Abwechslung etwas mehr Wind. Wenn das Veranstalter im Griff hätten, ...
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Video FGH Laser Matchrace

Laser Europameisterschaft Junioren 2009, Schweden

Phipipp Buhl (SCAI) aus Sonthofen demnächst in Schweden
Phipipp Buhl (SCAI) aus Sonthofen demnächst in Schweden / Landskrona vor großer Herausforderung dieser Saison: Maßstab sind die Spitzenerfolge von 2007 und 2008.
(Foto: Friedl Buhl)
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Eventticker - Tagesberichte:
Philipp Buhl auch nach zweitem Finalrennen auf Platz 1.

(Landskrona / Schweden 02. / 09.08.2009 (Text und Fotos: fb))

Letzter Vorbereitungstag (Sonntag)
Die Junioren-Europameisterschaft der olympischen Laserklasse in Landskrona / Schweden ist in einer eindrucksvollen Feierstunde vom Veranstalter eröffnet worden. 128 Athleten aus 28 Ländern sind eingecheckt und werden im Verlauf der kommenden Woche um ihre erhofften Plätze kämpfen.
Einer der prominenten Teilnehmer, auf den sehr viele ihr Augenmerk richten und der für die nachkommenden Leistungssegler auch Vorbild sein dürfte, ist Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt. Schließlich gewann er 2007 in Hyeres den Titel gleich zweifach (U19 plus U21) und verpasste die Titelverteidigung 2008 in Douarnenez nur knapp. Nun will es der amtierende Vize sicherlich erneut wissen.

Alle Vorbereitungen sind abgeschlossen. Das Verhalten des komplizierten Strömungsrevieres im schwedischen Sund haben wir in zwei knappen Trainingstagen versucht, in groben Zügen zu verstehen. Wer hohen Maßstäben gerecht werden will, muss die ziemlich unregelmäßigen und teils starken und eigenartigen Meeresströmungen erfassen und berücksichtigen. Sonst fehlen schon nach der Startkreuz im Handumdrehen 300 Höhenmeter und damit jegliche Chancen auf einen Platz im vorderen Bereiche.

Das Test-Race am Sonntag ist für das Team Philipp Buhl sehr zufrieden stellend verlaufen
Das Test-Race am Sonntag ist für das Team Philipp Buhl sehr zufrieden stellend verlaufen. „Es kann losgehen.“

Keine einladenden Wetterverhältnisse erwarten die Segler zum ersten Wettkampftag. Viel und teils starker Regen mit Gewittern und eher nur bescheidenem Wind sind vorhergesagt.


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1. Wettfahrttag (Montag): Qualifying Races 1 und 2
Über einen gut verlaufenen ersten Wettsegeltag kann sich Philipp Buhl freuen, auch wenn er sich vielleicht noch etwas mehr erhofft hat Er belegt heute die Plätze vier und sechs und somit in der Gesamtwertung den fünften Rang.

Zur erste Wettfahrt galt es insbesondere, die richtigen Schlüsse aus zwei erheblich voneinander abweichenden Strömungen zu ziehen und diese Erfahrungen weiter zu verwenden. Die Windstärke lag am unteren Limit.
Buhl gelingt zunächst ein perfekter Start, aber leider folgt wegen zu vielen Frühstartern ein Gesamtrückruf. Danach segelt er eine taktisch gute Startkreuz und verbessert sich über den gesamten Kurz um mehrere Positionen auf den vierten Rang.

Für die zweite Wettfahrt haben sich die Strömungen erneut verändert und der Wind auf immerhin 3 Beaufort aufgefrischt. Die Coaches haben trotz teils Teamarbeit alle Hände voll zu tun, die komplexen Strömungsdaten in relativ kurzer Zeit zu erheben, um schließlich den Seglern ein mehr oder weniger optimales taktischen Konzept präsentieren zu können.

Philipp Buhl kommt bei dieser Wettfahrt trotz eines recht ordentlichen Starts nur als 27. an der ersten Luvmarke an. Sein technisch und taktisch genial gesegelter Vorwindkurses verschafft ihm aber bereits am Leegate den sechsten Rang. Nach einzelnen Positionswechseln verbucht Buhl diesen Platz schließlich auch im Ziel.

Nach strömendem Regen am Abend und in die Nacht hinein, soll morgen schönes Wetter herrschen und leider wenig Wind. Zu den Strömungsvorhersagen sind auf jeden Fall erhebliche Zweifel berechtigt. Man darf auf die Bedingungen gespannt sein.


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2. Wettfahrttag (Dienstag): Qualifying Races 3 und 4
Einen sehr erfolgreichen Wettkampftag kann Philipp Buhl verbuchen. Mit zwei zweiten Plätzen stabilisiert er seine Position in der Spitzengruppe.

Nachdem der kräftige nächtliche Regen nachgelassen hatte, herrschte eine nur schwache Windströmung über dem ansonsten windreichen schwedischen Sund. Aber das Lüftchen von 1 bis 2 Beaufort reichte zur Durchführung einer ersten Tageswettfahrt gemäß Programm.
Natürlich entsprechen solche Windverhältnisse nicht den Wunschvorstellungen von Philipp Buhl. Aber er bewies erneut recht eindrucksvoll, dass er das gesamte segelbare Windspektrum beherrscht und auch bei grenzwertigem Schwachwind mit der internationalen Elite uneingschränkt mithalten kann.

Ein weiteres RaceDer Segler vom Alpsee rundete als Sechster die erste Luvmarke und war im Ziel Zweitschnellster. Damit übernahm er zunächst die Gesamtführung über drei Rennen.






Ein weiteres Race konnte die Wettfahrtleitung nach häufigem Umsetzen von Bahnmarken und Startlinie schließlich bei leicht auffrischendem Wind durchführen. Buhl verstand es, in einem Feld mit teils unkontrollierten Frühstartern, die zahlreiche Gesamtrückrufe provozierten, das Startrisiko klug zu dimensionieren. Nach sicherem und gelungenem Start sowie einer taktisch gut gesegelten Kreuz rundet er erneut an sechster Stelle, schnapp sich einen auf dem Raumkurs und segelt sich auf dem anschließenden Vorwind eindrucksvoll in Führung. Diese muss er auf der letzten Kreuz an einen Polen abgeben. Im Ziel ist Buhl somit erneut Zweiter.
Philipp Buhl in Führungsposition
In der aktuellen Zwischenwertung hat er sich unter Berücksichtigung des ersten Streichergebnisses auf Position vier verbessert. Allerdings kann der Sonthofener ohne Abzug des schlechtesten Ergebnisses das klar beste Punktekonto vorweisen und somit eine gute Basis für die noch acht bevorstehenden Races.

Für morgen ist Sonnenschein und leider erneut nur sehr schwacher Wind angesagt. Bleibt zu hoffen, dass die realen Verhältnisse erneut günstiger ausfallen.


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3. Wettfahrttag (Mittwoch): Qualifying Races 5 und 6
Mehrfach knapp dran, aber heute erst sollte es klappen mit dem ersten Wettfahrtsieg. Zuvor allerdings sollte es einen kleineren Dämpfer geben, für den der bereits aktivierte Streicher zum Einsatz kommen konnte. Buhl rückte heute in der Wertung ein wertvolles Stück weiter nach vorne.

In der ersten Wettfahrt war bei Sonnenschein der Wind gemäß Vorhersage erneut grenzwertig schwach - zwar nicht zum Schreck, aber sicher auch nicht zur Freude von Buhl. Die Startkreuz machte ihm zu schaffen. Oben ist er 22. und muss wegen einer vermeintlichen Bahnmarkenberührung auch noch kringeln, um einen Protest sicher auszuschließen. Somit segelt er erst nach elf verlorenen Plätzen auf den Raumkurs. Trotz des Leichtwindes schafft Buhl noch die 17. Position, sein bisher erstes Ergebnis oberhalb der Top Ten. Sein Gesamtresultat blieb unverändert.

In der zweiten Tageswettfahrt (Race 6) demonstriert Seglertalent Buhl wieder einmal, welche Kampfwerkzeuge er parat hat. Bei etwas auflebendem Wind auf gut 2 Beaufort kann er beim Start unter Black Flag zunächst erneut nur defensiv loslegen, um das Frühstartrisiko möglichst auf null zu drücken – er hat schließlich das Gesamte im Fokus. Das richtige taktische Konzept und eine feine Segeltechnik verhelfen ihm trotz Startverlust und Leichtwind auf die achte Position an der ersten Bahnmarke.
In Bilderbuchmanier kassiert Buhl jetzt der Reihe nach die Konkurrenten aus der Spitzengruppe ab: Einen auf dem Reacher und Vorwind, zwei auf der Outerloop-Kreuz und die verbliebenen drei auf der letzten Down-Strecke mit 30 m Vorsprung.

Präzise Segeltechnik
Der Segler vom „Bayern 2012 Sailing Team“ rückt in der Zwischenwertung eine weitere Stufe nach vorne auf die zweite Position.


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4. Wettfahrttag (Donnerstag): Qualifying Races 7 und 8
Philipp Buhl weiter auf dem Weg nach vorne. Bei den vielleicht schwierigsten Verhältnissen seit Beginn der EM, sicherte er sich heute die beste Punktebilanz unter den Seglern der Führungsgruppe. Trotz erneut schwachem Wind, der auf Buhl weit weniger zugeschnitten ist als auf seine härtesten Konkurrenten, beendete der Sonthofener den vierten Wettkampftag mit den Rängen acht und vier.

In der ersten Wettfahrt beendet Buhl die Startkreuz an 22 Stelle. Durch gekonnte Nutzung von Windschwankern einer sich aufbauenden Seabreeze verbessert er sich um acht Plätze allein auf der zweiten Kreuz. Weitere Plätze macht er auf den Vorwindkursen gut. Im Ziel lag Buhl an achter Position – für Einzelfälle noch im grünen Bereich.

Für das anschließende zweite Race waren für die Seitenwahl eine Reihe von großraumtaktischen Einflussgrößen schwierig zu bewerten und gegeneinander abzuwägen: Stärke und Richtung der Meeresströmungen, Verteilung der Windstärke und die Vermutung einer zunehmenden Winddrehung aufgrund der Thermikentwicklungen im Hinterland. Das fixierte Konzept war ungewöhnlich und anders als bei der ersten Wettfahrt. Es erwies sich als das richtige. Buhl kommt im Luv mit kappem Rückstand als Vierter an. Im Verlauf des Rennens verliert er wieder zwei Positionen, die er aber auf dem letzten Vorwindkurs wieder zurückerobert. Buhl quert die Ziellinie schließlich als Dritter und hätte über ein lebhaftes Wendeduell auf der Zielkreuz um ein Haar noch einen weiteren Segler eingeholt.

Buhl liegt nach acht Wettfahrten bzw. zum Ausklang der Qualifikationsserie in Führung. Für die vier noch ausstehenden Wettkämpfe geht es ab jetzt im Goldfleet verstärkt zur Sache.

Heimsegeln in den Hafen nach guter Arbeit
Für morgen sagen die Wetterprognosen etwas mehr Gradientwind voraus. Man kann nur hoffen, dass es so kommt, denn es wäre nach so viel Leichtwind sehr zu begrüßen und ein gerechter Ausgleich.


