Philipp Buhl gewinnt WM-Bronze

 

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Buhl

erklimmt seine bisher

höchste Stufe

der Erfolgsleiter

 
Herzlichen Glückwunsch !!
 

 

Ein Happy End, wie es sich spannender hätte nicht zuspitzen können; eine Mischung von Gefühlen, die unvergesslich bleiben werden. So erlebte Laser-Segler Philipp Buhl den Werdegang seines nunmehr größten Sport-Erfolges. Der 23-Jährige Sportsoldat, der für die Deutsche Seglernationalmannschaft bzw. den Segelclub Alpsee Immenstadt startet, gewann vor Al Mussanah im Oman die Bronze-Medaille bei der Weltmeisterschaft der Olympischen Laser-Klasse. 51 Nationen waren mit insgesamt 128 Athleten am Start. Unter ihnen auch der zweifache Olympiasieger Robert Scheidt (Brasilien), der sich neben zahlreichen früheren WM-Titelgewinnen erneut die Laser-WM-Krone erkämpfte.

(Al Mussanah / Oman, 17./23.11.2013 (Text: Friedl Buhl, Bilder: Mark Lloyd / Oman Sail)

Buhl strebte bei der WM im Arabischen Sultanat einen guten Saisonsabschluss an. „Mein Ziel ist top acht.“ gab er eher zurückhaltend zu erkennen. Buhl wusste, dass der Golf von Oman mit seinen nur leichten bis mittelstarken und nur selten kräftigen Thermik-Winden einem Großteil seiner Konkurrenz besser liegen müsste als ihm, obwohl er seinen EM-Titel 2012 auch bei vorwiegend leichten und damals sehr schwierigen Winden gewonnen hatte. Diese immer etwas zweifelnd angesehene Stärke sollte sich nun erneut bewahrheiten.

Gleich zu Beginn ließ der Segler vom Alpsee mit einem Wettfahrtsieg aufhorchen. Bereits in der Folgewettfahrt erlitt der Auftaktsieger jedoch einen herben Dämpfer (17. Rang). Im weiteren Verlauf des Qualifyings über insgesamt acht Wettfahrten an vier Tagen kämpfte sich der Allgäuer mit konstant guten Ergebnissen zusehends wieder an die Fersen der Spitzengruppe heran. Bis dahin führte Scheidt vor dem Qlympia-Silbermedallisten Pavlos Kontides (Cypern) und Jesper Stalheim (Schweden). Buhl beendete als Sechster diese erste Serie. Ab jetzt kämpfte die beste Hälfte unter sich im sogenannten Goldfleet, die anderen 64 Boote im Silberfleet. Die Winde wurden tendenziell leichter - nicht zur Begeisterung von Buhl.

Im Finalauftakt gelang ihm trotzdem eine perfekte Wettfahrt (2.) und dominierte prompt die gesamte Führungsgruppe. Dies verbesserte seine Zwischenbilanz um zwei Positionen. Ein Medaillenrang lag für Buhl nun in greifbarer Nähe. Doch sollte es so glatt nicht weitergehen. Buhl produzierte am nächsten Tag neben einem nicht berauschenden 15. Rang eine Frühstart-Disqualifikation der ganz besonderen Art. Er war derart auf einen exakten Start fokussiert, dass er eine falsche Zeiteinstellung auf seinem Start-Timer erst bemerkte, als er genau eine Minute zu früh über die Startlinie schoss. „Das war der peinlichste Frühstart meines Lebens.“ bekannte der Geschlagene und tief Enttäuschte dieses Tages. Einigermaßen rettend war sein fehlertolerantes Punktekonto. Buhl fiel aufgrund seines Missgeschickes und der Aktivierung eines weiteren Streichergebnisses nur um einen Platz zurück. Doch eine Belastung, weil die Medaillenschancen in weite Ferne rückten. Sein Ziel, wenigstens Platz acht, blieb realistisch.

Für den Abschlusstag war eine höchst spannende Zitterpartie vorprogrammiert, und dies auch für den führenden Laser-Gott Scheidt, denn der Cypriote hatte ihn bis auf einen Punkt Rückstand aufgeschlossen. Vor Buhl positionierten sich noch der amtierende Europameister Tonci Stipanovic (Croatien, 3.) und Stalheim (4.). Buhls Plan: Das Beste bei nicht überspanntem Risiko geben, um vielleicht doch noch nach vorne zu preschen und sein Minimalziel nicht zu gefährden.

Nach stundenlangem Warten auf mehr Wind, startete die Wettfahrtleitung drei Minuten vor der letzten Startmöglichkeit (15:00 Uhr) schließlich die letzte und entscheidende Wettfahrt bei schwachem Wind. Laser-Legende Scheidt gewann damit den Titel. Kontides kam als 13. ins Ziel und wurde Vizeweltmeister. Alles weitere Punkteberechnungen blieb ein Fall für den Computer. Buhl beendete als Zehnter. Der bis dato vor ihm platzierte Schwede (3.) und Croate (4.) mussten schlechte Plätze (37. bzw. 35.) verbuchen. Dafür lieferten zwei gefährliche Verfolger von Buhl Top-Ergebnisse in der Schlusswettfahrt ab. Außer für die beiden Ersten blieb für die Segler auf dem Wasser das Endergebnis unklar. „Ich rechnete mit der Beibehaltung der Platzierung oder bestenfalls mit dem undankbaren Vierten.“, erzählte Buhl später. Im Hafen angekommen, erführ er von seinem Medaillenrang. Buhl, zunächst sprachlos und gerührt: „Mir fehlen die Worte.“ Und später: „Ich bin natürlich mega happy.“

Der Sonthofener setzt damit weitere Erfolgs-Meilensteine: Zum ersten deutschen EM-Titel von 2012 kommt nun eine erste deutsche WM-Medaille im olympischen Laser hinzu. Allein schon damit und zusätzlich aufgrund zahlreicher weiterer internationaler Spitzenpltzierungen avanciert Buhl in die Kategorie des klar erfolgreichsten Laser-Seglers Deutschlands.

 

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