Traumhaft starkes Finish

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Philipp Buhl schnappt zum Schluss die Bronzemedaille

(Gesamtbericht, veröffentlicht am 17.01.2024)
(Adelaide, Australien, 03./08.01.2024 -- Text: : Friedl Buhl, Bilder ©: (siehe Bildangaben))
 
Die Australian Championship vor Adelaide war in der olympischen ILCA-Klasse (Laser-Klasse) so hochkarätig international besetzt wie wohl kaum jemals zuvor. Die über zwölf Wettfahrten an sechs Tagen geplante international offene Landesmeisterschaft zog nahezu die gesamte Weltelite an. Denn etwa drei Wochen später findet auf demselben Revier die Weltmeisterschaft 2024 statt.
„Damit ist natürlich eine optimale Reviervorbereitung für die WM gegeben.“, so Philipp. Und dies beurteilten ebenso wohl auch die andere 103 Teilnehmer aus 24 Nationen.

Über die ersten fünf Tage lief es für den Oberallgäuer mit jeweils einstelligen Zwischenbilanz-Ergebnissen recht ordentlich. Jedoch am abschließenden Wettkampftag glänzte Philipp mit einer abstechenden Leistung: ein 2. Platz plus zwei Wettfahrtsiege. Mit diesen Superresultaten über alle drei Goldfleet-Wettfahrten in Serie avancierte der erst kürzliche Zweitplatzierte in Vilamoura / Portugal zum souverän Tagesbesten. Und schließlich gelang ihm somit auch noch der Griff nach der Bronzemedaille

Im Verlauf des Qualifyings aus sechs Wettfahrten über drei Tage positionierte sich Philipp zum Tagesende jeweils unter den sechs Besten. Zwei seiner Einzelresultate waren zweistellig, ein 13. und 12. Platz. Dem gegenüber aber auch ein Wettfahrtsieg und die Plätze 3, 4 und 5. So qualifizierte sich der Sonthofer als Fünfter in der nun folgende Neusortierung der Goldflotte aus 51 Booten aus der besten Hälfte. Sein Rückstand zum führenden Italiener, Lorenzo Chiavarini, betrug lediglich 8 Punkte (abzüglich Streichergebnis) bzw. 0 Punkte (ohne Abzug des schlechtesten Resultats).
Weitere Qualifying-Platzierungen: Michael Beckett (2., England), Tom Saunders (3., Neuseeland), Daniel Whiteley (4., England), Philipp Buhl (5., Deutschland) und Matt Wearn (6., Australien).
 
Die fortschreitende Verlagerung des Hochdruckgebietes über dem Indischen / Südlichen Ozean verschlechterte den Segelwind und das zunehmend niederschlagsträchtige zusehends. Am ersten Tag der dreitägigen Finalserie machten die Regeneinlagen einem akzeptablen Segelwind den Garaus. Die Segler wurden nicht auf die Wettkampf-Area beordert. Somit fielen zunächst zwei Wettfahrten aus und nur eine pro Tag darf nach dem üblichen Reglement (max. 3 WF / Tag) nachgeholte werden.
Erst am Folgetag bahnten sich infolge eines aus Westen neu annähernden Ozeanhochs, zwar immer noch mit stets problematischen Regeneinlagen, wieder einigermaßen segelbare Windbedingungen an.
 
Mit den Platzierungen 14. und 17. war’s für Philipp mit gleich zwei zweistelligen Punktezuwächsen ein enttäuschender Tag. Zu den Bedingungen kommentierte er: „Es kam hauptsächlich darauf an, gut zu starten (wie prinzipiell immer) und dann die starken und häufigen Winddreher zu treffen.“ Im Zwischenklassement rutsche er auf die 7. Position zurück. Ähnlich erging es bei dem sehr schwierigen Wind auch anderen, beispielsweise Whiteley, von der 4. auf die 9. Position versetzt. Der Wettfahrtleiter ließ zurecht keine der ausgefallenen Wettfahrten nachholen.
 

Letzter Wettkampftag: ein großartiger Tag!

Schon die Wetterprognose wirkte für den finalen Tag sehr sympathisch: Stabiler kräftiger bis starker Wind (4 bis 5 Beaufort und teils darüber) und Sonne on top. Das roch natürlich auch nach drei Wettfahrten und mithin insbesondere auch nach einer gediegenen physischen Herausforderung. Nicht nur wegen des starken Windes, auch aufgrund der relativ hohen Wind- und Dünungswellen.

Philipp kommt an diesem Tag mit allem am besten klar. Der Weltmeister von 2020 segelt zunächst als Zweitplatzierter und anschließend noch zweimal als Sieger über die Ziellinie. Diese herausragende Leistung, drei Wettfahrten mit nur (2 + 2 x 1 =) 4 Punkten zu beenden, entspricht eigentlich schon der Traumnote. Er ist damit nicht nur mit Abstand Tagesbester, sondern prescht in der abschließenden Gesamtwertung auch noch vier Positionen nach vorne auf die dritte Podiumsstufe.
Lokalmatador Matt Wearn (amtierender Weltmeister) gewinnt den Titel der Int. Australischen Meisterschaft vor dem Neuseeländer Tom Sounders (2.) und Philipp Buhl (3., Deutschland).

G r a t u l a t i o n  den Medaillisten

Weitere Platzierungen im Goldfleet aus 51 Booten (der besten Hälfte):
4. Michael Beckett (England) 5. Luke Elliott (Australien), 6. Daniel Whiteley (England), 7. Lorenzo Chiavarini (Italien), 8. Jean Baptiste-Bernaz (Frankreich), 9. Hermann Tomasgaard (Norwegen), ... deutsche Segler: 15. Nik Aaron Willim, ... 20. Justin Barth, ... 32. Julian Hoffmann, ... .

Im Silberfleet aus 51 Booten (der zweitbesten Hälfte) platzierten sich die beiden weiteren deutschen Nachwuchssegler Tim Conradi (2.) und Philip Walkenbach (48., konnte nur am 1. Tag starten).

Endergebnisse nach 6 Q-Races + 6 F-Races bzw. 6. Tag

Ergebnisse ...
- nach 4 Races bzw. 2. Tag (4 Qualifying-WF)
- nach 6 Races bzw. 3. Tag (6 Qualifying-WF)
- (keine Wettfahrten am 4. Tag)
- nach 8 Races bzw. 5. Tag  (6 Qualifying-WF + 2 Goldfleet-WF)
- nach 11 Races bzw. 6. Tag  (6 Qualifying-WF + 5 Goldfleet-WF)
 
Links:

 

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