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5. Wettfahrttag (Freitag): Finalserie: Race 9 und 10
Der vorletzte Wettfahrttag bringt für Philipp Buhl eine gewisse Stabilisierung an der Spitze. Bei schwierigen Windbedingungen um 3 bis 4 Beauffort gelingt ihm im Goldfleet eine gute Wettfahrt mit Rang sechs.
Die zweite Wettfahrt setzt er mit Platz 50 buchstäblich in den Sand. Dieses belastende Ergebnis konnte durch den Streicher für die Finalserie getilgt werden. Da auch seine gefährlichsten Verfolger fast durchwegs Probleme mit den heutigen Verhältnissen hatten, konnte Buhl sein Konto trotzdem um sieben Punkte ausbauen und die Führungsposition weiterhin besetzen.

Ursache für Buhls Ausrutscher war ein misslungener Start, der das geplante und richtige taktische Konzept und die Optionen nachhaltig beinträchtigte. Die Startsituationen sind zwischenzeitlich sehr angeheizt, da viele Segler einen Einzelerfolg für sich höher bewerten als ihr Gesamtergebnis – nach dem Prinzip „hopp oder top“ Wer sich in der Nähe solcher übereifriger Starter befindet, geht entweder volles Risiko mit oder versackt im Feld. Der Umgang damit ist sehr schwierig, wenn man sich keinen Ausrutscher mehr leisten kann.

Für die Final-Races 3 und 4 (Race 11 und 12) sind ähnliche Windverhältnisse angesagt.


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6. Wettfahrttag (Samstag): Finalserie: Race 11 und 12

Philipp lässt vom EM-Wettkampfort Landskrona an der schwedischen Südküste alle seine Partner und Förderer, Fans und Gönner herzlich grüßen. „Drückt mir bitte die Daumen für einen erfolgreichen Abschluss!“


Das war's aus Landskrona.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl


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Gold für Philipp Buhl

Der neue Laser Europameister der Junioren heißt wieder Philipp Buhl
Der neue Laser Europameister der Junioren heißt wieder Philipp Buhl.
(Bild: Friedl Buhl)
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Danke an die Sponsoren und Förderer von Philipp Buhl!
Philipp Buhl macht das Unglaubliche wahr und führt mit seinem Team ein dramatisches Szenario zum erneut ganz großen Erfolg.

Mit souveränem Punktevorsprung und einem heiß erkämpften krönenden Wettfahrtsieg zum Abschluss macht Philipp Buhl den Titelgewinn bei der Junioren-Europameisterschaft der olympischen Laserklasse perfekt.

Sensationell zudem: Kein Laser-Nachwuchssegler hat jemals zuvor eine so konzentrierte und glänzende EM-Erfolgsserie vorgelegt: Zweifach Gold in Hyeres 2007, Silber in Douarnenez 2008 und jetzt erneut die Goldmedaille in Landskrona.

>>>>> Herzliche Gratulaltion dem Ausnahmesegler Philipp Buhl!! <<<<<

 (Landskrona / Schweden 02. / 09.08.2009 (Text und Fotos: fb))
Erklärtes Ziel des Vize-Europameisters von 2008 war es, den EM-Titel der Junioren bei seiner letzten Gelegenheit nochmals zu erobern. Mit dieser Vorgabe setzte er sich selbst vorab die höchste Hürde und musste mit ihr gegen 122 Athleten aus 28 Nationen mental und segeltechnisch klarkommen.
Das Segelrevier im schwedische Öresund (Meerenge zwischen Ostsee und Kattegat) stellt insbesondere wegen der schwierig nachvollziehbaren unregelmäßigen und teils starken Meeresströmungen höchste Ansprüche an die Großraumtaktik von Segler und Coach.

Das Team Buhl kam mit den Anforderungen von Beginn an gut zurecht.
Am ersten Tag beendete der Athlet vom Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) die Wettfahrten in seinem Fleet (Einteilung in zwei Gruppen von ca. 60 Booten) an vierter und sechster Position. Die Rangliste wurde von Kroatien und Polen angeführt.

Am Folgetag steigerte sich der Segler vom Alpsee mit zweimal Platz zwei und verbuchte die geringste Total-Punktezahl auf seinem Konto. Da nach der vierten Wettfahrt aber bereits ein Streicher für das schlechteste Ergebnis wirksam wurde, lag Buhl zunächst lediglich auf Rang vier. Die Führung übernahm die Niederlande durch Gijs Pelt.

Der dritte Wettkampftag bescherte erneut nur leichte Winde, die auch weiterhin angesagt waren – eine besonders schwierige Situation für den Buhl. Aufgrund seiner körperlichen Konstitution kann er seine Vorzüge erst ab mittleren Windstärken deutlich entfalten. Dennoch ist Buhl auch bei den Optimalbedingungen für die Leichtwindspezialisten eine hart zu knackende Nuss.
Im fünften Race passiert Buhl mit einem 17. Platz ein erster aber nur mittelmäßiger Ausrutscher, den seine Konkurrenten bereits früher und teils in ausgeprägterer Form auf ihren Konten hatten.
Eine eminent wichtige Eigenschaft von Buhl: Er kann schnell abhaken und sich wieder neu ausloten. Gleich anschließend (Race 6)trumpft er mit feinster Segeltechnik und einwandfreier Wind-Strömungs-Taktik auf und sichert sich seinen ersten und ersehnten Wettfahrtsieg bei diesem Event. Seinen Hauptwidersacher Michal Gryglewski (Polen) überholt er eindrucksvoll auf dem Down. Buhl rückte schließlich auf die zweite Position vor und damit dicht an die Ferse des Polen.

Zum Ausklang der Qualifizierungsserie (insgesamt 8 Races)am nächsten Tag gelangen dem Segler vom Alpsee erneut bei Leichtwind zwei Top Ten-Ergebnisse (ein achter und hervorragender dritter Platz). Damit verdrängte er Polen und die Niederlande von der Frontposition und übernimmt selbst die Führung in der Gesamtwertung - just zum Begin der Finalserie. Ab jetzt erfolgte die Gruppenteilung in Gold- und Silberfleet. Ab jetzt zählte jedes Ergebnis doppelt so wirksam.

Zur Freude von Buhl frischte am fünften Tag der Wind auf mittlere Stärken von 3 bis 4 Beaufort auf.
Die erste Tageswettfahrt endete nach einer überzeugenden taktischen Leistung mit einem fünften Rang. Buhl: „ Das bedeutet weitere Stabilisierung und ist voll okay!“.
Ausgerechnet jetzt, wo die Verhältnisse ihm entgegen kommen sollten, unterläuft ihm in der Folgewettfahrt ein schwerwiegender Startfehler, dessen Folgen sein taktisches Konzept samt Optionen schwer durchkreuzen. Ein 50. Platz ist das schmerzhafte Ergebnis. Trotzdem bleibt Buhl in Führung, da ab der zehnten Wettfahrt ein zweiter Streicher ansetzbar war. Er konstatiert: „… kein Beinbruch, aber das Schutzpolster ist weg.! Beunruhigend war nämlich, dass der Estländer Karlmartin Rammo als offensichtlicher Windspezialist sich mit zwei ersten Plätzen dich an Buhl herangearbeitet hatte.

Für den abschließenden Finaltag galt für Buhl nur noch „… kein Risiko scheuen, Vollgas geben und darf mir keinerlei größeren Fehler leisten!“. Buhl lag zwar in Führung, aber z. B. ein Frühstart oder ein falsches Wind-Strömungskonzept hätten jetzt das sichere Aus für den Titelgewinn bedeutet.
Der Segler vom Alpsee meistert die schwere mentale Bürde ebenso souverän wie die segeltechnische. Mit gelungenem Start und der einer richtigen Seitenentscheidung rundet er bei mittelstarkem Wind als Sechster die erste Bahnmarke und segelt sich bis ins Ziel an die Bestzeit. Mit diesem Goldfleet-Sieg wächst sein Vorsprung auf satte 31 Punkte.
Die spannende Partie war allerdings noch nicht zu Ende, das Rennen um die Medaillenplätze noch offen, denn die letzte Finalwettfahrt stand noch bevor. Infolge intensiver Thermikentwicklungen über Land flaute der Wind ein gutes Stück ab und war sehr richtungsschwankend. Die Wettfahrtleitung wartete ab.
Jetzt entstand für die Trainer eine dicke Aufgabe, wie jeweils am frühen Vormittag vor dem ersten Start. Niemand wusste wohl so recht und sicher, ob und in welcher Weise sich die instabilen Windverhältnisse evtl. stabilisieren und wie dann ggf. der starke windunabhängige Meeresstrom konzeptionell zu berücksichtigen ist.

Die verstreichende Zeit arbeitete für Buhl. Schließlich sollte es zur Anwendung und Bewährung der aufgebauten Taktikvarianten nach über zweistündigem Abwarten, Beobachten und Messen nicht mehr kommen. Im Hinterland braute sich auch noch ein Gewitter zusammen und schließlich rückte die Endzeit (15:00) immer näher.

Nachdem die polnische Wettfahrtleitung die Wartezeit aufs Äußerste ausgereizt hatte, besiegelten die Abbruch-Signale auf dem Regattaschiff den endgültigen Sieg.
Philipp Buhl ist europaweit neuer Junioren-Champion in der olympischen Laser-Klasse!! Er gewinnt erneut die Goldmedaille und verbucht damit zum dritten Mal in Serie einen hochrangigen internationalen Meisterschaftserfolg.

Silber sicherte sich Gijs Pelt aus den Niederlanden, Bronze ging an den Polen Wojiech Zemke. Das zweitbeste deutsche Ergebnis erzielte der Berliner Johannes Glitzky (17.).
Sieger der parallel veranstalteten Senioren-EM wurde Titelverteidiger und Olympiasieger Paul Goodison aus England vor Javier Hernandez (Spanien) und Pavlos Kontides (Cypern).


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Danke an die Sponsoren und Förderer von Philipp Buhl!

Laser Weltmeisterschaft 2009, Halifax / Kanada

In den Startlöchern
Seglertalent Philipp Buhl steht in Halifax / Kanada bei der Laser Weltmeisterschaft , sein zweites Saisons-Highlight, in den Startlöchern.
(Foto: Friedl Buhl)
202Ein herzliches Willkommen allen Partnern und Förderern an Bord von Philipp Buhl bei der Laser World Campionship 2009 in Halifax / Kanada
 
Eventticker - Tagesberichte:
Nach hart erkämpftem Wettfahrtsieg im 5. Race Gesamtrang 5.
Grandioser Einstieg von Philipp Buhl am 1. Wettfahrttag!

Zur ISAF Laser Weltmeisterschaft sind 168 Segler aus nicht weniger als 51 Nationen registriert. Die besten der Weltrangliste sind nahezu vollständig vertreten. An geballter internationaler Konkurrenz mangelt es also ganz und gar nicht.


WM Fahnen


Für Philipp Buhl ist es die erste WM-Teilnahme bei den Erwachsenen. Noch nie zuvor war er bei so extremer Leistungsdichte am Start. Für den frisch gebackenen Junioren-Europameister geht es hier in Kanada vor allem um das Schnuppern von Höhenluft und Sammeln von Erfahrungen und Eindrücken auf der hohen Profiebene. Natürlich hat sich Buhl insgeheim ein Ziel gesetzt. Es wäre jedoch vermessen, dieses zu weit vorne anzusiedeln.

Interview in SchwedenDie WM wird vom Segelclub SMSC von French Village in der St. Mararet’s Bay ausgetragen, eine überaus reizvolle Atlantikbucht an der Südküste der Nova Scotia / Kanada. Man erlebt diese schöne Gegend hier so, wie man sich Kanada schlechthin vorstellt.













 

(French Village / Halifax / Nova Scotia / Kanada, 20. / 26.08.2009 (Text und Fotos: fb))

Letzter Vorbereitungstag und Test-Race (Mittwoch)
Das Windverhalten bleibt etwas rätselhaftBeinahe hätte man heute auf dem Atlantikrevier in ca. 7 km Entfernung vom Clubhafen den Überblick verlieren können, und auch dem Fernblick traute man nicht mehr so recht. Zum kräftigem Wind und ordentlicher Welle kam Nebel auf. Die Entfernung der Luvtonne war nur zu erahnen – übrigens auch ohne Sichtbeeinträchtigung, so lang war die Kreuz ausgelegt – eine WM eben. Hier müssen die Jungs in der Tat ihr Äußerstes aufbieten.

Für uns war das Test-Rennen eine letzte Möglichkeit, das Revier besonders in großraumtaktischer Hinsicht durch Vergleiche ein Stück weit besser kennen zu lernen. Das Windverhalten bleibt etwas rätselhaft, besonders wenn der Südwind vom Ozean freie Bucht bläst.

Bleibt zu hoffen, dass die gewonnenen Erkenntnisse für den ersten Einsatz am Donnerstag trotz gewisser Wetteränderungen Gültigkeit haben.
Erster Start ist um 13:00 Uhr (AST), entspricht 18:00 Uhr (MEZ).

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1. Wettfahrttag (Donnerstag): Qualifying Races 1 und 2
Glücklich bei der ersten WettfahrtJunioren-Europameister Philipp Buhl trumpft zum Beginn der WM voll auf und zeigt den Arrivierten die Zähne. Mit zwei dritten Plätzen liegt der Sonthofener punktgleich mit Platz fünf an sechster Position.

In derersten Wettfahrt bei 3 bis 4 Beaufort ist Buhl mit gutem Start, richtigen taktischen Schlägen und seinem physischen Volleinsatz bereits am ersten entscheidenden Gradmesser (Position an der ersten Luvmarke) Zweiter. Auf der Vorwindstrecke verliert er wegen Innenpositions-Regel am Gate kanpp einen Platz an den Engländer Nick Thompson. Buhl wagt auf der Zielkreuz trotz nahen Verfolgern den Angriff auf den zweiten Platz, aber der routinierte Brite wendet exakt mit und lässt nichts mehr anbrennen.

Zur zweiten Wettfahrt frischte der Wind auf gut 4 Beaufort auf und ließ auch die Welle weiter anschwellen. Das taktische Großraumkonzept aus der ersten Wettfahrt konnte im Wesentlichen verlängert werden.

Der Segler vom Alpsee legt jetzt noch eine Kohle auf. Er behauptet die Poleposition am Backbord-Pinend und zieht mit einem bomben Start nach vorne. Bereits ab der Hälfte der riesig langen und anstrengenden Kreuz segelt Buhl mit auffallendem Abstand vor der Front des Feldes. An der Luvtonne dreht er mit über 30 m Vorsprung auf den Downkurs.
Später unterläuft ihm ein Steuerfehler, der prompt zu einer Kenterung führt. Obwohl das Boot schnell wieder steht, sind drei Verfolger an ihm vorbei. Im Ziel ist Buhl erneut Dritter.

Philipp Buhl gibt allesDamit belegt er im Zwischenklassement den sechsten Rang, punktgleich mit dem Fünftplatzierten. Ohne die Kenterung wäre Buhl auf dem besten Weg gewesen, an seinem ersten Tag einer WM-Teilnahme einen Wettfahrtsieg zu feiern und die Führung im Zwischenresultat zudem. Buhl dazu: „Wäre natürlich geil gewesen, aber letztlich zählt das unter’m Schlussstrich.“

Für morgen sind ähnliche Windverhältnisse prognostiziert: Sonnenschein und 4 Beaufort Atlantikwind aus dem Süden.

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2. Wettfahrttag (Freitag): Qualifying Race 3
Trotz bester Bemühungen konnte die Wettfahrtleitung nur eine Wettfahrt realisieren.
Philipp Buhl segelte im grünen Bereich und belegte den 15. Rang.

Segler verharren in Nebelschwaden
Geplant waren drei Wettfahrten, um im Voraus einen Ausgleich für die voraussichtliche Unterbrechung am Sonntag wegen des Hurricans Bill herzustellen, der ausgerechnet im Bereich der Nova Scotia voll auf die Küste treffen soll. Zustande kam nur eine Wettfahrt für jedes Fleet und mehrere Abbrüche gestarteter Wettfahrten sowie zahlreiche Gesamtrückrufe und damit natürlich auch eine auffällige Serien von BFD’s. Schuld an der zähen Weiterführung der Qualifyingserien war nicht etwa fehlender Wind, sondern ausreichende Sicht aufgrund von immer wieder aufziehendem teils dichtem Nebel.

Die größten Schwierigkeiten meisternIm Fleet Red beispielsweise, in dem auch Buhl segelte, war auf der Quterloop-Kreuz die Sichtweite durchwegs auf ca. 30 m eingeschränkt. Die Begleitboote der Coaches waren näher am Feld als zulässig, um die Segler nicht gänzlich aus dem Blickfeld zu verlieren. Natürlich hatten die Segler die größten Schwierigkeiten zu meistern, um überhaupt die Luvtonne zu finden. An taktisches Segeln war nicht mehr zu denken.

Buhl konstatierte, er sei angesichts der zahlreichen BFD’s und der teilweisen Irrfahrt froh, den Tag mit einer akzeptablen Platzierung überstanden zu haben. Er liegt im Zwischenklassement auf Platz zehn.

Für morgen sind erneut drei Wettfahrten vorgesehen. Der Wind soll auf 4-5 Beauffort wachsen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Nebel ausbleibt.



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3. Wettfahrttag (Samstag): Qualifying Races 4 und 5
Philipp Buhl erkämpft bei seiner ersten WM seinen ersten Wettfahrtsieg, und das in überaus kämpferischer und überragender Weise. Hut ab! Das macht ihm so schnell keiner nach. Das WM-Race Nr. 5 wird zu Buhls unvergesslichen Erfolgen zählen.
Zuvor sicherte sich der Sonthofener den 11 Rang und liegt gesamt auf Rang 5, punktgleich mit dem Vierten und Sechsten.

Drei Rennen hatte die Wettfahrtleitung auf dem Programm, für das Fleet mit dem nachträglich gecancelten Race 3 sogar vier Wettfahrten. Aber trotz einladendem kräftigem Ozeanwind ließ der Nebel über dem Meer die Hoffnungen zunehmend schwinden.
Die sehr kompetente Wettfahrtleitung setzte alles an die Weiterführung der Wettfahrten. Sie lotste mit den begleitenden Coachbooten ein Testfleet (jenes mit einem Race Rückstand) bei dichtem Nebel über 10 km in Richtung Westufer der St. Margrets Bay und fand dort tatsächlich brauchbare Sichtverhältnisse. Einem Start stand nichts mehr im Weg.
Glücklicherweise hatten die Nebelwände auch in der entfernteren Umgebung keine Überlebenschance. Mit Wind um 3 bis 5 Beauffort, Sonnenschein und anspruchsvoller Meerwelle sollte den Segler vor Einbruch des Hurrikans einen Wettkampftag mit erstklassigen Bedingungen geboten werden.

In der ersten Tageswettfahrt (Race 4) schien für Philipp Buhl vom Startweg alles gut zu laufen. An der Luvmarke rundet Buhl jedoch an 15. Position. Die rechte Seite bekam tatsächlich einen für möglich gehaltenen Vorteil eine schwer erklärbaren und völlig außergewöhnlichen Warmluftzone uferwärts.
Bis ins Ziel kann Buhl noch vier Konkurrenten seinen Spiegel zeigen und belegt am Ende den elften Rang. Damit lässt es sich auf dieser Ebene gut leben.

In der zweiten Tageswettfahrt (Race 5) schien Philipp Buhl in bester Kampfeslaune. Die Windrichtung hatte sich gegen Spätnachmittag etwas verändert und damit auch das Globalkonzept. Alles erschien jetzt klarer.
Buhl legt einen perfekten Start in der Polposition vor und kassiert bald danach über seinen körperlichen Volleinsatz und mächtigen Speed im Gegenschlag die linke Feldhälfte ab. Mehr war jedoch nicht drin, denn die rechte Feldhälfte rollte gnadenlos mit guter Höhe an. Buhl bleibt dem Grundrezept treu, modifiziert es aber gekonnt durch diverse Auswertungen von Gegnerpositionen und Mitnehmen der schier unmerklichen Windshifts. Nach Ende der fast unmenschlich langen Startkreuz liegt der Sonthofener in Front. Dieser Moment schien alle Kräfte in ihm zu entfesseln. Auf dem anschließenden Reacher, Vorwind, der zweiten Kreuz, dem zweiten Vorwind- und Raumschotkurz und schließlich der Zielkreuz lässt Buhl seinen Verfolgern nicht die geringste Chance auf einen Angriff. Zu weit hat er sie abgehängt. Am Ende steht eine souverände Bestzeit. Buhl stellt zu diesem sicherlich unvergesslichen Wettfahrtsieg bei seiner WM-Premiere fest: „ Ich glaube, ich habe bei dieser Wettfahrt einfach alles richtig gemacht, wo man leicht auch etwas falsch machen könnte.“

Philipp Buhl auf dem Weg zur perfekten Vollendung

Buhl schließt nun die Qualifyingserie mit dem unerwarteten fünften Rang. Damit kann er hoch zufrieden den wetterbedingt erzwungenen Pausetag genießen und zur Regeneration nutzen.

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4. Tag (Sonntag): Alle Races abgesagt
Am Samstag nach Rückkehr vom Wettkampfareal wurde zum Schutz vor dem mit Kurs auf die kanadische Westküste herannahenden Hurrikan Bill alles sturmfest gemacht: Zelt abgebrochen, alle Laser im Clubhaus eingelagert, alle Trainerboote aus dem Hafen entfernt usw.

Am Sonntag Mittag erleben wir im Bereich unserer Wohnhütte direkt am Meer bei Peggy’s Cove orkanartigen Sturm, kräftigen Regen und einen wütenden Ozean mit hereinbrechenden Wellenfronten in atemberaubender Höhe.

Hoffentlich bleibt uns die hin und wieder bedrohlich bebende Hütte stehen.

Impressionen zum Hurrikan:
- Bild 1
- Bild 2

Die Fortsetzung der Wettkampfaktivitäten ist für Montag 7:00 Uhr geplant. Ob die Ozeanwellen bis dahin soweit geglättet sind, erscheint mir höchst fraglich.

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5. Wettfahrttag (Montag): Mangels Wind keine Races
Ein Kompliment dem Veranstalter sowie allen Seglern und Mithelfern. Mit zielstrebigem Einsatz haben sie am Montagmorgen die umfangreichen Schutzmaßnahmen gegen den zwischenzeitlich vollständig abgezogenen Wirbelsturm Bill zurückgebaut. Selbst das Festzelt stand am Nachmittag wieder, als die Segler vom Revier zurückkehrten.

Leider kehrten die Athleten unverrichteter Dinge in den Hafen zurück. Der Wind hat sie im Stich gelassen. Offensichtlich hat Bill das Wettergeschehen auch nach seiner Verabschiedung etwas durcheinander gebracht.

Philipp zu Besuch am Supportboot seines VatersNach stundenlangem Abwarten in einer sanften und langperiodigen Dünungswelle (Folgen des Hurrikan) wuchs erst gegen Abend der Wind 1 bis 3 auf ca 5 Knoten (etwaiger Untergrenze für für Regattawettfahrten). Der selbstbewusste Wettfahrtleiter setzte dann gegen den lebhaften Protest vieler Segler eine Startprozedur in Gang, beließ es aber beim Versuch. Statt dem Startschuss kam nämlich die Startverschiebung und schließlich das Feierabendsignal.

Für morgen sind zum Ausgleich drei Wettfahrten mit vorgezogenem Ankündigungssignal angesetzt worden. Die Wetterstationen prognostizieren erneut nur leichten bis mittleren Wind, letzteres in einem sehr eingeschränkten Zeitfenster am Nachmittag. Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Wetterpropheten zu Gunsten von mehr Wind gründlich geirrt haben.

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6. Wettfahrttag (Dienstag): Finalserie Races F1, F2 und F3 (bzw. Races 6 bis 8)
Am heutigen Tag gelang es Philipp Buhl leider nicht, das bisher herausgearbeitete Top Ten-Resultat mehr oder weniger zu stabilisieren. Vielmehr hat er durch drei (im Goldfleet!) schlechte Platzierungen (40, 52 und 56) einen schweren Verlust einstecken müssen. Viele Fehler muss man auf diesem Leistungsniveau und vor allem im Goldfleet (aus einer Dreierteilung zudem) nicht machen, um im Handumdrehen auf solchen Platzierungen zu landen.

Es gab verschiedene Probleme, die an diesem Tag sehr schwierig zu beherrschen waren, weil sie sich teilweise auch gegenseitig verstärkt hatten. Die Hauptschwierigkeit war ganz klar die Treffsicherheit bei der Einschätzung der immer wieder einsetzenden und länger anhaltenden Windschwanker um 10 bis 20 ° und teils mehr. Wann sie einsetzten, musste man eben im richtigen Bereich des Areals segeln, um prompt den richtigen Schachzug machen zu können. Die Rennen wurden durchwegs auf den Kreuzen, vor allem der Startkreuz entschieden.

Die heutigen herben und sicher im Moment des Geschehens schwer verdaubaren Ereignisse beinhalten garantiert auch das Potential positiver Kräfte. Da sind wir uns ganz sicher. Dies beginnt bei der richtigen Fehleranalyse und künftigen Umsetzung und reicht bis zum gekonnten Umgang mit Niederlagen. Den Weg nach weit oben ohne Rückschläge gibt es für keinen. Die Kunst ist, sie in künftige Steigbügel verwandeln zu können.

Morgen endet mit drei Finalrennen die WM. Buhl wird sicher mit frischem Mut und voller Energie alles für einen positiven Abschluss einzubringen. Wir sind zuversichtlich. Am Wind wird es nicht fehlen.


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7. und letzter Wettfahrttag (Mittwoch): Finalserie Races F4 und F5 (bzw. Races 9 und 10)
Liebe Leser, es war leider nicht möglich, den letzten Tagesbericht einigermaßen rechtzeitig zu veröffentlichen.

Wie auch aus der Ergebnisliste zu sehen war, gab es für Philipp Buhl bei diesem Event zum Schluss keine Rückkehr zum Erfolg.
Bei 4 bis 5 Beaufort und relativ hoher Welle machte manchen Seglern (selbst den Motorbooten) herumschwimmendes langes Seegras (teils regelrechte Teppiche), das sich um Schwert und Ruder legte, schwer zu schaffen. So musste Buhl während der Startkreuz ans Ruderblatt greifen, um ein kräftig bremsendes Büschel dieses blätterigen Krautes zu entfernen. Da er versucht hatte, den Laser unter möglichst weitgehendem Druck auf Amwindkurs zu halten (was bei diesen Extrembedingungen schier gar nicht möglich ist), führte dies zu einer Kenterung, danach über die Restkreuz zu geschädigtem Wind und folglich zu einem der letzten Plätze an der ersten Luvmarke. Die Spitze des rasenden Feldes war dann eine dreiviertelte Reacherlänge (ca. 400 m) voraus.
Da gab es für Buhl in einem Goldfleet dieses Kalibers trotz Volleinsatz (den man mental und körperlich nach einem solchen Dämpfer erst mal hervorzubringen im Stande sein muss) nur noch um bescheidene Schadensbegrenzung. Ca. 12 Segler konnte er noch aufholen und ergatterte im Ziel mit einem 42. alles andere als ein berauschendes Ergebnis.

Bei der zweiten Tageswettfahrt (Finalrace 10) waren wir sehr gespannt, ob die am Vortag gewonnenen Erkenntnisse über die großraumtaktischen Verhältnisse doch noch aussagekräftig getestet werden können. Die sehr behäbigen und unregelmäßigen Windschwanker, ein diffiziles Spiel zwischen Sonne, Wolken,… , spielte bei dieser Windrichtung eine ähnliche Rolle wie am Vortag: Eine absolut gewichtige Rolle.
Der Segler vom Alpsee sollte sich aber nicht mehr unter Beweis stellen dürfen: BFD hieß es beim zweiten Startversuch.

Die WM war vorbei – für Buhl vorzeitig (und es erwischte natürlich wie üblich auch eine Reihe weiterer Segler). Dies ereignete sich gegen 15:30. Auf ein Finalrace F6, also eine dritte Tageswettfahrt, bestand daher keine Hoffnung mehr.

Die erste WM geht zu EndeUnterschiedliche Gefühle löste diese WM bei Philipp Buhl zweifellos aus. Zu Beginn ein unglaublicher Erfolg und in der Endphase geballte Enttäuschungen, die neben der Leistungserbringung auch noch zu verkraften waren.

Die Erfolgsphase zeigte, dass Buhl auch auf der höchsten Ebene bereits heute ziemlich weit vorne dabei sein kann, wenn es mag (wie man so schön sagt). Die zweite Phase führte ihm vor, wie nahe Erfolg und Absturz auf diesem dicht besiedelten Flecken Höhenluft beieinander liegen.

Diverse Perfektionierungen und Stabilisierungen sind noch nötig, und dies auch in Detailbereichen, die vermutlich noch gar nicht so recht bekannt sind (sehr wohl den Champions der letzten Jahre, deren Teams hoch professionell am Werk sind). Andernfalls sind die obersten Kirschen kaum zu pflücken.
So gesehen sind wir dankbar für das erlebte Szenario. Es zeigt uns auch den prinzipiell richtigen Weg.

Gewonnen hat ein wahrhaftiger Champion: Paul Goodison (England). Er ist fünffacher Europameister (auch amtierender), amtierender Olympiasieger und nun erstmals Weltmeister im Laser. Die Silbermedaille gewann der Neuseeländer Michael Bullot vor Goodisons Scandia-Teampartner Nick Thompson (England).

Buhl stürzte vom sagenhaften fünften Platz der Vorrunde auf den unglaublichen 50. Platz ab, was ihm sicher nicht gerecht wird. Ein Top Twenty wäre durchaus möglich gewesen (wenn es gewollt hätte). Philipps Kaderkollege und jahrelanger Profisegler Tobi Schadewaldt (Hamburg) erzielte in seiner siebten Laser-WM den 29. Rang. Die drei weiteren deutschen Teilnehmer segelten im Silber- und Bronzefleet.

Laser Weltmeister 2009
Philipp lässt aus der weiten Ferne, vom WM-Wettkampfort French Village / Halifax in der St. Margaret’s Bay der Nova Scotia / Kanada, alle seine Partner und Förderer, Fans und Gönner sowie seine Freunde und Bekannten und natürlich nicht zuletzt seinen Segelclub Alpsee Immenstadt (SCAI) herzlich grüßen.
Viele haben mir sicherlich fest die Daumen zum guten Gelingen gedrückt. Danke!! Aber diese Wirkungen sind halt leider auch nur begrenzt.

Ihre Nachricht wird garantiert gerne gelesen!
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Vielen Dank für die nette und zahlreiche Fanpost – auch wenn ich nicht auf alle eine Antwort schreiben kann!


Das war’s von der Laser-WM aus Kanada.
Schöne Grüße von hier.
Ihr Berichtverfasser
Friedl Buhl

Hervorragendes Qualifying und wertvolle Erfahrungen für Philipp Buhl bei WM Laser 2009

Harten Kampf gegen Wellen  
Philipp Buhl bei WM im Auf und Ab!
Wie mit einem Paukenschlag eröffnete sich Philipp Buhl, der frischgebackene Junioren-Europameister der Laserklasse, die WM der Erwachsenen in Kanada. Von 163 Athleten aus 51 Ländern segelte er bei leichtem bis mittelstarkem Wind über fünf Qualifying-Wettfahrten auf den fünften Rang und war damit auf einem unerwarteten Top-Ten-Kurs.
In der Finalserie ist der Segler vom Alpsee vom Erfolgskurs abgedriftet und irgendwie aus dem Rhythmus gekommen. Keine Wettfahrt wollte mehr gelingen. Hinzu kamen noch unglückliche Phasen. Für Buhl blieb am Schluss der enttäuschenden 50. Platz, eine Position, die seiner Leistungsfähigkeit ganz sicher nicht gerecht wird.

(French Village / Nova Scotia / Kanada 19. / 26.08.2009 (Text und Fotos: fb))
Mit gemischten Gefühlen endete für Philipp Buhl die Laser Weltmeisterschaft in der Atlantikbucht St. Margret’s Bay in Kanada. Für den Sonthofener, der noch zu den Junioren zählt, war es seine erste Senior-WMund sein zweiter Saisons-Höhepunkt. Bei seinem ersten Highlight, der JoEM zwei Wochen davor, erkämpfte er bekanntlich erneut den Titel und seine insgesamt dritte EM-Goldmedaille In Kanada war ein ähnliches Resultat natürlich nicht zu erwarten . Dazu fehlen noch die entsprechenden Erfahrungen und Entwicklungsjahre.

Aber Buhl demonstrierte in der Vorrunde (Qualifying), wie nahe er schon an den Großen seiner Disziplin dran ist. Mit zwei dritten Plätzen läutete er einen überaus erfolgreichen Beginn ein. Bei jeder dieser Wettfahrten fehlte nicht viel zum Sieg. Dieser war dem Seglertalent dann im fünften Qualifying Race gegönnt – sein erster bei einer WM, und wie souverän! Hier lief offensichtlich alles perfekt und die routinierten Profis hatten in seinem Fleet buchstäblich das Nachsehen. Buhl resümierte überaus zufrieden: „Ich glaube, ich habe bei dieser Wettfahrt einfach alles richtig gemacht, wo man leicht auch etwas falsch machen könnte.“ Er war mit dieser für einen WM-Newcomer herausragenden Leistungen an fünfter Position im Goldfleet für die Finalserie aufgestellt.

Dann unterbrach der tobende Hurrikan Bill für einen Tag die Veranstaltung. An einem weiteren Tag kam infolge des von Bill arg durcheinander gebeutelten Wettersystems ebenso keine Wettfahrt zustande. Es gab nur einen einzigen Startversuch nach stundenlangem Abwarten und Kursumbauen auf dem Atlantikrevier.

Am sechtsen Wettfahrttag schien es, als hätte der Wirbelsturmeinfluss auch am inneren Rhythmus von Buhl kräftig gerüttelt. In der Finalserie konnte der Segler vom Alpsee nicht mehr im Entferntesten an seine bisherigen Platzierungen anknüpfen. Er kam bei vier Final-Races nicht unter die 40. Position. Eine vordergründige Ursache sahen wir in den sehr schwierigen großraumtaktischen Entscheidungen. Wer allein auf der Startkreuz durch seine Seitenentscheidung nicht von Anfang an in den unregelmäßigen Takt der anhaltenden Windrichtungsschwankungen kam, um deren enorme Vorteile zu nutzen, hatte kaum noch Chancen auf ordentliche Platzierungen. Ein Großteil der Segler, auch die im Topbereich, hatte mit diesen ungewöhnlichen Bedingungen ein mehr oder weniger großes Problem.

Harte und gute ArbeitParallel zur schwierig einzuschätzenden Windsituation hatte Buhl aber auch noch mit Pech zu kämpfen . So musste er in der ersten Wettfahrt des letzten Tages ausgerechnet auf der so wichtigen Startkreuz eine Kenterung ausbaden, weil er während des Segelns ein vom Ruderblatt aufgefangenes Seegrasbüschel entfernen musste – bei kräftigem Wind und hohem Wellengang eine sehr heikle Sache!
In der vorletzten Wettfahrterhielt Buhl zu allem Überfluss noch einen BFD (Frühstartdisqualifikation) und konnte somit auch hier die Hoffnung auf wenigstens ein gutes Finale-Resultat begraben. Die letzte planmäßige Wettfahrt und letzte Chance, sich doch noch zu behaupten, verhinderte schließlich das Tageszeitlimit 16:00, da es zu mehreren Gesamtrückrufen kam und die Wettfahrtleitung Mühe hatte, eine passende Startlinie auszulegen.

Am Ende fiel Buhl unter den 163 Seglern aus 51 Nationen bis auf den 50. Platz zurück – sicherlich eine herbe Enttäuschung, aber auch lehrreich. Dabei unterliefen ihm in der Finalserie keinesfalls Fehler an Fehler. Bei dieser Konkurrenzstärke reichen bereits wenige Unzulänglichkeiten oder ein mittelgewichtiger Fehler für schwere Dämpfer aus.
Vielleicht mag aber auch eine Rolle gespielt haben, dass der Newcomer auf der obersten Ebene nach seinem unerwartet großen Einstiegserfolg plötzlich zuviel wollte. Jedenfalls dürfte er um wertvolle Erfahrungen reicher geworden sein.
Nicht nur Trost, sondern auch Genugtuung und Bestätigung für sein gereiftes Leistungsniveau war für Buhl sicher der helle Lichtschein über die gesamte Vorrunde seiner ersten WM.

Neuer und erstmaliger Weltmeister im Laser wurde der fünffache Europameister und amtierende Qlympiasieger Paul Goodison (England) vor Miachael Bullot (Neuseeland) und Nick Thompson (England).
Als bester von fünf deutschen Startern beendete der Hamburger Tobi Schadewaldt (29.) vor Buhl die WM.

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Skandia Sail for Gold, Weymouth, England, 2009

Harte Bedingungen beim Final-Wettfahrtsieg
Auf dem künftigen Olympiarevier in Weymouth unter harten Bedingungen seinen ersten Final-Wettfahrtsieg bei einer Weltcup-Regatta erkämpft: Philipp Buhl.
(Bild: Friedl Buhl)

Freude bei Philipp Buhl über ersten Wettfahrtsieg bei Weltcup-Regatta.

Am vorletzten Tag der Weltcup Regatta „Skandia Sail for Gold“ vor Weymouth an der englischen Südküste kam Philipp Buhl noch in den Genuss eines wohltuenden Schusses Balsam. Er gewann erstmals im Goldfleet bei einer Weltcup-Regatta eine Wettfahrt und besiegte hierbei die aktuell namhaften Größen.

In den Tagen zuvor wollten sich bei kräftigem bis starkem Wind die von Buhl anvisierten Ergebnisse nicht einstellen, obwohl er solche Bedingungen gerne mag. Buhl beendet den vierten Sailing Worldcup der Saison als 31. von 107 Teilnehmern aus 26 Nationen. Er konnte zwar sein hoch gestecktes Ziel, Eintritt ins Medalrace der besten Zehn, nicht realisieren, war aber aufgrund seines schönen Teilerfolges am Ende nicht unglücklich.
Ungewöhnlicherweise kamen die sieggewohnten Engländer auf ihrem Heinmrevier nicht auf die Podestplätze. Diese waren zu vergeben an Australien, Cypern und Österreich.

(Weymouth / England 14. / 19.09.2009 (Text und Fotos: fb))
Für die heutigen Profisegler und so auch für den Segler vom Alpsee hat das Revier vor Weymouth einen besonderen Reiz. 2012 werden hier die Segelwettbewerbe der Olympischen Sommerspiel von London über die Bühne gehen. Das Revier im Nordseekanal reizt aber auch aufgrund seines hohen Anspruchs und seines Reichtums an verschiedenen Revierbedingungen. In diesem Jahr war den Seglern kräftiger bis starken Wind nahezu ohne Ende beschert. Athleten, die das Gefühl von Anstrengungen bis an ihren Anschlag nicht scheuen und es gerne deutlich spüren wollen, kamen voll auf ihre Rechnung. In dieser Saison forderte kein anderes Worldcup-Event die athletische Komponente der Segler derart grenzwertig heraus.
Sehr anspruchsvoll war aber auch die Großraumtaktik, denn der Powerwind war wegen seiner Ablandigkeit teils krass drehend und böig. Die zwischendurch relevante und sehr unterschiedliche Tidenströmung steigerte erheblich die Komplexität der taktischen Abwägungen.
Am ersten Tag belegte Buhl die Plätze 19 und 33. Damit war er nicht zufrieden. Aber es war der Einstiegstag, an dem man erstmals die „Stellschrauben“ für’s Weitere noch nachjustiert.

Am Folgetag zeigte sich eine erfreuliche Steigerung: Platz zwölf im ersten Tagesrace. Außergewöhnlicherweise ließ die Wettfahrtleitung zwei Outerloop-Kreuzen segeln. Das bedeutete insgesamt drei lange Kreuzkurse pro Wettfahrt, die somit über eine Stunde andauerte. Bei böigem Wind um 5 bis 6 Bft gerieten wohl alle Laserathleten mehr oder weniger an ihre phyischen Leistungsgrenzen. Buhl resümierte: „Das war ein außergewöhnlich harter Tag.“

In der zweiten Tageswettfahrt erwischte Buhl die gelbe Flagge der Jury. (Kurzer Zwischenkommentar: Die Gelbe gab esfür ihn auf dem Reacher bei 4-5 Beaufort! Eine höchst fragwürdige und sachlogisch falsche Entscheidung!! Mehr kann man dazu eigentlich nicht sagen, weil die unabdingbar schnelle Schot- und Körperarbeit als Reaktionen gegenüber den gegebenen Bedingungen (Wind plus Welle) ausschließlich ein ganz gezieltes segeltechnisch nötiges Handel (Windanströmung, Bootslängslage und –querlage optimieren – mehr nicht) darstellen und mit Pumpen nicht das Geringste zu tun haben. Wann kapieren das bestimmte Jury-Leute endlich??) Die Folge, der 720°-Strafkringel, kostete ihm natürlich empfindlich Plätze. Hinzu kamen noch zwei Vorwind-Kenterungen aufgrund starken Böen und einer sehr kabbligen und steile Welle, die schwierig zu meistern war. Trotzdem war der hoch motivierte Verfolger noch als 23. im Ziel, unter Berücksichtigung der Defkte eine sehr beachtliche Leistung.

Am dritten Tag legte der Wind noch eine Kohle auf. Die Wettfahrtleitung ließ nicht auslaufen. Zu groß erschien ihr das Risiko im Grenzbereich des Segelbaren, vor allem, nachdem starke Böen bereits am Vortag gemessene 35 Knoten (bis 8 Bft) erreicht hatten. Zudem segeln u. a. die Laser ca. 1,5 Stunden gegen Wind und Welle, um im Norden der Bucht vor Osmington ihr Kursareal überhaupt zu erreichen.
Die meisten Segler werden es begrüßt haben, dass mit dieser Entscheidung eine ausgiebigere Regeneration möglich war.

Der vierte Tag brachte für den Allgäuer leider keine weitere Steigerung und somit auch keinen Durchbruch auf einen Medalrace-Kurs. Im Gegenteil, weitere unbefriedigende Ergebnisse zementierten die Position im Bereich der 40. „Dinge, die normalerweise problemlos funktionieren, klemmen ein wenig.“ Aber es gebe verschiedene Fortschritte. „Mein Ziel, wieder ein echter Vorwindraser zu werden, habe ich (zumindest im Moment) schon erreicht.“, stelle Buhl fest.

Am fünften und letzten Tag der Finalserie wollte es für ihn dann endlich klicken. Ein gut analysiertes und ausgeklügeltes Taktikkonzept passte einwandfrei auf die Strömungs- und Windverhältnisse. Dabei war die Windsituation schwieriger als in den ersten Tagen, weil die schwindende Stabilität der Wetterlage erhebliche Veränderungen während des Tagesverlaufes zur Folge hatte.
Buhl rundete als erster die Luvmarke – welch ein Gefühl in einem Weltcup-Finalrace im Goldfleet. Man kann sich schlecht vorstellen, welcher Erfolgsdruck für ihn in diesem Moment aufgeflammt sein muss. Auf dem Reach behauptet er die Führung. Danach wird es brenzlig. Der Argentinier Alsogaray schoss mit einem kräftigen Windverstärker von hinten auf und prompt an Buhl vorbei in die Führungsposition. Was jetzt einsetzte, war „ … ein echter Kampf bis zum Äußersten“, so Buhl. Es folgten weitere packende Szenen eines spannenden Duells, aber der aufs höchste Motivierte gab alles, um im Ziel die Bestzeit und endlich eine echt überzeugende Leistung verbuchen zu können: Mit Erfolg!
Besiegt waren (da Goldfleet) auch alle der Besten, vom Gesamtführenden und ehemaligen Weltmeister Slingsby (Australien) über den Gesamt-Weltcup-Sieger Thompson (England) bis zum zurzeit dominantesten Laser-Segler Goodison (amtierende Europa- und Weltmeister und Olympiasieger), trotz seines Heimvorteil.
Intern wird für den Segler vom Alpsee diesem ersten Wettfahrtsieg ebenso wie dem bei der WM (in einem Qualifyingrace) sicher historischer Wert angedeihen. Diese Spitzeneerfolge zeigen: Buhl hat als Nachwuchsathlet heute durchaus schon das Zeug, nahezu fehlerfreie Wettkämfte vorzulegen und dann mit der Weltelite voll mitzuhalten oder sie gar zu besiegen. Zum Erreichen der für Gesamt-Topplatzierungen unabdingbaren Leistungskonstanz muss jedoch noch viel Feinarbeit in alle nur denkbaren Bereich hinein geleistet werden. Sonst würde man die internationalen Topsegeler nie zuverlässig erreichen.

Trotz des verpassten Tickets für’s Medalrace (kam leider aufgrund von Windmangel gar nicht mehr zustande) und des „nur“ 31. Platzes der Endwertung muss der Sonthofener nicht traurig nach Hause fahren. Im Gegenteil. Er nimmt eine hoffnungsvolle Bestätigung mit. Wie heißt es so schön: „Was noch nicht ist, kann noch werden.“

Gewonnen hat der allgemein bekannte Starkwindspezialist aber ebenso auch Universalist, der ehemalige Weltmeister Tom Slingsby (Australien). Vor dem Zweitplatzierten Pavlos Kontides (Cypern) darf man den Hut ziehen - er ist zwar ein echter Profi, aber noch Junior. Den dritten Podestplatz sicherte sich der ehemalige Olympia Medalist Andreas Geritzer (Österreich). Lokalmatador Goodison reichte es dieses Mal „nur“ zum fünften Platz. Auch sein Kollege aus demselben englischen Rennstall und Skandia-Team, Nick Thompson, konnte mit Rang sieben , sozusagen vor der eigenen Haustüre, dort wo ihr Großsponsor Skandia alles puscht, nicht mit einem Podestplatz auftrumpfen. Vielleicht sind in derart besonderen Situationen auch solche Vollprofis vom nationalen Erwartungsdruck mental einfach auch überfordert.

Feierstunde beim SCAI

Würdigende und lobende Worte genießt der frisch gebackene Junioren-Europameister Philipp Buhl
Würdigende und lobende Worte genießt der frisch gebackene Junioren-Europameister Philipp Buhl (mitte). (links) Sportbeirat-Vorsitzender Sigi Wegmann, (von rechts) Werner Oppold, 3. Bürgermeister von Immenstadt und Wolfgang Deppe, Sonthofens 3. Bürgermeister.
(Bild Friedl Buhl)
 
SCAI ehrt Philipp Buhl zum erneuten Europameistertitel.

Blasmusik sowie prominente und zahlreiche Gäste sorgen für feierliche Kulisse.

(SCAI-Clubhaus 04.09.2009 (Text und Fotos: fb))

Philipp Buhl sorgte auch in dieser Saison wieder für den nötigen Anlass zu einer Meisterehrung. Sein Segelclub würdigte in einer von Blasmusik umrahmten Feierstunde seinen jüngsten großartigen internationalen Erfolg in der olympischen Laser-Klasse.

SCAI-Vorsitzender Uli Weigel hob besonders die international einmalige EM-Erfolgsserie von Buhl hervor. Er erkämpfte nämlich seit 2006 bei den Junioren Jahr für Jahr Podestränge. Bisher präsentierte Buhls Edelmetall-Sammlung zwei goldene, eine silberne und bronzene Medaille. Nun gelang es ihm in Schweden erneut, für Deutschland den JoEM-Titel und damit seine dritte EM-Goldmedaille zu sichern.

Die dritten Bürgermeister von Sonthofen, Wolfgang Deppe, und Immenstadt, Werner Oppold, betonten die große Bedeutung solcher sportlichen Spitzenerfolge nicht nur für die Städte Sonthofen bzw. Immenstadt, sondern für gesamte Region, das Allgäu und darüber hinaus. Buhl trage mit seinen Erfolgen seit Jahren dazu bei, als sympathischer Botschafter unsere Region in der Welt bekannt zu machen.

Sportbeirats-Vorsitzender Sigi Wegmann blickte nach seinen würdigenden Worten sehr selbstsicher voraus, indem er sagte: „ Philipp, bei Olympia 2012 in London rechne ich mit dir ganz fest!“.
Ob dem Sportbeiratsvorsitzenden dabei so richtig bewusst war, dass es in Deutschland – wie kaum in einem anderen Land – vom olympischen Sportbund ganz besonders hohe Qualifizierungshürden aufgestellt wurden, damit maximal 1 Sportler pro Disziplin überhaupt zu Olympia darf? Der Slogan „Dabei sein ist alles.“, gilt nach unserem deutschen Reglement ganz und gar nicht. Nach 1996 (Laser erstmals olympisch) hat kein deutscher Lasers-Athlet mehr die spezifisch nationalen Qualifizierungskriterien (z. B. zweimal Top Ten bei den WMs davor) geschafft. Ohne Übertreibung kann die Laser-Klasse der Männer als die mit Abstand konkurrenzhärteste Segeldisziplin bezeichnet werden, was das Qualifizieren ganz besonders schwer macht.

Nach Worten der Begrüßung und des Dankes an seine Sponsoren und Förderer vermittelte schließlich der Geehrte mit anschaulichen und spannenden Schilderungen den zahlreichen Gäste einfühlsame Impressionen vom sechstägigen Wettkampfgeschehen vor der schwedischen Ostseeküste. Buhl unterstrich auch die große Bedeutung der guten Teamarbeit mit seinem Vater im Zusammenhang mit der fachlichen Betreuung im Verlaufe des Wettkampfes.

Clubmeisterschaft Flying Dutchmann und Korsar, 2009

Im FD auf Clubmeister-Kurs: Friedl und Philipp Buhl
Im FD auf Clubmeister-Kurs: Friedl und Philipp Buhl
(Bild: Ali Seltmann)
Clubmeisterschaft Flying Dutchmann und Korsar, 2009
Friedl und Philipp Buhl sind die neuen Clubmeister im FD – zum ersten Mal. Sie gewannen bei leichten bis mittleren Ost- und Westwinden drei von insgesamt vier Wettfahrten und übernahmen klar die Führung in der Gesamtwertung.
Hubert Waibel / Bene Wiedemann waren Buhls gefährlichste Verfolger. Sie siegten einmal und belegten am Ende den zweiten Rang.
Den dritten Podestplatz sicherte sich die FD-Nachwuchssegler-Mannschaft Christian Wohner / Rüdiger von Maxen.
Im Korsar platzierte sich Jurgen Raske / Dr. Matthias Brandt vor Thomas und Ilse Conrad.

(Immenstadt / Alpsee 26. / 27.09.2009 (Text und Fotos: fb))
Der erste Tag bescherte den SCAI-Seglern zu ihrer Clubmeisterschaft exzellenten Ostwind, der zwar mit seinen berüchtigen Tücken hie und da die Segler überraschte aber verhältnismäßig schön zu nehmen war.
Das Wettfahrtleiter-Stellvertreter-Team Moni und Andi Hollerweger startete die Korsar-/FD-Gruppe vom Clubhaussteg aus Richtung Osten. Nur Dank des besonders genehmen Ostwindes war diese Startkreuz überhaupt erst möglich. Für die Segler mit Platzierungsambitionen war die sehr kurze Kreuz indes sehr schwierig, denn ein guter und schnellen Start spielte eine besonders gewichtige Rolle für die Position beim Runden und auf den anschließenden Raumkurs.

Bei der ersten Wettfahrt behaupteten sich Buhl / Buhl mit klarem Abstand vor Waibel / Wiedemann und Wohner / von Maxen.

Im zweiten Rennenergaben sich spannen Positionskämpfe und im Ziel war dieses Mal Waibel / Wiedemann vor Buhls. Auch das Team Wohner / Rüdiger bekam von seinen Hauptkonkurrenten Karl Riedesser / Werner Eichele ihre nicht schlechte Schlagkraft zu spüren: Die letztgenennten belegten nämlich den Dritten.

Im dritten Race konnte nun jedes Team zum Tagesabschluss seine Revanche gegenüber seinem angemessenen Hauptgegner wahrnehmen. Der Zielhuper fiel für die Mannschaft Buhl. Danach querten Waibel / Wiedemann vor Wohner / von Maxen die Ziellinie.

Die Korsar-Segler begnügten sich mit zwei Wettfahrten. Beide gewannen Raske / Dr.Brandt vor Thomas / Ilse Brandt.

Am zweiten Clubmeisterschaftstag war Wettfahrtleiter Ali Seltmann wieder präsent. Er hatte auch Wind und Sonne mitgebracht, zur Abwechslung war es Wind aus West. Besser gesagt, schwankend aus leicht Südwest bis Nordwest. Dies verlangte bekanntlich besonderes Können in der Großraumtaktik. und ein scharf blickendes Adlerauge nach den günstigsten Windentwicklungen in der Alpseeferne sind zudem hilfreich.
Die FD-Szene wurde am Sonntag noch um die Mannschaft Rainer Gerstl / Christian Porsche bereichert. Einer schönen und spannenden segelsportlichen Auseinandersetzung stand nichts mehr im Wege.
In der ersten Tageswettfahrt waren die im Zwischenklassement führenden Buhls nicht zu schlagen. Gerstl / Porsche konnten trotz eines Frühstart-Rückrufes die zweite Position belegen. Die weiteren Plätze gingen an Waibel / Wiedemann, Wohner / von Maxen und Riedesser / Eichele.

Bei den Korsaren ergab sich im Ergebnis ein unverändertes Bild: Raske / Dr. Brandt vorne.

Eine fünfte Wettfahrt wurde zwar vor dem ersten Sonntagstart in Abstimmung noch vereinbart, aber aufgrund des etwas abflauenden Windes und nicht zuletzt auch wegen der geklärten Verhältnisse im Resultat, entschloss man sich zur Beendigung der Wettfahrtserie.

Ein herzlicher Dank geht an das Wettfahrtleiter-Team, das auch für dieses rein zahlenmäßig eher bescheidene Regatta-Event zur Verfügung stand. Aber sie wussten wohl, wem sie sich in den Dienst stellten: Seglern des SCAI, die gerne segeln.
Tatsache ist auch: Fazinationen, Spannung, … beim sportlichen Wetteifer werden nicht wesentlich von der Anzahl an Teilnehmern bestimmt. Sonst könnte es nicht sein, das ein Segel-Matchrace oder z. B. auch ein Boxkampf an Spannung gar unübertrefflich sein können.
Im diesem Sinne können wir beruhigt in die Zukunft unserer stets schönen Clubmeisterschaft blicken.


Ergebnisse Flying Dutchman:
1. Friedl Buhl / Philipp Buhl, (Plätze 1, 2, 1, 1; ergibt 3 Pkte. netto)
2. Hubert Waibel / Bene Wiedemann, (Plätze 2. 1, 2, 3; ergibt 5 Pkte. netto)
3. Christian Wohner / Rüdiger von Maxen, (Plätze 3, 4, 3, 4; ergibt 10 Pkte. netto)
4. Karl Riedesser / Werner Eichele (Plätze 4, 3, 4, 5; ergibt 11 Pkte. netto)
5. Rainer Gerstl / Christian Porsche (Plätze DNC, DNC, DNC; 2 ergibt 12 Pkte. netto)


Ergebnisse Korsare:
1. Jurgen Raske / Dr. Matthias Brandt (Plätze 1, 1, 1; ergibt 3 Pkte. netto)
2. Thomas Conrad / Ilse Conrad, (Plätze 2, 2, 2; ergibt 6 Pkte. netto)

Die Segler der SCAI-Clubmeisterschaft im Flying Dutchman und Korsar.
Die Segler der SCAI-Clubmeisterschaft im Flying Dutchman und Korsar.
(Bild: Ali Seltmann)

Beim FD-Cup in Eching Überraschungssieger

Das Siegerteam vom Echinger FD-Cup
Mit Draufgängertum und Glanzleistung zum Sieg.

Philipp Buhl / Rüdiger von Maxen zeigten den FD-Erfahrenen eindrucksvoll, was ein Jungteam bei Leicht- und Starkwind schon alles gelernt und drauf hat. Sie gewannen den traditionellen FD-Cup vor Eching am Ammersee. Dabei war ihr Sieg ein ganz besonderer: Punktgleich und damit knapp und doch erstaunlich souverän. Denn bei starkem, böigem und drehendem Wind um 5-6 und in den Böen bis 7 Bft (Nähe seglerischer Grenzbereich!) fighteten die beiden jungen Alpseeler in der letzeten Wettfahrt mutig und ohne Risikoscheu über den langen klassisch-olympischen Ammerseekurs und verwiesen die Konkurrenz mit deutlichem Abstand auf die Plätze. „Die jungen Wilden“, nannte man sie bei der Siegerehrung.
Die zwei weiteren FD-Mannschaften Hubert Waibel / Stefan Waibel und Friedl Buhl / Adalbert Netzer belegten von insgesamt 15 Booten den sechsten bzw. neunten Platz.


(Eching 03. / 04.10.2009 (Text und Fotos: fb u.a.)
Die Wettfahrtleitung des ESC konnte am Samstag gegen Mittag die erste Wettfahrt bei leichtem Südwind starten. Philipp Buhl / Rüdi von Maxen passierten das Ziel an dritter Position. Friedl Buhl / Adalbert Netzer konnten trotz einer Rückkehr zur Startlinie wegen zu eiligen Startens noch den sechsten Rang vor Hubert Waibel / Sohn Stefan erreichen. Kurt Müller / Ralph Aicher (Staffelsee) verbuchten den Ersten.

Nach dem zweiten Start gab es keinen Zielschuss, sondern einen Abschuss. Gott sei Dank! Dazu hatte sich die Wettfahrtleitung erst nach zu langem Abwarten entschlossen, denn kaum ein Segler dürfte während des gemächlich auf nahezu null abgeflauten Windes noch Spaß am „Segeln“ verspürt haben.

Nach längerem Abwarten kam doch noch der vorhergesagte leichte bis mittlere Westwind auf und ermöglichte eine ordentliche zweite Wettfahrt. Die Winddreher unter Land waren allerdings sehr krass und auch sonst war die Fähigkeit von guter Winderkennung von großer Bedeutung. Die SCAI-Nachwuchssegler Philipp / Rüdiger beherrschte dies eindeutig am besten. Trotz eines eher misslungenen Starts taktierte sich die Mannschaft kontinuierlich nach vorne und verwies Müller / Aicher auf Platz zwei. Das Vater / Sohn-Team Waibel ersegelte einen einwandfreien vierten Platz. Buhl / Netzer reichte aus sehr guter Position ein anhaltender Wind-Rechtsdreher deutlich zurück; es reichte ihnen am Ende nur auf Platz neun.

Am Sonntag wartete der angesagte kräftige Wind aus West schon früh am Morgen auf. Man konnte sich in Anschein den rauschenden Blättern und biegenden Baumästen leicht vorstellen, dass es heute draußen sicher voll zur Sache gehen würde. Wer den Ammersee kennt, weiß auch um den sehr schwierig zu segelnden starken Westwind auf diesem Revier, da er hinsichtlich Böigkeit und Drehwüchsigkeit zumindest im Bereich der uferseitigen Kurshälfte nicht kleinlich zimperlich auftritt.

Kenterungen gab es bereits vor dem Start, so auch bei Philipp / Rüdi. Philipp erzählte später: „Als die Startuhr die letzte Minute vor dem Start anpipste, hingt ich noch 100 m unter der Startlinie am Schwert des durchgekenterten Schiffes.

Mehr Pech von den Alpsee-Seglern hatte Buhl / Netzer. Keine 10 Sekunden nach dem Startschuss verhinderte ein Defekt an der Genuaschot ein Weitersegeln, und aus war’s mit dem Genuss eines herausfordernden Windes, auf den sie sich sehr gefreut hatten.

Philipp Buhl und Rüdi von MaxenDiese Wind-Wettfahrt sollte die Show-Wettfahrt des jungen Alpsee-Teams Buhl / von Maxen werden. Trotz eines um 200 m verspäteten Starts heizten die beiden dem FD-Feld ein. Sie holten es an seinen Enden bald ein und übernahmen an der zweiten Kreuz sogar die Führung von Müller / Aicher.

Zwischenzeitlich warteten wir nach Reparatur unseres Schadens im Kursareal auf die weitere Wettfahrt und konnten als Entschädigung das interessante Regattageschehen vor der Kulisse der schäumender Wellen verfolgen.

Buhl / von Maxen scheuten kein Risiko. In draufgängerischer Manier setzen sie auch auf den Raumschenkeln den Spi, obwohl der Wind bereits auf 5 – 6 aufgefrischt und in Böen Verstärkungen bis 7 Bft erreicht hatten. Müller / Aicher hatten zwischenzeitlich ein technisches Malheur mit einer Spinnakerschot. Waibel / Waibel waren in guter Position durchgekentert und konnten sich mit eigener Kraft leider nicht mehr aufrichten. Einige weiteren FD’s segelten auf mehr Vorsicht oder hatten ebenso technische Probleme.

Sche…! Plötzlich kenterte auch das führende Boot vom Alpsee, als es auf dem zweiten Raumschenkel mit allen Segeln Richtung Leetonne glühte. Müller / Aicher kamen näher. Aber sie hatte keine Chance. Philipp stellte mit Rüdi den FD faszinierend schnell wieder auf, fast so, als wäre es ein Laser. Jetzt galt es für sie, den FD auf der Zielkreuz nochmals voll ins Gleiten zu bringen. was die beiden auch sauber hinbrachten. Das Zuschauen war in der Tat eine Augenweide. Die „Jungen Wilden“ , wie sie später an Land bezeichnet wurden, gewannen trotz verspätetem Start und einer Kenterung die Wettfahrt mit sehr hohen Anforderungen. Was hier vorgeführt wurde, hatte eine Menge mit gut entwickelter Athletik, professionellen Segelkenntnissen zu tun und nicht zuletzt mit dem ausgiebigen Kenenlernen eines Sportgerätes (dem Flying Dutchman) bereits seit Kindheit und frühester Jugendzeit.

Eine weitere Wettfahrt wäre noch auf dem Programm gestanden. Buhl / Netzer und Buhl / von Maxen warteten darauf. Aber sie waren die einzigen. Die anderen hatten sich aus unterschiedlichen Gründen ans Ufer zurückgezogen. In dieser Situation beendete die Wettfahrtleitung die Regatta vorzeitig. Schade!. Vielleicht wäre es vernünftiger gewesen, die langen drei Runden auf zwei zu beschränken und dafür möglicherweise die noch fehlende vierte Wettfahrt zustande zu bringen.

Den Echinger FD-Cup haben somit Philipp Buhl / Rüdi von Maxen gewonnen. Auf Platz zwei konnten sich Kurt Müller / Ralph Aicher (Staffelsee) vor Franz Menzer / Ernst Hiegele (Eich, Rheinland-Pfalz) behaupten. Die weiteren Platzierungen der SCAI-Segler: Hubert Waibel / Stefan Waibel (6.), Friedl Buhl / Adalbert Netzer (9.) und Franz Josef Schild mit auswärtigem Steuermann Rolf Ortmann (ESC) (14.).

Ein dickes Lob an den Veranstalter, genauer gesagt an Elfriede und Robert Ness und seine engagierten Mithelfer. Das selbst gekochte Kesselfleich mit allem Drum und Dran hat wieder einmal ausgezeichnet geschmeckt. Dies allein wäre schon die Reise nach Eching wert.

FD-Segler des SCAI beim Echinger FD-Cup

Philipp Buhl sollte auf 2 „Hochzeiten“ tanzen können

Für Wahl zum Juniorensportler des Jahres nominiert.
Termin fällt mit Laser-IDM zusammen.

(Immenstadt/ Hamburg, 16.10.2009 (Text: fb)) Philipp Buhl in der Vorauswahl
Vor geraumer Zeit schlug der Deutsche Seglerverband das Talent Philipp Buhl aufgrund seiner sportlichen Glanzkarriere für die Nominierung zur Juniorensportler-Wahl des Jahres vor. Mit Erfolg!
Buhl wurde zwischenzeitlich vom zuständigen Fachgremium des Deutschen Olympischen Sportbundes unter Mitwirkung der Stiftung Deutsche Sporthilfe zur Wahl nominiert ( sporthilfe.de ) . Dies bedeutet, dass sich der Sonthofener Erfolgs-Segler unter einer großen Bewerberzahl über alle Sportarten bereits im engen Kreis der besten zehn mit den herausragensten Leistungen der letzten Jahre befindet. Ausschlaggebend waren vor allem Philipps Titelgewinne und Medaillenplätze bei Welt- und Europameisterschaften:

- Bronze JoEM 2006 - Bronze JoWM 2007 – 2-fach Gold JoEM – Silber JoEM 2008 – Gold JoEM 2009

Am Freitag, 16. Oktober, wird in Hamburg eine Jury während eines Festaktes die Wahl der Positionen der Nominierten vornehmen – just an dem Tag, wo am Alpsee bei der IDM entscheidende Wettfahrten um den Titel ausgetragen werden.
Buhl sollte nun auf beiden „Hochzeiten“ tanzen können, als eingeladener Kandidat bei der Sportlerwahl in Hamburg und andererseits als favorisierter IDM-Titelkämpfer auf seinem Heimrevier.

Buhl hat sich für die IDM entschieden, genauer gesagt, für die IDM des SCAI am Alpsee. Sie ist eben für ihn eine ganz besondere; weil sie sein Heimat-Club auf seinem irgendwie immer noch geliebten Heimrevier Alpsee veranstaltet. Andernfalls dürfte Philipp bereits in Hamburg weilen.

Laser-Weltcup, Palma de Mallorca, 2010

Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt findet beim Einstieg in den Sailing Worldcup 2010 die Erfolgsspur.Philipp Buhl vom Segelclub Alpsee Immenstadt findet beim Einstieg in den Sailing Worldcup 2010 die Erfolgsspur. (Bild: Friedl Buhl)

Philipp Buhl mit 12. Platz beim ersten Weltcup-Event voll zufrieden.

Der erste Saisons-Weltcup auf dem europäischen Kontinent war für Laser-Segler Philipp Buhl sein Auftakt für 2010. Am Start waren 131 Teilnehmer aus 36 Nationen, damit ein Großteil der Weltelite. Buhl belegte den hervorragenden zwölften Rang. „Mit diesem Ergebnis bin ich sehr zufrieden, vor allem auch, weil es nach fünf Monaten Zwischensaisons-Training wieder mein erster Wettkampf war“, stelle er fest.

Der Athlet vom Segelclub Alpsee Immenstadt hat das begehrte Finale (Medal-Race) der besten Zehn nur knapp verfehlt. Hierzu meinte er: „Das Medal-Race wäre natürlich schön gewesen, aber ich hatte es mir für den Anfang noch nicht als Ziel gesetzt.“(Palma de Mallorca, 28.03/02.04.2009 (Text und Bilder: fb))

Einz-Bsv80Für Philipp Buhl kommt es darauf an, den athletischen Leistungslevel über die Zwischensaison feinsäuberlich vorzubereiten und dann in Wassertrainings und Wettkämpfen die segeltechnische Formkurve auf die Saisonshöhepunkte hin stetig nach oben zu entwickeln. So hatte der Oberallgäuer entgegen seinen Kaderkollegen und zahlreichen anderen Weltklasse-Seglern beispielsweise auf die Weltcup-Regatten in Australien (Melbourne) und USA (Miami) im Winter verzichtet, um sich stattdessen einem gezielten und vielgestaltigen Athletik-Training hinzugeben, in das beispielsweise auch Wintersportarten eingebunden waren. Buhl vertritt hierzu seine eigene Philosophie: „Ich brauche unbedingt meinen längeren Abstand zur sportlichen Hauptdisziplin. Damit wird die so wichtige Motivation wieder richtig aufgefrischt.“ Zudem wolle er auch auf einige alpine Skirennen und den Trainings hierzu nicht verzichten, was sich auf die Bewegungsmotorik sehr vorteilhaft auswirke.

Einz-Sh80Buhls aktuellste Ergebnisse in Palma bestätigen die Richtigkeit seiner Art der Vorbereitungen. Gleich von Beginn an gelangen ihm in Palma Wettfahrten mit einwandfreien Starts, hohem Speed und ohne größere taktische Fehler. Damit lag er nach dem vierten Qualifizierungs-Race an 18. Stelle und war schließlich souverän im Goldfleet (beste Hälfte) nominiert.

Wegen zu starkem Wind und hohen Wellen am dritten Tag entschied die Wettfahrtleitung nach mehreren Startverschiebungen, die Segler aus Sicherheitsgründen nicht auslaufen zu lassen.

Am Folgetag musste Buhl zwar einen 26. Rang einstecken, trumpfte aber gleich anschließend mit einem Fast-Wettfahrtsieg auf. Dabei arbeitete er sich aus der zunächst 19. Position faszinierend nach vorne und überholte auf dem Zielkurs sogar noch den WM-Dritten Nick Thompson (England) an zweiter Position.

scai-logo-80pZum Ende der Finalserie verlief das Geschehen für den Sonthofener sehr durchmischt. Zunächst Rang sieben. Damit rückte eine Qualifizierung ins Medal-Race greifbar nahe. Anschließend aber ein herber Dämpfer, ein 48. Platz. Alle Segler auf der rechten Kurshälfte wurden auf der Startkreuz durch einen unkalkulierbaren anhaltenden Winddreher hoffnungslos nach hinten gespült. Dieses Pech setzte sich für Buhl fort, indem das letzte Finalserien-Race von der Wettfahrtleitung kurz vor Ende abgebrochen wurde, wodurch ihm ein vermeintlicher 12. bis 10. Platz verloren ging. Buhl etwas enttäuscht: „Das Ticket zum Medal-Race sollte wohl nicht sein.“ Trotzdem war er über seine Gesamtleistung, Rang 12 und klar bester Deutscher, hoch zufrieden.

Im „Poeblo Espaniol“ (Palast des spanischen Volkes) wurden die Erstplatzierten in würdevollem Zeremoniell mit den attraktiven Preisen der „Princesa Sofia Trofeo“ geehrt:, und 3. Mike Bullot (Neuseeland), 2. Tonci Stipanovic (Kroatien) und unter tosendem Beifall der Sieger aus dem eigenen Land, Javier Hernandez (Spanien).

IDM Laser 2009, Alpsee - Tagesberichte

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'IDM Laser Männer 2009 auf dem Großen Alpsee ist das zeitlich letzte, aber doch ein ein ganz besonderes Top-Event für Philipp Buhl in der der laufenden Saison. (Foto: Friedl Buhl)

Eventticker – Tagesberichte zu Philipp Buhl:

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Silbermedaille für Philipp Buhl bei Laser-IDM

Thumbnail imageSilbermedaille für Philipp Buhl bei Laser-IDM

Das Sonthofener Seglertalent Philipp Buhl wurde seiner Favoritenrolle bei der Deutschen Meisterschaft auf dem Großen Alpsee gerecht. Er segelte über acht Wettfahrten ständig auf Podestkurs und sicherte sich mit einem vierten Platz im entscheidenden Finale (Medal-Race der besten Zehn) die Position des Deutschen Vizemeisters in der olympischen Laserklasse der Männer. Damit ist Buhls Trophäensammlung bei Int. Deutschen Meisterschaften im Laser seit 2005 jährlich um eine Medaille reicher geworden: Insgesamt 3-mal Gold, 1-mal Bronze und nun Silber. Buhl hat damit nicht nur seinen Segelclub, sein Bayern 2012 Sailingteam, und die Region Allgäu würdig vertreten, sondern darüber hinaus Bayern, ja sogar ganz Süddeutschland. Topsegler Buhl ist seit Jahren der gefürchtete Gegner der starken norddeutschen Konkurrenz.

Deutscher Meister wurde der um jahrelange Erfahrungen reichere Tobi Schadewaldt (NRV, Hamburg). Während des sehr spannenden Medal-Races hatte er seine Gesamtführung zeitweise fast schon an Angreifer Buhl verloren. Sein sehr risikovolles Taktikkonzept ging am Ende nicht voll auf, und er musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben. „Das ist okay. Die fehlt mir ohnehin in der IDM-Samlung.“, so sein Resümee. Den dritten Rang sicherte sich der Medal-Race-Sieger Frithjof Schwerdt (VSaW, Berlin) vor Malte Kamrath (VsAW, Kiel / Berlin) und Michael Zittlau (SMCÜ, Überlingen). 

(Immenstadt, 14./18.10.2009 (Text und Fotos: fb)) Der Favorit vom veranstaltenden Segelclub SCAI, Philipp Buhl, war als Drittplatzierter der Deutschen Rangliste und auch aufgrund seiner zahlreichen internationalen Toperfolge natürlich auch ein Favorit für einen Medaillenrang. Damit war seine mentale Beanspruchung vor dem heimischen Publikum natürlich nicht gering, auch wenn die IDM für ihn nicht den Rang eines Saison-Highlights hatte.

Der flaue und nicht segelbare Wind im Verlaufe der ersten zwei kalten winterlichen Tagen forderte von den Seglern ein hohes Maß an Geduld und die Fähigkeit nach bestmöglicher Konservierung der Leistungsform für den Beginn der Wettbewerbe.

Erst am dritten Tag war es so weit. Dann ging es seglerisch bei auffrischendem bis kräftigem kaltem Wind um 4 bis 6 Beaufort voll zur Sache. Prompt bewies Lokalmatador Buhl seine mentale Stärke und seglerische Schlagkraft durch seinen Sieg im Auftakt-Race. Am selben Tag segelte er noch zweimal auf den dritten und einen sechsten Rang. Das reichte dem Einheimischen zunächst zum dritten Platz im Zwischenresultat – punktgleich mit Titelverteidiger Schadewaldt. Kamrath lag in Führung.

Wettfahrtleiter AliSeltmann startete aus Gründen des Nachholbedarfes und aus Vorsorge zur Sicherung der Meisterschaft gleich vier Wettfahrten über die volle Distanz. Bei diesem anspruchsvollen Wind und der frostigen Lufttemperaturen um 0° C bekam ein Großteil der Segler ihre Grenzen deutlich bis hart zu spüren. Alle Athleten, die dies durchgehalten haben, ernteten allgemein hohe Anerkennung von den zahlreichen Zuschauern – unabhängig von ihrer Platzierung.

Der zweite Wettfahrtag (insgesamt 4. Tag) verlief für Buhl gut aber nicht perfekt. Mit einer dritten und vierten Position behauptete er sich zwar weiter auf Rang drei. Aber ein neunter Platz belastete seine Punktebilanz. Dieser neunte war letztendlich sein schlechtestes Ergebnis und konnte gestrichen werden.

Der Gesamtausgang der Meisterschaft hing schließlich von der doppelt zählenden Finalwettfahrt ab. Diese wurde für die bis dato zehn Besten als Medal-Race auf verkürztem und zuschauergünstigen Kurs unmittelbar vor der Publikumskulisse um das Clubhaus ausgetragen. Buhls oberstes Ziel war natürlich der Titelgewinn , und als Drittplazierter sah er sich in der Angreifer-Position. Er hatte sich ein sehr riskantes Taktikkonzept gegen seine Gegner ausgedacht. Mit seinem sofortigen Schlag auf die im Moment des Starts nicht ganz optimale Nordseite fand er Nachahmer und spaltete sofort das Feld auf. Innerhalb der nächsten Minuten hätte er eine Nordschwankung des Windes benötigt, so wie sie sich zuvor immer wieder eingestellt hatte. Dies trat nicht ein. Buhl rundete somit nur als achter die Luvmarke. Alles schien für ihn verloren. Aber an der Leemarke war er aufgrund seiner ausgefeilten Vorwindtechnik wieder an dritter Stelle und rundete im gefährlichen Gedränge in der Vorfahrtsposition die Leemarke vor dem dichten Pulk – auch vor dem Verteidiger Schadewaldt.

Vielleicht hätte Buhl jetzt auf der zweiten Kreuz das Angriffsrisiko mehr begrenzen müssen. Aber er handelte wohl nach dem Motto „Alles oder eben ein anderer Podestplatz.“ Wieder setzte er auf die See-Nordseite und hoffte auf den nicht unwahrscheinlichen Wind-Rechtsdreher - vergeblich. Buhl verlor wieder einige Plätze. Erstaunlicherweise konnte er sich auf der Vorwindstrecke erneut wieder in den Spitzenbereich vorsegeln. Einen weiteren Konkurrenten schnappte er sich noch auf der kurzen Zielkreuz und querte schließlich als Vierter das Ziel.

Buhl reichte dies zum 2. Platz, aber nur deshalb, weil der bis dato zweitplatzierte Kamrath im Medal-Race abgeschlagen war und sich somit selbst aus den Medaillenrängen katapultierte. Sicherlich war auch Kamraths unglücklicher Verlauf im Kalkül von Buhls Risikoplan.

Unter tosendem Kuhschellen-Geläut wurden die Medal-Race-Führende auf dem Zielsteg vor der gefüllten Publikums-Arena des SCAI-Clubgeländes eindrucksvoll gefeiert: Schwerdt, Schadewaldt, Zittlau, Buhl und Patrick Follman (DTYC), usw.

In der Endwertung hat Titelverteidiger Tobi Schadewaldt die Goldmedaille erneut verdient gewonnen. Er ist wirklich stark gesegelt. Für den Veranstalterclub sicherte sich Philipp Buhl das silberne Edelmetall. Bronze holte sich Frithjof Schwerdt.

Bestimmt bleibt die IDM am Alpsee den Seglern und sonstigen Beteiligten lange in (hoffentlich guter) Erinnerung, denn von fast allem war etwas zu erleben: Flaute und Wartetage, leichter bis starker Wind, Sonne, Regen, Nebel, Kälte, Winterkulisse samt Schnee auf den Persennigen und ein sicherlich sehr ordentliches Rahmenprogramm.

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